Freitag, 28. September 2012

Das Projekt (ohne Ende?)

Darüber zu diskutieren, ob eine Religion auf Wahrheit oder Fantasie beruft, lohnt sich nicht. Denn es ist letztlich eine Frage des Glaubens. Man glaubt oder man glaubt nicht. Und zwischen glauben und wissen ist ein Unterschied. Wer weiss, braucht nicht zu glauben. Wer glaubt, meint aber oftmals zu wissen.

Tatsächlich lässt sich weder das Eine noch das Andere beweisen: Gibt es einen Gott? Gibt es keinen? Niemand hat Gott (welcher Religion auch immer) je gesehen oder andersweitig das ultimative Beweismittel für oder gegen ihn. Deshalb geht es eben um Glaube, nicht um Wissen.

Wer vor genügend langer Zeit beschlossen hat, zu glauben, der lässt sich davon kaum mehr abbringen. Umgekehrt ebenso. Diskussionen stossen somit selten auf fruchtbaren Boden.

Da ich selber genug lange auf der Seite der Glaubenden war, weiss ich zudem, wie man 'da drüben' in der Regel tickt. Wie ich tickte.

Weil ich im Voraus zu wissen meine, wie eine Diskussion vermutlich ausgeht, verzichte ich gerne darauf. Auch will ich keinen Streit anzetteln oder jemanden angreifen. Deshalb nutze ich dieses Blog. Hier landen meine Gedanken, Ideen, Meinungen.

1 Kommentar:

  1. In der Zwischenzeit ist einige Zeit verstrichen und ich habe meine Meinung zumindest teilweise geändert. Eine Diskussion kann doch ganz anregend sein. Zwar ist es tatsächlich so, dass sich beide Seiten nicht von ihrem Standpunkt abbringen lassen. Zumindest nicht vordergründig. Ich hoffe trotzdem jedes Mal, dass sich ein kleiner Samen der Skepsis festhalten konnte und ein Pflänzchen des Zweifels entstehen darf. Ich gebe die Hoffnung nicht auf. Wenn ich "geheilt" werden konnte, haben auch andere eine Chance, nicht?

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