Freitag, 30. November 2012

Dem Kain seine Familie und Stadt

Ich komme nochmals mit dem Kain... Wir erinnern uns: Der Kain wurde aus dem Land Gottes (Eden?) vertrieben, war auf sich allein gestellt, musste wieder bei Null beginnen.

In 1. Mose 4, 17 werden wir informiert, dass Kains Frau schwanger wurde. Und Kain gründete eine Stadt.

Wenn wir den Berichten in 1. Mose glauben wollen, müssen wir akzeptieren, dass dort, wo Kain nach dem Verlassen des Garten Edens hin musste, schon andere Menschen waren. Das erschliesst sich daraus, dass er sonst keine Angst vor einem Mord hätte haben müssen, aber auch daraus, dass er sich da draussen eine Frau nahm. Nebenbei erwähnt konnte das ja wiederum nur eine seiner Schwestern gewesen sein. Oder hat Gott, nachdem er Adam und Eva erschuf, anderswo auch noch Menschen geformt? Die Bibel schweigt sich darüber aus, soviel ich weiss. Wäre es so, würde aber nicht alles Geschlecht von Adam abstammen, und das wiederum behauptet die Bibel meines Wissens. Nun, es muss also eine Schwester, vielleicht im besten Fall eine Cousine gewesen sein.

Was mich aber mehr überrascht: Es mögen Jahre vergangen sein nachdem Kain vertrieben wurde. Aber  auch wenn es fünfzig oder hundert Jahre waren (damals wurden die Menschen ja angeblich mehrere hundert Jahre alt), erstaunt es doch sehr, dass da, wo Kain mittlerweile war, offenbar genug weitere Leute waren, dass es sich lohnte, eine Stadt zu gründen.

Warum werden in der Bibel Kain und Abel derart speziell erwähnt, dass der Eindruck entsteht, es wären zu der Zeit die einzigen Kinder von Adam und Eva gewesen, wenn doch offensichtlich ganz schön viele weitere Leute in der näheren Gegend sein mussten? Woher kamen die? Alles Geschwister?

Ein weiteres Indiz dafür, dass ein wenig begabter Schreiber ein oberflächliches Geschichtchen erfand, um wenigstens seinen Kindern beim Einschlafen erklären zu können, "wie alles begann".

Sonntag, 25. November 2012

Harter Job: Adam vergibt Tiernamen

Im 1. Mose lesen wir, dass Gott alle erschafften Tiere zu Adam brachte und ihn bat, ihnen Namen zu geben.
Und Jehova Gott bildete aus dem Erdboden alles Getier des Feldes und alles Gevögel des Himmels, und er brachte sie zu dem Menschen, um zu sehen, wie er sie nennen würde; und wie irgend der Mensch ein lebendiges Wesen nennen würde, so sollte sein Name sein.
Schon mal überlegt, was das bedeutet?

Dienstag, 20. November 2012

Die Schöpfung der Schöpfungsgeschichte

Es müssen viele, viele Jahre sein, seit ich zum letzten Mal als Kind oder Jugendlicher die biblische Schöpfungsgeschichte gelesen hatte. Heute liest sich das für mich wie ein Märchen. Kaum zu glauben, dass jemand darin etwas anderes zu erkennen meint. Ungereimtheiten wie die Sache mit den Tagen und Nächten, ohne dass es eine Sonne gab oder offene Fragen, wofür ein Baum der Erkenntnis des Guten und Bösen nötig war, wenn man sowieso nicht davon essen durfte, Gott aber offenbar wissen musste, dass der Mensch sich nicht daran halten würde, etc.

Meines Wissens ist nicht abschliessend geklärt, wer das erste Buch Mose geschrieben hat. Und solange Zeitreisen nicht möglich sind, wird das wohl auch nie geklärt. Ich lasse mich aber gerne belehren. Doch darum geht's jetzt nicht. Wer auch immer es schrieb, lebte sicher nicht zu der Zeit, als die Schöpfung tatsächlich passierte. Der Text wurde also überliefert oder erfunden. Und ich persönlich bin heute ziemlich davon überzeugt, dass der Schöpfungsbericht ein Versuch eines Menschen, sich die Gegebenheiten irgendwie zu erklären.

Mangels wissenschaftlicher Erkenntnisse haben sich deshalb auch solche oben erwähnte Ungereimtheiten eingeschlichen. Macht so Sinn, oder? Bedeutet aber gleichzeitig, dass man sich schon fragen sollte, ob man an die Schaffung der Welt auf diese Weise glauben sollte. Denn wäre der Text von Gott eingegeben, dürfte zumindest bezweifelt werden, dass sich unlogische Punkte reingeschlichen hätten.

Sonntag, 18. November 2012

Biblische Detektivgeschichten (Video)

Kürzlich habe ich eine interessante TV-Dokumentation aufgenommen. Ungefähr die Hälfte habe ich mir schon angeschaut und ich fand's echt spannend. Ich als Skeptiker erlebe es ja immer wieder, dass ich in eine Art Streitgespräch verwickelt werde. Da werden mir jeweils Argumente, angebliche Bestätigungen von Gottes Vorhandensein, an den Kopf geworfen, von denen ich keine Ahnung habe, weil ich mich gar nie so tief mit den geschichtlichen Hintergründen, den Urtexten und so weiter beschäftigt habe.

Wollte man sich wirklich so schlüssig wie möglich ein Urteil fassen, müsste man wohl Jahrzehnte lang forschen. Immerhin tun das ganz kluge Leute seit Generationen. Und den letzten, absolut schlüssigen Beweis für oder gegen die Existenz Gottes hat man trotzdem noch nicht gefunden.

Mittwoch, 14. November 2012

Pfusch bei der Erschaffung des Menschen

Wenn wir die Schöpfung und damit die Erschaffung des Menschen genau anschauen, stellt sich schon die Frage: Hat Gott gepfuscht, als er Adam und seine Frau, die ersten Menschen, erschuf?

Mit der Scheiss-Idee, den beiden Typen ein Paradies zu bauen, das ganz bewusst und gewollt eine Falle enthält (den verbotenen Baum), hat Gott eigentlich den Grundstein gelegt für das Übel der Welt.

Einige mögen mich in Gedanken steinigen für diese Aussage, aber ist's nicht so?

Klar, wir Christen kommen mit der billigen Begründung von wegen freien Willen und so. Aber hey, mal im Ernst, ein allwissender Gott muss wohl gewusst haben, wohin das führt. Und es damit in vollem Bewusstsein der Folgen zugelassen haben.

Dienstag, 13. November 2012

Lass mir den Parkplatz oder ich beiss' dir ein Ohr ab!

Zwei pensionierte Priester sollen sich in Australien in die Haare bzw. an die Ohren geraten sein, weil beide den gleichen freien Parkplatz für sich beanspruchten. Schon mal dämlich, dass es so was in unsere News-Seiten schafft.

Ich kann mir schwer vorstellen, dass ein Mensch tatsächlich ein Stück Ohr abbeissen kann. Aber Boxer Tyson hat das ja schon prominent bewiesen.

Wie auch immer, vermutlich wäre die Neuigkeit ja auch in unsere Agenturmeldungen gemixt worden, wenn's keine Priester gewesen wären. So aber gibt sie den Newsblättern Grund, mal wieder ungestraft zu spotten.

Und so schreiben sie...

Samstag, 10. November 2012

10 simple Fragen....

Oha, da dürfte mancher mir bekannte 'Christ' ins Grübeln kommen. Gut, das Ganze ist voll amerikanisch und der eine oder andere Punkt sehr vereinfacht. Aber unter'm Strich trifft's die Sache ins Schwarze.

Gerade die Geschichte mit den Gebeten hat mich die letzten Jahre viel beschäftigt. Aber das ist Thema für einen separaten Blog-Eintrag.


Mittwoch, 7. November 2012

Bitte nicht töten

Ich habe mir vorgenommen, die Bibel nochmals von vorne bis hinten durch zu lesen. Aber meine Güte, dass ich dabei so oft kopfschüttelnd ins Stocken gerate und meine Gedanken zu Papier (naja, wenigstens virtuell) bringen muss, hätte ich nicht gedacht. Kaum aus der Schöpfung heraus, bin ich aktuell bei Kain, der seinen Bruder Abel aus Eifersucht erschlagen hatte und deshalb von Gott aus dem Land (welchem auch immer) vertrieben wurde.

Offenbar fürchtet sich der Kain nun, weil ihn da draussen jeder ungestraft töten dürfe. Mein Gott, was herrschten denn da für Zustände? Wenn ich's nicht komplett falsch verstehe, waren Kain und Abel Söhne von Adam und Eva. Die wiederum waren die ersten Menschen überhaupt. Also wimmelte es da draussen, wenn überhaupt, höchstens von Geschwistern und vielleicht im krassesten Fall deren Kindern.

Selbst wenn damals die Schwangerschaft weniger als neun Monate dauerte und das erste Menschenpaar im Akkord produzierten, gab es da draussen kaum mehr als ein paar Dutzend Menschen. Es waren aber tatsächlich genug viele (und blutrünstige), dass Gott es für nötig befand, Kain mit dem Vermerk "Töten verboten" zu versehen.
Er machte ein Zeichen an Kain, damit jeder, der ihm begegnete, wusste: Kain darf man nicht töten.-- 1. Mose 4, 5