Donnerstag, 20. Dezember 2012

CCM...

Wer in einer christlichen Familie, in einem kirchlichen Umfeld aufwächst, wird früher oder später damit konfrontiert: CCM, Contemporary Christian Music. Zu Deutsch: Zeitgenössische christliche Musik.

Für mich als Teenie war das damals faszinierend. Denn genau zu der Zeit wurden gefühlte hundert Bücher darüber geschrieben, wie schlimm die säkulare Musik, insbesondere die Rockmusik sei. Da kam es gelegen, dass es christliche Musiker gab, die den gleichen Musikstil spielten, ihre Songs einfach mit christlichen Inhalten füllten.

Einige sahen darin sowas wie einen Auftrag, wollten (angeblich) die Jungen erreichen, die solche Musik hörten und nichts mit Kirche am Hut hatten. Andere wiederum rochen wohl eher einen zusätzlichen Markt, der damals noch nicht so stark umkämpft war und in dem deshalb rasch ein paar tausend Alben abgesetzt werden konnten. Damals begriff ich das noch nicht. Aber es wäre uns ohnehin egal gewesen. Hauptsache der Inhalt legalisierte die Verpackung.

Die Alten haben's gehasst, die Jungen liebten es. Noch heute kommen teilweise alte Erinnerungen in mir hoch, wenn ich gewisse Songs von White Heart oder Stryper höre. Aber so wie ich keine Musik höre, die inhaltlich Gewalt oder andere Dinge, die ich persönlich ablehne, verherrlichen, so trenne ich mich auch von Musik, die religiöse Inhalte transportieren. Jedenfalls die, die nicht aus musikalischer Sicht der absolute Burner sind oder mich nicht übermässig nostalgisch dünken. Markieren. Löschen. Tschüss.

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