Samstag, 15. Dezember 2012

Wie lange sollte man eigentlich im Zweifelsfall beten?

Ein junger Erwachsener, wenige Jahre nach der Lehre, ist arbeitslos. Wie ich erfahre, schon länger. Seit über einem halben Jahr, um genau zu sein. Und mindestens so lange schon beten er und seine besorgten Eltern zu Gott. Dass er ihrem Sohn doch eine Arbeitsstelle schenke. Oder zeige, was dran ist.

Die Chance, dass er mit seiner kaufmännischen Ausbildung gelegentlich wieder einen Job bekommt, ist gross. Irgendwann. Vermutlich findet jeder mit seiner Ausbildung und seinem Willen, zu arbeiten, über kurz oder lang wieder eine Stelle. Das ist ziemlich normal Aber in diesem Fall wird das dann ganz bestimmt nichts normales, sondern eine Gebetserhöhrung sein. Eine riesige Gebetserhöhrung. Schliesslich betet man seit Monaten.

Das Erlebnis wirft die Frage auf: Wie lange sollte man eigentlich für etwas ganz bestimmtes beten? Kann man nicht irgendwann aufhören, in der Annahme, dass Gott schon gehört hat, was wir wollen? Oder in der Annahme, dass Gott vielleicht nicht will und anderes vorhat?

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