Montag, 30. Dezember 2013

Etwassismus: Ich nicht

Es ist genau ein Jahr her, da habe ich davon geschrieben, dass ich mich irgendwo zwischen Etwassismus und Atheismus sehe. Stimmt heute nicht mehr.

Ich bin heute davon überzeugt - so sehr man eben von etwas überzeugt sein kann, das man letztlich nicht 100% abschliessend sagen kann - dass es da draussen nichts gibt, das uns, die Welt, den Lauf der Dinge bestimmt und kreiert hat.

Ich sehe mich heute als Atheisten, meinetwegen mit agnostischen Tendenzen. Ich kann, so klein und dumm ich bin, nicht abschliessend sagen, ob irgendwo nicht doch noch irgendetwas ist. Aber ich sehe, dass so ziemlich alles, was ich verstehe, dagegen spricht. Die agnostische Zusatzbezeichnung lasse ich also mehr aus Fairness den Theisten und Kreationisten gegenüber.

Schliesslich war ich lange einer von ihnen. Bis ich anfing zu denken. ;-)

Freitag, 27. Dezember 2013

Erhole dich oder stirb!

14Darum achtet den Sabbat als einen heiligen Tag! Wer ihn entweiht, muss sterben. Jeder, der am Sabbat irgendeine Arbeit verrichtet, soll aus meinem Volk ausgestoßen und getötet werden.
2. Mose 31, 14

Der Vorläufer der heutigen Kirche, die Sektengemeinschaft um Moses gerade erst entwickelten Israeliten-Gott, hatte offenbar schon damals ein Problem: Die Menschen schenkten der ganzen Sache um Gott zu wenig Aufmerksamkeit. Die gerade erst ins Leben gerufene monotheistische Theorie um den Schöpfergott, der Israel als sein Volk auserwählt haben will, läuft Gefahr, wieder zu verwässern.

Da muss man natürlich Massnahmen ergreifen. Die dürfen auch mal etwas, sagen wir drastisch sein.

Donnerstag, 26. Dezember 2013

Krippe


Frohe Weihnachten, auch denen, die nicht aus religiösen Gründen besinnlich werden oder einfach die Festtage geniessen, weil sie arbeitsfrei sind. 

Der Tag, an dem die Geburt des Jesus gefeiert wird, ist ohnehin willkürlich gewählt, also scheissegal, was ihr heute tut. Tut es einfach besinnlich. :-) 

Mittwoch, 25. Dezember 2013

Es geht seit je ums Geld

Frohe Weihnachten. Danke an die Kirche, für die zwei arbeitsfreien Festtage. Die allerdings in vielen Familien mehr Stress bringen als eine volle Arbeitswoche. Weil sich irgendwann der Scheiss mit den Geschenken eingebürgert hat. Die Geschäfte machen tollen Umsatz, brauchen aber Unmengen an personellen Ressourcen und logistischem Aufwand, um allein die Umtauschaktionen in den folgenden Tagen zu bewerkstelligen.

Umsatz und Geld sind gute Stichworte für das, was ich heute kurz festhalten möchte. Darum ging es nämlich von Beginn an. Mose, der langjährige Boss über das Volk, hat sich ein prima Konstrukt erbaut, das ihm zu einem guten Leben verhalf, ohne dass er sich dafür anstrengen musste.

Dienstag, 24. Dezember 2013

Weihnachtsbaum, politisch korrekt

Man sagt nicht mehr 
Weihnachtsbaum.
Es heisst jetzt:
Extrem beleuchtetes
Nadelgehölz mit
Religionshintergrund.

Frohe Weihnachten allen da draussen.

Freitag, 20. Dezember 2013

Gottes Rat gibt's noch heute. Offenbar.

Noch wenige Tage bis Weihnachten. Ursprünglich hatte ich geplant, zu dieser Zeit auch bei meinem Projekt ungefähr hier angelangt zu sein. Stattdessen schlage ich mich noch immer mit den Büchern Moses rum. Doch das hat seine Gründe: Zum Einen hab' ich viel Zeit damit verbracht, im Projekt nicht vorwärts zu machen. Zum Andern hätte ich im Traum nicht daran geglaubt, dass da so viel wirres Zeugs steht. Verse, Aussagen, Gedanken - ich muss das einfach hier festhalten. So dauert's halt noch etwas länger, bis ich im Neuen Testament oder gar am Ende der Bibel angelangt bin.

So habe ich heute entdeckt, dass das, was die Israeliten nach dem Auszug aus Ägypten als Stimme Gottes bezeichneten, heute noch existiert. Wir nennen es Zufall. Wer es charismatischer mag, möge Schicksal sagen. Ich spreche von diesem Vers:

Mittwoch, 18. Dezember 2013

Auf der Suche nach Büchern

Habe gerade in der Bibliothek in unserer Gegend nach Büchern gesucht, die Religion allgemein und das Christentum im Speziellen kritisch behandeln. Sozusagen als Wunschliste haben mir dabei die Buchempfehlungen auf dem Atheist Media Blog (AMB) gedient. Leider weitgehend Fehlanzeige. Gerade mal ein Buch (Nein und Amen) habe ich ausfindig machen können (und sogleich reserviert).

Die nächsten Tage hole ich das ab. Bin gespannt.

Die übrige Lektüre muss ich mir dann halt wohl doch kaufen statt leihen. Bin schon ein bisschen enttäuscht von der fehlenden Vielfalt in unserer Bibliothek.

Sonntag, 15. Dezember 2013

Fragen und Antworten

Der Glaube gibt dir 
keine Antworten. 

Er sorgt nur dafür, 
dass du keine Fragen 
mehr stellst. 

Freitag, 13. Dezember 2013

Zitat des Tages

Die abrahamitischen Religionen sind grundsätzlich mit Demokratie und den Menschenrechten nicht kompatibel.
-- Reta Caspar, news.ch

Donnerstag, 12. Dezember 2013

Götter, an die kein Christ glaubt

Aesir, Agasaya, Agdistis, Ah chuy kak, Ah cun can, Ah hulneb, Ah puch, Ahulane, Ahura mazda, Aine, Airmid, Aizen-myoo, Aji-suki-taka-hi-kone, Akea, Alberich, Ama-no-minaka-nushi, Ama-tsu-mara, Amaethon, Amaterasu, Amatsu, Amatsu-kami, Ame-no-mi-kumari, Ame-no-wakahiko, Amidaam-no-tanabata-hime, An, Anahita, Anat, Anath, Andhrimnir, Andraste, Andvari, Angrboda, Angu og, Ankt, Annapurna, Anouke, Anshar, Anu, Aphrodite, Apollo, Apsu, Apukohai, Arawn, Aray, Ares, Arianrhod, Artemis, Artio, Asclepius, Asherah, Ashur, Astarte, Astrild, Athena, Athirat, Athtart, Atla, Atlas, Audhumla, Ba'al hadad, Baal, Baal-hammon, Baalat, Babd catha, Bacchus, Badb, Baku, Balder, Balor, Balrama, Bast, Ba xian, Beg-tse, Bel, Belatu-cadros, Bellona, Belobog, Benten, Benzai-ten, Bergelmir, Berstuk, Bes, Beyla, Bhuvaneshwari, Bimbogami, Binzuru-sonja, Bishamon, Bixia yuanjin, Blodeuwedd, Borghild, Bosatsu, Bragi, Brahma, Bran, Branwen, Brighid, Brigit, Bris, Brono, Buddha, Bugid y aiba, Buluc chabtan, Burijas, Butsu, Bylgia, Camalus, Camaxtli, Camulus, Cariocienus, Caswallawn, Ceres, Ceridwen, Cernunnos, Cerridwen, Cerunnos, Chac, Chalchiuhtlicue, Charun, Chemosh, Cheng-huang, Chien-shin, Chiamata-no-kami, Chup-kamui, Crnobog,Cupid, Cybele, Cyhiraeth, Dagda, Dagon, Dagur, Daibosatsu, Daikoku, Dainichi, Damkina, Danu, Davlin, Dawn, Dazbog, Demeter, Dev, Dewi, Dhanwantari, Dhumavati, Diana, Diancecht, Di cang, Dionysus, Disen, Don, Donar, Dosojin, Dozoku-shin, Druantia, Durga, Dylan, Dziewona, Ea, Ebisu, Eir, Ekchuah, Ekibiogami, El, Elaine, El elyon, Elli, Emma-o, Enki, Enlil, Enyalius, Enyo, Eos, Epona, Ereskigal, Erra, Eshara, Eshmun, Farbauti, Faunus, Fenrir, Flidais, Flins, Flora, Forseti, Freya, Freyr, Frigg, Fudo, Fujin, Fukurokuju, Funadama, Futsu-nushi-no-kami, Gala, Gama, Ganesha, Ganga, Garuda, Gauri, Geb, Gefion, Gekka-o, Geong si, Gerd, Giobhniu, Gu, Guan-di, Gun, Gwydion, Gwynn ap nudd, Hachiman, Hades, Hadur, Hal, Haniyasu-hiko, Haniyasu-hime, Hanuman, Hathor, Haulili, Haya-jl, Heimdall, Hel, Helios, Heng-o, Hephaestus, Hera, Hermes, Hermod, Hestia, Hiaka, Hilakawawahilani, Hinakuluiau, Hiruko, Hod, Hoderi, Holler, Hoori, Hors, Horus, Hoso-no-kami, Hotel, Hsi-wang-mu, Huitzilopochtli, Hygeia, Ictinike, Ida-ten, Idun, Ika-zuchi-no-kami, Iki-ryo, Inanna, Inari, Indra, Inti, Irmin, Ishtar, Isis, Isora, Ixtab, Izanagi, Izanaki, Izanami, Janus, Jarilo, Jarovit, Jinushigami, Jizo, Jord, Jormungand, Juichimen, Juno, Jupiter, Jurojin, Juthrbog, Juturna, Kagutsuchi, Kalaipahoa, Kali, Kaluannuunohonic, Kamado-gami, Kamapua'a, Kami-kaze, Kaminari, Kamohoali'i, Kamooalii, Kanaloa, Kanayamo-hiko, Kanayama-hime, Kane, Kane-hekilli, Kapo, Kapohoikahiola, Karewit, Kari, Kartikeya, Karttikeya, Kathirat, Kaupe, Kawa-no-kami, Kemosch, Kenro-ji-jin, Keoahikamakaua, Keuakepo, Khepri, Ki, Kiha, Kingu, Kinich ahau, Kishar, Kishi-bojin, Kishijoten, Kishimo-jin, Ko-no-hana, Kojin, Koleamoku, Korrawi, Koshin, Kothar, Koya-no-myoin, Krishna, Ku, Kuahana, Kukailimoku, Kukaoo, Kukulcan, Kukunochi-no-kam, Kuni-toko-tachi, Kura-okami, Kurma, Kuula, Kvasir, Laamaomao, Labraid, Lada, Lado, Laga, Laka, Lakakane, Lakshmi, Laran, Lares, Libintia, Lie, Liza, Llyr, Lofn, Loki, Lono, Lonomakua, Lotan, Lugh, Luna, Macha, Maeve, Magna mater, Magni, Mahulu, Maia, Manannan, Mani, Manua, Marduk, Margawse, Marisha-ten, Marowit, Mars, Maru, Marzanna, Matangi, Math ap mathowny, Matka gabia, Matka ziemia, Maui, Mawaya-no-kami, Maya, Mebd, Madb, Melqart, Menhit, Menthu, Mentu, Mercury, Mextli, Mider, Mikaboshi, Milkom, Milu, Miming, Mimir, Minerva, Miro, Mithras, Mixcoatl, Miyazu-hime, Moaalii, Modi, Mokosh, Mokualii, Moloch, Monju-bosatsu, Mooaleo, Morrigan, Mot, Mummu, Murukan, Musubi-no-kami, Myrrdin, Nacon, Nai-no-kami, Naka-yama-tsu-mi, Nammu, Nanaja, Nanna, Nanse, Neith, Nemain, Nemesis, Nephtys, Neptune, Nergal, Niamh, Nikko-bosatsu, Ninazu, Ninhurzag, Ninigi-no-mikoto, Nintu, Ninurta, Njord, Nominosukune, Norns, Nott, Nut, Nyoral, Oanomochi, Odin, Ogoun, Ohkuninushi, Oho-yama, Ohonamochi, Ohyamatsumi, Okuni-nushi, Ops, Orgelmir, Oro, Osiris, Ostara, Ouli, Owatatsumi, Oyamatsumi, Pales, Pan, Papa, Parvati, Pele, Perperuna, Persephone, Perun, Phaethon, Phoebe, Phoebus apollo, Pilumnus, Pluto, Podaga, Poliahu, Pomona, Porewit, Poseidon, Proserpine, Puea, Qadeshtu, Quetzalcoatl, Radegast, Raiden, Ram Rama, Ran, Re, Resef, Reshep, Resheph, Rhea, Rod, Rugiviet, Ryo-wo, Sabazius, Sae-no-kami, Saga, Sakhmet, Sambo-kojin, Samulayo, Sarasvati, Sarutahiko ohkar, Saturn, Segomo, Selene, Sengen, Septu, Seshat, Seth, Seti, Shachar, Shaka, Shakti, Shalim, Shamash, Shamayim, Shapsu, Shemesh, Shen yi, Shichi fujukin, Shinda, Shine-tsu-hiko, Shiva, Shoden, Shoki, Shu, Si-wang-mu, Siebog, Sif, Simargl, Sin, Sirona, Sita, Siwa, Siofn, Skadi, Sleipnir, Sol, Stribog, Suijin, Suitengu, Sukuna-biko, Surya, Susanoh, Susanowa, Svantetit, Svarog, Svetovid, Svetoivit, Syn, Takami-musubi, Takemikadzuchi, Taki-tsu-hiko, Tatsuta-hime, Tawaret, Tefnut, Tehwom, Tenjin, Teutates, Tezcatlipoca, Thanatos, The zorya, Thor, Tiamat, Tialoc, Tonatiuh, Toyo-uke-bime, Toyo-uke-omikami, Triglav, Tsuki-yumi, Tu, Tu matauenga, Turris, Tyche, Tyr, Uba, Uga-Jin, Uga-no-mitama, Ukanipo, Ukemochi, Ulaulekeahi, Uli, Ull, Utu, Uzume, Vali, Valkyries, Vamana, Vanir, Var, Veles, Venus, Vertumnus, Vesta, Vidar, Vishnu, Volturnus, Vulcan, Wakahiru-me, Wata-tsu-mi, Wewawet, Wurukatte, Xipe, Xi wang-mu, Xochipilli, Xochiquetzal, Yabune, Yam, Yam-nahar, Yama-no-kami, Yamato, Yarikh, Ymir, Yu-huang, Yuki-onna, Yum kimil, Zababa, Zaria, Zedek, zeus, Zirnitra, Zislbog, Zizilia, Zrova

Bei den Atheisten ist es lediglich einer mehr: Yahweh.

Dienstag, 10. Dezember 2013

Ach, leck mich doch!

Gott erklärt Mose, wie der Altar im 'heiligen Zelt' (das er vorher mindestens ebenso ausführlich beschrieb) gebaut werden sollte. Ganz schön penibel, der liebe Gott, wie ich finde. Wozu braucht der das eigentlich? Konnte man denn früher nicht einfach mal die Hände falten und beten? Wozu das ganze Tamtam?

Ich als Moses hätte wohl nach der Hälfte der Forderungen gesagt: "Ach, leck mich doch!"

1»Lass einen Altar aus Akazienholz anfertigen; er soll quadratisch sein: zweieinhalb Meter lang und ebenso breit. Die Höhe beträgt eineinhalb Meter. 2An den vier oberen Ecken sollen Hörner hervorragen. Die Hörner dürfen nicht aufgesetzt, sondern müssen Teil der Seitenwände sein. Der ganze Altar soll mit Bronze überzogen werden. 3Auch die dazugehörigen Gefäße und Werkzeuge müssen aus Bronze sein: die Aschenkübel, Schaufeln, Fleischgabeln, Feuerbecken und Schalen zum Auffangen des Blutes. 4Lass einen Gitterrahmen aus Bronze anfertigen, und bring an den vier Ecken je einen Ring aus Bronze an. 5Der Gitterrahmen soll unter dem Altar befestigt werden können und ihn ringsum bis zur halben Höhe umschließen. 6Dazu müssen noch Akazienholzstangen angefertigt werden, die mit Bronze überzogen sind. 7Die Stangen sollen für den Transport durch die Ringe an beiden Seiten des Altars gesteckt werden. 8Der Altar soll ganz aus Holz sein, aber innen hohl. Die Handwerker müssen ihn genau so bauen, wie ich es dir hier auf dem Berg zeige.«
2. Mose 27, 1-7


Sonntag, 8. Dezember 2013

Wenn Grossfamilien nerven

Kinder sind etwas Tolles! Ich liebe meine. Über alles. Als Eltern hat man grosse Verantwortung seinen Kindern gegenüber. Dazu gehört auch die finanzielle Verpflichtung, für den Nachwuchs zu sorgen. Es ist von Vorteil, wenn man sich vor der Zeugung überlegt, ob man diese Verantwortung übernehmen will und auch kann.

Während man beim ersten Kind zugegebenermassen noch keine grosse Ahnung haben kann, sieht das beim zweiten schon ganz anders aus. Erst recht beim dritten, vierten oder gar fünften Kind. Von einem Vater, der bereits zwei Kinder hat, darf man wohl erwarten, dass er ungefähr weiss, wie stark ein drittes, viertes und fünftes Kind die Haushaltskasse belastet.

Wer trotz knappen Mitteln weiterhin Kinder zeugt, ist entweder egoistisch, religiös oder einfach dumm. Wenn solche Familien dann in Bettelbriefen z.B. von Jugend & Familie auftauchen, dann krieg' ich echt eine Wut.

Samstag, 7. Dezember 2013

Wallis: Die Kirche verliert Mitglieder

Im schweizerischen Kanton Wallis - da, wo schweizweit angeblich am meisten Sonnentage herrschen - habe sich in den letzten vierzig Jahren die Zahl der Konfessionslosen verdoppelt. So schreibt es eine Schweizer Zeitung der Blick. 95 % waren in den Siebzigern in einer Kirche. Wo waren dann die restlichen 5 % Prozent? Denn Konfessionslose soll es laut dem gleichen Bericht damals null Prozent gegeben haben? Egal.

Jedenfalls sind mittlerweile 11 % konfessionslos. Und Blick weiss - wie fast immer - auch die Gründe dafür: Geld sparen. Denn in der Schweiz zahlen nur diejenigen Kirchensteuer, die auch Mitglied einer Landeskirche sind. So sind es dann, wieder laut Blick (man muss das leider immer wieder betonen), zu einem grossen Teil Arbeitslose und Grossverdiener, die sich von der Kirche abmelden. Und damit eben Steuern sparen.

Hier treffen sich also die kaum Lohn und die mit ganz viel Lohn. Beide mit gleicher Absicht, nur in anderen Dimensionen.

Geld zu sparen ist natürlich durchaus eine Motivation, sich von Mitgliedschaften zu trennen. Viel erfreulicher wäre allerdings, man würde Aufklärung und Überzeugung als Gründe nennen.

Denn ich behaupte jetzt mal, dass diese Leute nicht plötzlich wieder in einer Kirche auftauchen, wenn die Kirchensteuer abgeschafft würde. Viel mehr gingen die vermutlich schon lange nicht mehr zur Kirche, waren aber zu bequem oder fühlten sich traditionell verpflichtet und gaben deshalb nicht den Austritt. Behaupte ich mal.

Quelle: Blick

Donnerstag, 5. Dezember 2013

Zeltmission

Früher war alles besser. Alles? Nein. Denn früher gab es noch diese Grossevangelisationen im riesigen Festzelt, bei denen eine volle Woche lang, Abend für Abend den Besuchern die christliche Heilsbotschaft vermittelt wurde. Beim ersten Mal (ja, ich war da als Christ, der ich war, mehrmals dabei) war ich fasziniert von der Grösse, der Technik, der Infrastruktur. Beim zweiten Mal haben mich die vorhersehbaren Vorträge und die schwülstig-kitschigen Bekehrungslieder beunruhigt.

Die Programmpunkte waren stets die selben: Vortrag, Musik/Singen, Gebet, Erlebnisberichte (je extremer, desto besser). Und am Ende der Aufruf, dass diejenigen, die Gott als Erlöser in ihr Leben lassen wollen, doch während dem nächsten Lied nach vorne kommen mögen. Das "nächste Lied" war dann meist mit melancholischer Melodie und "Nutz-die-Chance-es-könnte-die-letzte-sein"-Texten versehen. Und gerne wurde der Chorus auch zwei, drei, vier, fünf Mal gesungen. "Ich spüre, dass noch welche da sind, die zögern, lasst uns noch einmal singen". Ein Beispiel eines solchen Liedes findet sich in unten stehendem Video. Ich kann mich noch erinnern...

Sonntag, 1. Dezember 2013

Die zwei Gruppen von Esoterikern

"Es gibt zwei Gruppen von Esoterikern. Die eine ist ein Fall für den Psychologen, die andere für den Staatsanwalt.“
--Colin Goldner

Samstag, 30. November 2013

Sektenführer Carl Snider

Carl Snider war seit Kindheit eigentlich ein Einzelgänger. Und ein Wichtigtuer. Und er hatte einen zwanghaften Drang nach Gerechtigkeit. In seinen Jugendjahren schlug er einen Polizisten krankenhausreif, weil dieser auf einen Schwarzen einprügelte. Jahrelang war er deswegen auf der Flucht.

Später wurde er ruhiger. Und charismatischer. Die Sache mit dem verprügelten Polizisten war längst verjährt, als Snider wieder auf der Bildfläche erschien. Um ihn scharte sich eine kleine Gruppe Freunde und Anhänger. Carl Snider wurde immer religiöser und fanatischer.

Man erzählt, dass er manchmal tagelang im Wald oder im Gebirge verschwand und mit irgendwelchen Ideen zurück kam, die ihm Gott mitgeteilt haben soll. Von der Gruppe seiner Anhänger mit Begeisterung aufgenommen, haben Kritiker das Treiben eher skeptisch betrachtet.

Der Ablauf war stets ähnlich. Snider verschwand für mehrere Tage, manchmal auch länger, und kehrte danach mit Aussagen zurück, die er von Gott erhalten haben will. Er erzählte dann seinen Anhängern, was er "von Gott" vernommen hat und liess alles fein säuberlich aufschreiben.

Dann kam das Reinigungsritual. Hierfür liess Snider jeweils ein paar Hühner köpfen und das Blut in eine Schale tropfen. Damit besprengte er dann seine Anhänger und schwafelte etwas von Bund mit Gott und dass dieses Blut das Siegel dafür wäre.
--
Langer Rede kurzer Sinn: Heute würde man so einen natürlich als Irren abtun und nach Möglichkeit wegsperren. Und wenn's nur wegen Tierquälerei oder -schändung wäre. Ersetzt man "Carl Snider" jedoch durch "Moses", ist das natürlich was ganz anderes.

Frei nach 2. Mose 24



Donnerstag, 28. November 2013

Was hilft das Gebet?

Ich möchte nochmals auf einen Beitrag von letzter Woche zurück kommen, und zwar auf die Sache mit der Gebetserhörung. Wer weniger religionsafin ist, wird das dazugehörige Diagramm kurz gelesen und vielleicht mit einem Lächeln quittiert haben. Christen, wie diejenigen aus meinem Umfeld, sollte sich das aber ein zweites und drittes Mal genau anschauen.

Für mich war die Erkenntnis, dass das Nicht-Eintreten einer Gebetserhörung mit der erwähnten Standardbegründung abgetan wird, mit einer der wesentlichen Gründen, mir mal etwas differenzierter Gedanken über meinen Glauben zu machen.

Die Tatsache, dass trotz dutzendfachem oder gar hundertfachem Gebet ein Kranker nicht geheilt, eine junge Frau nicht schwanger oder jemand arbeitslos bleibt, ist zuallererst mal der Beweis, dass Gebet nicht einwandfrei funktioniert.

Gleichzeitig werden Gebete nicht erhört, wenn sie nicht Gottes vorbereitetem Weg entsprechen. Denn damit erklären Christen ja das Scheitern ihrer Gebete. Die Enttäuschung ist natürlich riesig und so richtig erklären kann es sich niemand, dass Gott jetzt tatsächlich nicht hingehört hat und kein Wunder geschah. Irgendeine Erklärung muss hin. Es bleibt nur die Möglichkeit, dass Gott etwas anderes vorhat.

Es ist natürlich schön, wenn sich damit jemand ernsthaft trösten kann. Aber es bedeutet, dass wir uns jegliche Gebete ersparen können. Wenn ein Gebet nicht wirkt, wenn es nicht deckungsgleich mit Gottes Weg ist, dann braucht es kein Gebet. Es geschieht einfach Gottes Wille.

Dem Freund, dem ich als erster erzählt habe, dass ich mit Religion und Gott abgeschlossen habe, habe ich dieses Beispiel erzählt. Er hat nur nachdenklich genickt ohne auch nur ansatzweise zu widersprechen.

Ich bete hoffe, dass er den Gedanken weiter denkt.

Dienstag, 26. November 2013

Ein kleiner Hinweis

Nachdem ich das gestrige Posting nochmals durchgelesen habe, möchte ich noch auf einen Punkt hinweisen, der in diesem Blog noch dem einen oder anderen auffallen dürfte. 

Manche meiner Texte zu Bibelversen lesen sich vielleicht so, als würde ich die Bibel als Wahrheit betrachten und einzelne Passagen in Frage stellen. Es könnte der Eindruck entstehen, dass ich davon ausgehe, dass die in der Bibel geschilderten Ereignisse tatsächlich allesamt stattgefunden haben. Dem ist nicht so. 

Ich kann mir vorstellen, dass einzelne biblische Berichte Tatsachen entsprungen sind. Die meisten jedoch nicht, gehe ich davon aus. 

Dass ich manchmal trotzdem so schreibe, als ob, kommt daher, dass ich mit meinen Texten nicht nur einfach meine Gedanken niederschreiben möchte. Viel mehr hoffe ich, dass sich auch mal ein gläubiger Christ (es soll auch ungläubige Christen geben) hierher verirrt. Und der soll dann doch auch ein bisschen herausgefordert werden. 

So ist das. 

Montag, 25. November 2013

Uraltes Thema: Genozid im Namen des Herrn.

23Denn mein Engel wird vor euch herziehen und euch in das Land der Amoriter, Hetiter, Perisiter, Kanaaniter, Hiwiter und Jebusiter bringen. Diese Völker werde ich ausrotten.
2. Mose 23, 23

Es gab schon einige Momente des mitleidigen Kopfschüttelns. Aber spätestens bei diesem Vers müssten alle Alarmglocken Sturm läuten.

Ganz nach dem Motto "Es kann nur ein Volk geben" wird hier ausgerottet, was nicht Israel ist.

Nur um sicher zu gehen: Wir reden hier vom gleichen Gott, von dem uns heute von der Kanzel so mancher Kirche gepredigt wird? Der, dessen unendliche Liebe so weit ging, dass er seinen einzigen Sohn sterben liess für uns? Weil er uns so liebt. Uns alle. Jeden einzelnen. Ausser du bist dummerweise ein Amoriter, Hetiter, Perisiter, Kanaaniter, Hiwiter, Jebusiter, ... Ist ja logisch.

Zugegeben, ich muss ja nicht alles verstehen. Aber die Sache mit dem liebenden und gütigen Charakter Gottes dünkt mich doch ziemlich elementar zu sein. Und sie wackelt gewaltig, wenn man nur mal genauer hinschaut.

Völker, die ausgerottet werden... Hab' ich doch sonst wo schon mal gehört.

Schon tragisch, dass ausgerechnet ein Volk, dessen Ausrottung mal offizielles Ziel einer Regierung war, in seiner angeblichen Geschichte selbiges mehrfach anderen Völkern angetan haben soll. Man ist geneigt, zu hoffen, dass es wirklich ein Märchen ist.

Mittwoch, 20. November 2013

Angst: Ungläubige müssen sterben.

Man könnte sich bei diesem Vers stundenlang darüber unterhalten, was die eifersüchtige Nennung anderer Götter eigentlich zu bedeuten hat. Sind die eine Gefahr? Wenn ein existierender Gott auf andere Götter eifersüchtig ist, dann könnte das ja nur bedeuten, dass diese auch existieren, nicht?

19Wer anderen Göttern Opfer darbringt und nicht mir, dem Herrn, allein, soll aus dem Volk Israel ausgestoßen werden und sterben.«
2. Mose 22, 19

Reden wir ein ander Mal darüber. Heute ging mir grad was ganz anderes durch den Kopf.

Wenn man das so liest, ist der Fall ziemlich klar. Andere Götter anbeten? Raus aus dem Volk. Und sterben. Es ist natürlich einfach, einer Glaubensgemeinschaft das Überleben zu sichern, wenn die Drohung in der Luft schwebt, dass man als Aussteiger umgebracht würde. Gibt sicher eine gute Basis.

Ich möchte nicht wissen, wie viele Menschen wegen dieser kleinen Klausel des ach so gütigen und liebenden Gottes sterben mussten. Und wie oft sie missbraucht wurde, um Querdenker und Nebenbuhler aus dem Weg zu schaffen.

Interessanterweise ist aber immer nur die Rede vom irdischen Tod. Davon, dass solche Ungläubigen später in der Hölle landen oder so, habe ich noch nichts gelesen. Die Gläubigen der ersten Stunde, wenn man die Jungs aus den Mose-Büchern mal salopp so bezeichnen darf, haben sich nicht um die Ewigkeit gekümmert. Es ging um Gesetze und Regeln im Hier und Jetzt. Auch Gott hat es, so die Überlieferungen, nie für nötig befunden, mal ein ernstes Wort über die ewige Verdammnis und so zu verlieren.

Kann es sein, dass man irgendwann ein klitzekleines Stückchen aufgeklärter wurde und befand, dass man doch nicht jeden gleich töten könne, der ein bisschen anders glaubt? Kann es sein, dass man im Zuge dieser veränderten Einstellung zum Schluss kam, dass man sich was anderes ausdenken musste und so dann die Hölle mit allem drum und dran ins Spiel kam?

Weil man Leute nicht mehr gleich töten, sie aber dennoch leiden "sehen" wollte, hat man sich halt ausgemalt, was mit den bösen Ungläubigen in der Ewigkeit, nach unserem irdischen Leben, passiert. So ist die Hölle bzw. die ewige Verdammnis so was wie eine Ersatzlösung für das Todesurteil.

Ein cleverer Schachzug. Hat man so auch die abserviert, die durch Flucht vielleicht einer irdischen Strafe entkommen wären. Und Angst ist zwar ein schlechter Ratgeber, aber ein vielfach bewährtes Mittel, um gefügig zu machen. Bis heute.

Da fällt mir gerade eine Geschichte ein, die mich fast zum Kochen gebracht hat. Davon ein ander Mal.

Montag, 18. November 2013

Bastelanleitung

22Der Herr sprach zu Mose: »Sag den Israeliten: Ihr habt selbst gesehen, wie ich vom Himmel her zu euch geredet habe. 23Macht euch keine Götterfiguren aus Silber oder Gold, die ihr außer mir noch anbetet! 24Errichtet für mich einen Altar aus Erde, und bringt auf ihm Schafe, Ziegen oder Rinder als Brand- und Dankopfer dar! Ich werde euch zeigen, wo ihr mir zu Ehren opfern sollt. Dann will ich zu euch kommen und euch segnen. 25Wenn ihr mir einen Altar aus Steinen errichtet, so verwendet dazu nur unbehauene Feldsteine. Denn ihr würdet den Altar entweihen, sobald ihr ihn mit dem Meißel bearbeitet. 26Baut den Altar ohne Stufen, damit man euch nicht unter das Gewand sehen kann, wenn ihr hinaufsteigt!«
2. Mose 20, 22-26


Hat Gott eine Neurose? Sehen wir in der Figur, die allmächtig ist und die Welt erschaffen hat und derjenigen, die Bastelanleitungen für Altare rausgibt und darauf Tiere (aus seiner Schöpfung) verbrannt haben will, tatsächlich die gleichen Personen? Ist so ein über allem stehendes Wesen? Passt das?

Süss der heisse Tipp, dass man besser keine Stufen bauen soll. Offenbar waren die Israeliten ähnlich wie die Schotten ohne Unterhosen unterwegs.

Sonntag, 17. November 2013

Gott gab uns den Rock'n'Roll. Immerhin.

Wenn von oder mit Gott auch nicht viel Schlaues in die Welt kam, immerhin hat er uns das eine gegeben: Rock'n'Roll. Jedenfalls wenn man KISS glauben darf. Na gut, der Song ist eigentlich nicht von denen. Aber sie haben die geilste Version und immerhin so viel am Text herumgefeilt, dass Version 2 draus wurde. Ganz offiziell.



Der Song ist von Russ Ballard und der wirkte bei Argent mit, die ihn als erste aufnahmen.



Und die christliche Band Petra nahm ihn gar zwei mal auf, einmal auf ihrem Debutalbum und ein zweites Mal in anderer Form auf dem Album Beat The System. Jaja, das weiss ich.

Ob es nun Gott war, der uns den Rock'n'Roll gab oder nicht: Die Version von Kiss ist und bleibt wohl die geilste. :-)

Freitag, 15. November 2013

Wie man mit seiner Tochter Geld verdient

Denken wir mal kurz an die gute alte Zeit. Die ganz alte Zeit, meine ich. Die Zeit, als das, was im alten Testament steht, entstanden war. Es war eine düstere Zeit. Jedenfalls für Frauen. Alles drehte sich um Männer. Ist schon nicht so toll, wenn man ausgerechnet in einer solchen männerdominierten Kultur eine Tochter als Nachwuchs bekommt.

Um das Leiden des Vaters in einem solchen Fall etwas zu lindern, hat Gott einen Trostpreis in sein heiliges Wort eingebaut. Wenn der Papa schon die Schmach ertragen muss, eine Tochter zu haben, dann soll er wenigstens finanziell etwas davon haben. 

Man musste lediglich dafür sorgen, dass die eigene Tochter von einem Typen verführt wurde und er mit ihr schläft. Laut Bibel muss er sie dann nämlich heiraten und den Brautpreis bezahlen. 

Noch besser ist's, wenn der Vater sich weigert, dem Typen seine Tochter zur Frau zu überlassen. Dann muss der arme Kerl nämlich trotzdem bezahlen. So geht das. 

Ist man eigentlich schon Zuhälter, wenn man nur einmal... Ach, lassen wir's. *kopfschüttel*

15»Wenn ein Mann ein Mädchen, das noch nicht verlobt ist, verführt und mit ihr schläft, muss er den Brautpreis für sie bezahlen und sie heiraten. 16Falls sich ihr Vater aber weigert, sie ihm zur Frau zu geben, muss der Mann ihm dennoch den Brautpreis bezahlen, der einer Jungfrau angemessen ist.«
2. Mose 22, 15+16



Dienstag, 12. November 2013

How to Worship

Wenn wir schon bei Musik und Satire sind... hier noch einer. Und wenn das wirklich von einer Kirche kommt, dann haben die damit zumindest Humor bewiesen.


Montag, 11. November 2013

Worship-Song in 5 Minuten

Bleiben wir doch noch kurz bei der Musik, wechseln aber zur frommen Kategorie. Zur Krone der göttlichen Musik, den Worship-Songs. Das untenstehende Video erklärt (leider nur in Englisch), wie ein Worship-Song in fünf Minuten entsteht. Grosses Kino.

Sonntag, 10. November 2013

Rock im Rückwärtsgang

Es ist 25 Jahre her. Eine lange Zeit. Deshalb kann ich das auch nicht mehr ganz sicher sagen. Aber ich glaube, dass das Buch "Rock im Rückwärtsgang" von Michael Buschmann so was wie der Anfang meiner Skeptiker-Karriere markierte.

Das in einem christlichen Verlang erschienene Buch vermittelt dem Leser, wie gefährlich versteckte Rückwärtsbotschaften in der Musik sind. Sie beeinflussen unbewusst und das fast ausschliesslich im negativen Sinne. Der Autor verpackt die vermeintlichen Fakten in einen Roman, was die Sache für mich als damals Halbwüchsigen spannender machte.

Um es kurz zu machen: Bis auf die wenigen von Buschmann genannten Beispiele, die offensichtlich willentlich in die Musik gemischt wurden, ist wohl kein einziges aufgeführtes Beispiel wahr. Alles erfunden. Erst recht die Behauptung, dass wir dadurch in irgendeiner Form beeinflusst werden können. Schon gar nicht unbewusst.

Samstag, 9. November 2013

Weil Gott nicht hilft...

Weil Gott niemals ein fehlendes oder amputiertes Körperglied nachwachsen lässt, muss sich der Mensch selber helfen. Glücklicherweise gibt es die Wissenschaft, die diese Lücke göttlicher Zurückhaltung zu schliessen vermag.

So konnte der Junge im unten stehenden Video mit Hilfe eines 3D-Druckers seine eigene mechanische Handprothese erstellen. Genial, oder?

Ja, das wär' mal was, wenn der allmächtige Gott dem Jungen die Hand nachwachsen lassen würde. Aber leider heilt Gott, wenn überhaupt, immer nur Krankheiten, die auch ohne Gottes Einwirken geheilt werden können.


Dienstag, 5. November 2013

Wie gläubig sind die Gläubigen überhaupt noch?

Der niederländische Ex-Pfarrer Klaas Hendrikse erwähnt in seinem hier vorgestellten Buch mehrfach, dass so ziemlich alle Theologen und ein grosser Teil der Kirchengänger längst nicht mehr an einen Gott glauben, der im Sinne einer Person existiert. Seiner Meinung nach sind die Theologen längst Atheisten. Und die meisten Gläubigen auch.

Ich habe in 'meiner' evanglischen Freikirche einen kleinen Job, den ich fairerweise vor Monaten auf Ende 2013 gekündigt habe. Deshalb bin ich im Schnitt noch einmal pro Monat im Gottesdienst dabei. Obschon ich jeweils überhaupt keinen Bock habe, da hin zu gehen, versuche ich, das Beste daraus zu machen und beobachte halt die Leute, ihr Verhalten, ihre Aussagen etc.

Diesmal sind mir zwei Dinge aufgefallen. Es gab die Möglichkeit, nach vorne zu kommen und ein Erlebnis mit Gott zu erzählen. Ich liebe solche Momente. Sie bieten so hervorragend Gelegenheit, die verschiedenen Persönlichkeiten zu charakterisieren. Doch ich staune immer wieder, wie gross das Verlangen nach einem Mikrofon bei einigen Menschen sein muss.

Mittwoch, 30. Oktober 2013

Warum hat Gott nicht einfach an alles gedacht?

Über einige Fragen der heutigen Zeit sagt die Bibel nichts oder zu wenig, um ein ethisch begründetes Urteil zu fällen. Als Themen, über die die Bibel schweigt, werden atomares Endlager oder embryonale Auslese erwähnt. Zu Fragen betreffend Homosexualität, Ehescheidung oder anderes würde man sich als bibeltreuer Mensch mehr Auskunft wünschen.

Ein Bischof namens Ralf Meister vertritt deshalb die Meinung, dass man die biblischen Gebote und die Aussagen der Bergpredigt sozusagen in die heutige Zeit adaptieren müsste.

"Es geht nicht um eine Kopie biblischer Gebote, sondern um eine kritische Aufnahme und Übertragung auf die Situationen unserer Zeit."

Wenn Gott als allmächtiges Wesen tatsächlich der Meinung war, mit der Bibel ein Werk zu erstellen lassen, das Generation um Generation überdauert und seine Gültigkeit auch ein paar tausend Jahre später noch nicht verliert, dann erlaubt mir eine Frage: Warum, verdammt noch mal, hat er dann nicht seinen Job richtig gemacht und an alles gedacht?

Freitag, 25. Oktober 2013

Glauben an einen Gott, den es nicht gibt (Klaas Hendrikse)

Im April habe ich von 'Glauben an einen Gott, den es nicht gibt' erstmals gehört. Mittlerweile habe ich das Buch gekauft und gelesen. Und ich bin etwas gespaltener Meinung, was das Urteil angeht. Allerdings - das ist das Schöne - muss ich ja nicht unbedingt urteilen.

Obschon die Kritiker das anders sehen, finde ich, Hendrikse spricht sowohl Atheisten als auch Christen an. Allerdings natürlich nur die Atheisten, die Lust haben, eine Art Verständnis für die Kirche und die Christen zu entwickeln. Nicht, dass Klaas Hendrikse versuchen würde, sie zu bekehren (er glaubt ja selber nicht, dass es Gott gibt, ist also Atheist), das Buch liefert eher Hintergrund-Infos zur Entstehung des christlichen Glaubens. Ein Stück weit darf man das ja ruhig auch als Allgemeinbildung ansehen, zumal Religion stellenweise auch mit anderen Bereich wie Kultur, Architektur und Geschichte verläuft.

Gleichzeitig versucht der Autor den (mehr oder weniger) Gläubigen sein Verständnis des Christentums zu erklären. Wie kam es dazu, dass von einem allmächtigen, allwissenden Gott die Rede ist? Er geht dabei auch der Frage auf den Grund, ob dem ganzen nicht schlicht ein Missverständnis zu Grund liegt.

Sonntag, 20. Oktober 2013

Bitte Verstand am Eingang abgeben

In meinen Augen eine extrem gut gelungene Grafik. Simpel und doch tief gehend. Verstand und Religion haben es schwer nebeneinander. Umso verblüffter bin ich, dass es doch verhältnismässig viele Studierte in Freikirchen gibt. 
Zwar bin ich seit jeher ein eher skeptischer Mensch und habe oftmals nicht vorbehaltlos alles als Tatsachen aufgenommen. Aber insbesondere in jungen Jahren glaub' ich schon auch, dass ich am Eingang der Kirche den Verstand deponierte und ihn nach dem Anlass wieder mitnahm. 



Dienstag, 15. Oktober 2013

Gott befürwortet Sklavenhaltung. Oder?

Seit einigen Tagen komme ich mal wieder nicht voran mit meinem Projekt, die Bibel noch einmal von vorne bis hinten durch zu lesen. Nicht nur, weil ich das nicht als Vollbeschäftigung mache und somit die Zeit beschränkt ist. Viel mehr, weil mich ein Kapitel im Buch Exodus aufhält: Exodus 21.

In besagtem Kapitel ist die Rede vom Umgang mit Sklaven, Schadenersatz und schweren Verbrechen. Insbesondere der erste Teil, der sich doch etwas detailierter als biblisch üblich mit der Sklavenhaltung beschäftigt, wirft ein paar Fragen auf, die ich hier in Worte zu fassen versuche.

Die Rolle der Kirche
Wenn wir in "Gottes Wort" in einer solchen Selbstverständlichkeit von Sklaverei reden, dann erklärt das möglicherweise, warum ausgerechnet die Kirche, die Nächstenliebe und so predigt, zu den letzten Institutionen gehörte, die der Sklavenhaltung abschwor. Immerhin scheint es gottgegeben, dass eine Herrscherklasse minderwertige Völker und Rassen versklavt und zur eigenen Komfortsteigerung verwendet.

Heute würde kein zivilisierter und aufgeklärter Mensch mehr dafür stimmen, die Sklaverei wieder einzuführen. Es würde allgemein als riesiger Rückschritt betrachtet werden. Traurig genug, dass ausgerechnet die Kirche diesbezüglich Nachzügler ist. Wäre die Kirche als Siegerin aus der Zeit der Aufklärung gegangen, würden heute Sklaven für uns arbeiten. Oder wir als Sklaven für die Herrscher.

Donnerstag, 10. Oktober 2013

Noch ein Mal...

Aller guter Dinge sind drei. Auch wenn sie hier nicht wirklich gut sind, aber wir kommen ein drittes (und letztes Mal) auf das erwähnte Programmheft der Kinderwoche zurück. Für den Mittwoch haben sich die Macher der Kinderwoche folgendes ausgedacht:

Titel: Gott ist mein Versorger

Text: 8Da sagte Boas zu Ruth: »Ich mache dir einen Vorschlag: Du brauchst nicht auf ein anderes Feld zum Ährenlesen zu gehen; bleib hier bei meinen Mägden, 9die die Garben binden! Sammle immer dort, wo die Arbeiter gerade das Korn abmähen. Ich habe ihnen verboten, dich zu belästigen. Wenn du Durst hast, dann geh ruhig zu den Krügen dort, und trink von dem Wasser, das meine Männer geschöpft haben!« (Rut 2, 8-9)

Dienstag, 8. Oktober 2013

Neue Manipulations-Ideen von Willow Creek

Die amerikanische Willow Creek-Gemeinde ist eine der grössten Freikirchen weltweit mit Dimensionen, die wir uns kaum vorstellen können: Allein um 20'000 Menschen besuchen wöchentlich den Gottesdienst. Willow ist auch bekannt für zahlreiche veröffentlichte Bücher. Die Themen sind vielfältig: Jüngerschaft, Leiterschaft, Kinderarbeit und viele weitere theologische Themen. Willow ist die am schnellsten wachsende christliche Gemeinde. Kein Wunder, fahren viele europäische Christen voll auf Willow ab.

Nun kommt von da ein neues Signal. Die Kinderarbeit, sie muss überdacht werden. Man hat festgestellt, dass anscheinend ach von zehn Jugendlichen wieder vom Glauben weg kommen. Die Schlussfolgerung: Das Indoktrinationsprogramm ist nicht gut genug. So wird das zwar nicht ausgesprochen, für den wachen Aussenstehenden ist der Fall aber klar.

Dabei wäre die hohe Zahl der Absprünge ein klares Zeichen dafür, dass der christliche Glaube in Kombination mit den biblischen Geschichten zwar Kinder nach jahrelanger Indoktrination zu überzeugen vermag. Sobald die jungen Erwachsenen zu denken beginnen, und dazu werden sie im Laufe der schulischen Ausbildung angehalten, bröckelt das Konstrukt "Gott der Bibel" stetig, bis am Ende noch ein Haufen Steine übrig bleiben, die allerhand bedeuten können.

Religion im allgemeinen und das Christentum im Speziellen vermag nur Kinder zu überzeugen und Erwachsene, die es ihrem Verstand verbieten, zu viele Fragen zu stellen. Das Eine hat mit Naivität zu tun und ist unbewusst, die Kinder können nicht anders. Das Andere hat mit Dummheit zu tun und ist deshalb lächerlich. De facto lassen sich Dumme Dinge einfallen, mit denen sie Naive besser manipulieren können. Das ist schlicht nicht gutzuheissen.

Quelle: idea

Samstag, 5. Oktober 2013

Ironie im Kinderheft?!

Aus dem gleichen Heft wie im vorherigen Post stammt das Beispiel für den zweiten Tag der Kinderwoche. Beim Durchlesen stellt man sich unweigerlich die Frage, ob da Ironie im Spiel. Natürlich kaum. Sondern nur wieder eine Super-Fantasie, die irgendwie den Rank findet und das negative Beispiel zu einem positiven werden lässt.

Rein objektiv betrachtet klingt diese Seite schon sehr zynisch:

Unter dem Titel "Gott lässt mich nicht im Stich" steht folgender Text:

20»Nennt mich nicht länger Noomi «, erwiderte sie, »nennt mich Mara, denn Gott, der Allmächtige, hat mir ein schweres Schicksal auferlegt: 21Als ich von hier fortzog, hatte ich alles, was man sich nur wünschen kann. Jetzt lässt mich der Herr mit leeren Händen zurückkehren. Warum nennt ihr mich also noch Noomi? Der Herr hat sein Urteil gegen mich gesprochen; er, der Allmächtige, hat mir bitteres Leid zugefügt.« 22Als Noomi mit ihrer moabitischen Schwiegertochter Ruth nach Bethlehem kam, begann gerade die Gerstenernte. 
Rut 1, 20-22

Dienstag, 1. Oktober 2013

Bekloppte Zusammenhänge

Gerade ist mir ein Heft von einer Kinderwoche in die Hände gekommen. Eine Freikirche im benachbarten Ort hat während den Sommerferien für eine Woche ein Kinderprogramm auf die Beine gestellt. Der Bibeltext, der die Kinder durch die Woche begleitete und offenbar in einer Art Predigt vertieft wurden, stammt aus dem Buch Rut. Folgendes findet sich auf der Seite für den ersten Tag.

16Aber Rut antwortete: "Dränge mich nicht, dich zu verlassen. Ich kehre nicht um, ich lasse dich nicht allein. Wohin du gehst, dorthin gehe ich auch; wo du bleibst, da bleibe ich auch. Dein Volk ist mein Volk und dein Gott ist mein Gott. 17Wo du stirbst, da will auch ich sterben; dort will ich begraben werden. Der Zorn des Herrn soll mich treffen, wenn ich nicht Wort halte: Nur der Tod kann mich von dir trennen!"
Rut 1, 16-17

Darunter steht die Frage an das Kind: "Was bedeutet das für mich?"

Mittwoch, 25. September 2013

Erich von Däniken ist peinlichkeitsresistent

Eine blühende Fantasie und eine grosse Klappe genügen hierzulande offenbar, um sich "einen Namen zu machen". Einen schlechten allerdings, würde man vermuten. Doch das ist bei Erich von Däniken nur bedingt der Fall. Zwar gibt es wohl grosse Teile der Bevölkerung, die über den selbsternannten "Ufo & Co" Experten nur schmunzeln können. Aber die Medien, die sich der Auflagen willen selber gerne etwas vorlaut und reisserisch geben, nehmen Herrn von Dänikens "fundiertes Fachwissen" gerne immer wieder in Anspruch.

Ein Mischwesen soll es sein, die Mumie, die im deutschen Diepholz gefunden wurde. Ganz eindeutig, meinte Erich von Däniken. Halb Mensch, halb Tier. Vielleicht sogar etwas dämonisches:

Freitag, 20. September 2013

Die Kirche löst sich selber auf

Gerade habe ich einen Text gelesen, der nebenbei von der katholischen Kirche fordert, eine Frau als Papst zu wählen. Der Schreiber dieses Textes vermutet, dass es nie soweit kommen wird. Ich persönlich bin da anderer Meinung.

Auch die Kirche kann sich der aufklärenden Entwicklung der allgemeinen Menschheit nicht komplett verschliessen (auch wenn sie das gerne täte). Die Vergangenheit zeigt dies deutlich im Grossen und Kleinen. So ist es noch gar nicht so lange her dass die Kirche behauptete (und jeden anders Denkenden verfolgte), die Erde wäre eine Scheibe und der Mittelpunkt des Universums. Auch hat die Kirche vor nicht langer Zeit noch Menschen verfolgt, verhaftet, gefoltert und getötet, die vom Glauben weg kamen oder andersgläubig waren.

Die Kirche hat sich also entwickelt (wenn auch nicht besonders schnell) und sich neuen Situationen angepasst. Ich kann mich erinnern, dass in der Freikirche, in der ich "zu Hause" war, elektrisch verstärkte Musik verdammt wurde. Schlagzeug sowieso. Heute klingt der Worship-Teil eines Gottesdienstes häufig rockiger als früher die verbotene Musik. Eine Frau, die predigt? Vor zwanzig Jahren undenkbar, heute zwar noch selten aber immerhin mehrmals vorgekommen.

Sonntag, 15. September 2013

Ich bin.. äh... also, hm... Atheist (Teil 2)

Im ersten dieses zweiteiligen Beitrags habe ich meinen Weg vom Christen über den Agnostiker zum Atheisten in Kurzform erzählt. Dabei habe ich die Bedenken (ich habe auch das Wort Angst erwähnt), mich offenkundig zu distanzieren. Das hat ausschliesslich soziale Gründe; Kontakte, die ich an sich mag, könnten abbrechen.

Doch da gibt's noch etwas anderes, was man als Angst oder Unsicherheit bezeichnen könnte. Obschon ich tief in mir drin überzeugt bin, ein Atheist zu sein, fällt es mir schwer, mich öffentlich als einen solchen zu bezeichnen. Jedes Mal, wenn ich sage oder denke: Ich bin Atheist, habe ich ein ganz seltsames Gefühl.

Freitag, 6. September 2013

Angstmacherei

5Wirf dich nicht vor solchen Götterfiguren nieder, bring ihnen keine Opfer dar! Denn ich bin der Herr, dein Gott. Ich dulde keinen neben mir! Wer mich verachtet, den werde ich bestrafen. Sogar seine Kinder, Enkel und Urenkel werden die Folgen spüren! 6Doch denen, die mich lieben und sich an meine Gebote halten, bin ich gnädig. Über Tausende von Generationen werden auch ihre Nachkommen meine Liebe erfahren.
-2. Mose 20, 5-6

Fairplay wurde wahrlich nicht von Gott erfunden. Dass diejenigen, die ihm nicht die gewünschte Aufmerksamkeit erbringen, bestraft werden, mag verständlich sein.

Dass aber nicht nur er, sondern auch seine unbeteiligten Kinder bestraft werden, mutet schon seltsam an. Aber dabei bleibt es nicht: Auch die Enkel und sogar noch die Urenkel sollen darunter leiden, wenn jemand Gott verachtet.

Wenn man sich mal vor Augen führt, was man normalerweise in Sekunden überliest, dann sollten schon ein paar Runzeln auf der Stirn auftauchen. Da sollen aufgrund des Fehlverhaltens eines Einzelnen Menschen leiden, die zum Zeitpunkt des Fehlverhaltens möglicherweise noch nicht einmal leben.

Eine solche Aussage kann nur den Grund haben, den Gläubigen der damaligen Zeit Angst zu machen. Angst ist ein bewährtes Mittel, um (Leicht-)Gläubige zu beeinflussen. Mit der Theorie eines liebenden Gottes hat dies jedenfalls nichts zu tun.


Sonntag, 1. September 2013

Interview mit Richard Dawkins

Bleiben wir noch kurz bei Dawkins... Die Schweizer Sendung Sternstunde hatte im 2010 den Herrn Dawkins im Studio. Die hübsche Moderatorin schafft es dabei zwar nicht, beim Thema, dem damals erschienenen Buch 'Die Schöpfungslüge' zu bleiben, und wirkt auch sonst manchmal etwas unbeholfen. Die Souveränität von Dawkins macht das aber wett. Der Typ ist schon beeindruckend, in welcher Ruhe und rhetorischer Sicherheit er seine Statements bringt. Hut ab.

Samstag, 31. August 2013

Der Gotteswahn (Richard Dawkins)

Der Biologe Richard Dawkins hat es sich scheinbar zur Lebensaufgabe gemacht, Leute zum Atheismus zu bekehren. Kaum einer, der in der heutigen Zeit Religion und den Glauben an einen Gott so stark kritisiert wie Dawkins. Obschon er noch einige andere Bücher geschrieben hat, ist 'Der Gotteswahn' das am kontroversesten diskutierte.

Mich brauchte er zwar nicht mehr zu bekehren, aber seine Argumentation fesselte mich dennoch. Mit vielen Zitaten und Beispielen erklärt er seine Gedanken und Schlüsse, erklärt, weshalb man Religion am besten verbieten würde.

Das Buch richtet sich ausdrücklich an kritisch denkende Gottesgläubige. Das Adjektiv denkend sollte allerdings betont werden. Denn einfache Kost ist 'Der Gotteswahn' beileibe nicht. Da gibt's für den weniger gebildeten wie mich schon da und dort einen Satz oder Abschnitt, den man mehrmals lesen muss. Und so einiges bleibt auch nach der Lektüre unverstanden, weil man es einfach... nicht versteht. Nicht, weil es zu abwegig ist, sondern weil es wohl an Bildung fehlt.

Im grossen Ganzen schafft es aber Dawkins, ein durchschnittlich gebildetes Publikum mit der Tendenz zur Neugierde anzusprechen. In meinen Augen ein tolles Buch.

'Der Gotteswahn' gibt's als Taschenbuch bei Thalia Schweiz oder Amazon.

Sonntag, 25. August 2013

Tot. Dumm.


Wenn du tot bist, dann weisst du
nicht, dass du tot bist.
Es ist nur schwer für die anderen. 
Genau so ist es, wenn du dumm bist. 
-unbekannter Autor-

Mittwoch, 21. August 2013

Ich bin.. äh... also, hm... Atheist (Teil 1)

Kürzlich habe ich den Text im Header dieses Blogs angepasst. Da stand, dass ich zur Zeit skeptischer Betrachter sei. Das stimmt so einfach nicht mehr. Ich bin ein Schritt weiter, vielleicht sogar zwei Schritte, wenn man die Zwischenstufe Agnostiker dazu nimmt.

Zum Agnostiker wurde ich eigentlich viel früher, als ich mir das eingestehen wollte. Der Agnostiker vertritt die Ansicht, dass vielleicht ein Gott da ist, vielleicht auch nicht. Sozusagen eine 50:50-Chance. Dieses Stadium erreicht ein zweifelnder Christ meiner Meinung nach sehr schnell. Denn ist erst Mal die Erkenntnis da, dass am christlichen Kirchengebilde irgendwas nicht stimmen kann, geht's rasch. Jedenfalls dann, wenn man ernsthaft darüber nachdenkt und sich nicht einfach mit indoktrinierten Phrasen selbst beschwichtigt. Ich glaube mittlerweile sogar, dass jeder Zweifler, der dann doch zum Schluss kommt, dass es Gott gibt, lediglich irgendwann entschieden hat, das jetzt einfach so zu glauben und alle Gegenargumente schlicht zu verdrängen. Doch zurück zu meiner Entwicklung.

Freitag, 16. August 2013

Gesperrte antireligiöse Facebook-Seite ist wieder da

"Maria hätte abtreiben sollen!" Die Personen hinter der gleichnamigen englischsprachigen Facebook-Seite lassen keinen Zweifel an ihrer religiösen Überzeugung. Und wenn auch der Titel primär auf die christliche Religion abzielt, werden ebenso islamische, jüdische und alle anderen gott-orientierten Religionsanhänger auf ihre Kosten kommen.

Das war einigen vielen zu viel. Sie haben bei Facebook reklamiert und wünschten, dass die Seite gesperrt wird. Wurde sie dann auch tatsächlich letzte Woche.

Die Macher der Seite haben dann temporär eine Alternativ-Seite, ebenfalls bei Facebook eröffnet. Der vielsagende Titel: "Maria hätte trotzdem abtreiben sollen!"

Natürlich hat man gleichzeitig bei Facebook die Sperrung reklamiert und sich auf die Meinungsäusserung sowie darauf, dass es sich um eine Satire-Seite handle, berufen. Offenbar hat das gewirkt. Facebook hat die Zensurmassnahme, was die Sperrung klar gewesen wäre, aufgehoben und die Seite wieder öffentlich zugänglich gemacht.

Keinen Sex vor der Ehe. Und in der Ehe.

Dass insbesondere in christlichen Kreisen die Enthaltsamkeit vor der Ehe ein Thema ist, ist allgemein bekannt. Und es gibt natürlich auch ausserhalb von Religion Argumente, die ein solches Verhalten gutheissen.

Ein amerikanisches (was sonst?) Paar geht jetzt aber einen Schritt weiter und verzichtet auch in der Ehe weiterhin auf Sex. Und dies angeblich seit rund zwei Jahren. Wenn sie Lustgefühle überkommen, spritzen sie sich kaltes Wasser ins Gesicht oder essen eine rohe Kartoffel um auf andere Gedanken zu kommen. Wenn Enthaltung vor der Ehe heilig sein soll, dann muss es danach doppelt so heilig sein, ihre "logische" Begründung.

Natürlich ist es jedem selber überlassen, wie man sich der Sexualität gegenüber verhält. Und solange sich die beiden einig sind, warum nicht. Hat immerhin den grossen Vorteil, dass sie ihre seltsame Einstellung der Sexualität im Besonderen und dem Glauben vermutlich im Allgemeinen nicht vermehren und vererben können.

gesehen bei larknews

Samstag, 10. August 2013

Völkermord auf Gottes Befehl

Es ist schon tragisch, wie viele Völker oder Teile davon schon im Namen der Religion ausgelöscht wurden. In der zivilisierten Welt schütteln wir immer wieder ungläubig den Kopf ab der Grausamkeit in anderen, zum Glück weit entfernten Ländern, die aus religiösem Eifern verübt wird. Es mangelt uns an jedem Funken Verständnis dafür, dass selbst in hohen islamischen Kreisen unverblümt die Auslöschung Israels gewünscht wird.

Die Christen stellen sich traditionsgemäss in der Regel hinter Israel. Schliesslich sind die Israeliten das auserwählte Volk Gottes. Jedenfalls dann, wenn man zufällig an die Bibel und nicht den Koran glaubt.

Als Christ sollte man sich allerdings nicht zu sehr darüber mockieren, wie gewaltbereit einzelne (zumeist religiös motivierte) Parteien anderen gegen über sind. Wenn ich in 2. Mose 17 lese, wie Gott angeblich mit Moses über die Amalekiter sprach, dann klingt das in keinster Weise besser als das oben erwähnte.

Danach sagte der Herr zu Mose: »Schreib zur Erinnerung auf, was heute geschehen ist, und präge Josua die Worte ein! Denn ich werde die Amalekiter völlig vernichten, niemand wird sich mehr an sie erinnern.«
2. Mose 17,14


Die völlige Vernichtung eines Volkes (das zufällig im für Israel bestimmten Gebiet lebte) muss wohl nach jedem Massstab als Völkermord bezeichnet werden. Im Namen des Hern. Halleluja. Amen.

Samstag, 3. August 2013

Tatsache vs. Wunschdenken

Die katholische Kirche spricht davon, dass um 3.7 Millionen Menschen den Abschluss des Weltjugendtages in Rio de Janeiro besuchten.

Unmöglich, meinen Experten. Das waren maximal 1.5 Millionen, wenn man Grösse des Areals berücksichte und betrachte, wie dicht die Menschen tatsächlich standen.

Beim Hinzudichten war die Kirche schon immer gut. Aber warum sich der Vatikan nicht mit der tatsächlichen Anzahl Menschen begnügt, ist mir ein Rätsel. Ist ja nicht so, dass man bei 1.5 Millionen Besuchern von einem misslungenen Event sprechen müsste.

Mir ist hingegen ebenso ein Rätsel, wie so viele Menschen dem Papst und dem ganzen Drumherum etwas abgewinnen können.

Quelle: tagesschau.de

Donnerstag, 20. Juni 2013

Erst fördern, dann töten

Es deutet ja, so sagen die Studierten, einiges darauf hin, dass die Mose-Bücher von verschiedenen Autoren geschrieben und ergänzt wurden im Laufe der Zeit.

Der Typ, der den Teil mit der Regelung, dass Unbeschnittene sterben müssen, geschrieben hat, ist wohl auch für den Gaga-Vers von heute zuständig. Vermutlich ihm beim Lesen der Mose-Legende aufgefallen, dass der ja als Ägypter aufwuchs und somit wohl nicht beschnitten war. Geht ja gar nicht, dass Gott ausgerechnet so einen schickt, die Israeliten zu retten. Also hat besagter Autor wohl zur Feder (oder was auch immer) gegriffen und drei Verse eingefügt.

Drei Verse, die mir in meinen vielen Jahren als Christ nie jemand zu erklären versucht hat. Weil man die wohl mit Menschenverstand gar nicht erklären kann.
24Als Mose und seine Familie unterwegs in einer Herberge übernachteten, fiel der Herr über Mose her und wollte ihn töten. 25Da nahm Zippora rasch einen scharfen Stein, schnitt die Vorhaut am Glied ihres Sohnes ab und berührte damit Moses Füße. Dann sagte sie zu ihm: »Du bist mein Blutsbräutigam!« 26Da verschonte Gott Moses Leben. Zippora hatte Mose »Blutsbräutigam« genannt, weil sie ihren Sohn beschnitten hatte.
2. Mose 4, 24-26
 

Samstag, 15. Juni 2013

Montag, 10. Juni 2013

Das Gebet

Das Gebet 
oder
"Wie man nichts tut und trotzdem das Gefühl hat, zu helfen."

Montag, 3. Juni 2013

Kann Gott Multiple Sklerose heilen?

Eine Majorin der Heilsarmee ist seit dreissig Jahren krank. Sie hat Multiple Sklerose (MS). Sie ist laut einem Artikel von idea davon überzeugt, dass Gott MS heilen kann. Trotzdem meint sie, sie sei sich sicher, dass er das bei ihr nicht tun wird. Damit liegt sie sicher richtig, auch wenn der Text verschweigt, warum sie dieser Überzeugung ist. Warum sollte Gott zwar heilen können, es aber nicht tun? Netter Gott.

Doch noch spannender ist das nächste Beispiel. Im gleichen Text ist nämlich die Rede von einer 57jährigen Pastorin, die ebenfalls unter MS leidet. Ihren Trost findet sie darin, dass sie daran glaubt, dass Gott es trotz allem gut mit ihr meine. Wie sie darauf kommt?
Sie sieht auch darin Gottes Handeln, dass es inzwischen wirksame Medikamente gibt.
Ich frage mich schon viele Jahre, warum Christen eigentlich Medikamente brauchen. Ist ja doch alles - so sagt man - von Gott gewollt. Entweder er heilt, dann tut er das, weil er will, dass man gesund wird. Oder er tut es nicht, dann muss man doch annehmen, dass er eben nicht will, dass man gesund wird. Darf man dann, sozusagen hinter Gottes Rücken, Medikamente nehmen und seinem Wirken nachhelfen?

So richtig unglaubwürdig wird's dann, wenn Gott zwar nicht geheilt hat, die Medikamente aber wirken und man gesund wird. Natürlich ist es dann Gott gewesen, der geheilt hat, Medikamente hin oder her.

Ich habe schon von jungen Paaren gehört, die einfach keine Kinder kriegen konnten. Alle Gebete haben nichts genutzt. Nach medizinischer Behandlung hat's dann geklappt. Halleluja, Gott hat ein Wunder bewirkt. Der behandelnde Arzt würde wahrscheinlich kommentieren: "Das war kein Wunder, das war eine logische Folge der Behandlung."

Ich kenne aus meiner Kirchen-Zeit einige, die behaupten, Gott hätte sie geheilt. In der Regel von Krankheiten und Beschwerden, von denen ich vorgängig nichts wusste. Noch nie habe ich erlebt, dass eine an MS erkrankte Person (ich kenne eine handvoll!) geheilt wurde. Aber Glaube versetzt bekanntlich Berge. Und wenn's nur in der Fantasie ist.

Dienstag, 28. Mai 2013

Spiel mir den Hund

Hinter der Bühne:

Frau Miller: "Wie bitte? Ich soll mich am Boden wälzen? Sind Sie bescheuert? Niemals!"

Starprediger Fred: "Ach, kommen Sie, Sie kriegen 500 Mäuse dafür."

Frau Miller: "500 Dollar?"

Fred: "Ja. Bar auf die Hand. Steuerfrei."

Frau Miller: "Und wenn sie es sagen, soll ich aufstehen und erschrocken tun?"

Fred: "Genau, nichts weiter."

Frau Miller: "Und was nochmals muss ich sagen von wegen Jesus und so?"

Fred: "Danken sie ihm laut, er hat sie dann schliesslich geheilt."

Auf der Bühne sieht das dann so aus:





Freitag, 10. Mai 2013

Blogger-Pause

Ich mach' mal Pause. Bin in einer Krise. Nur was das Schreiben betrifft. Soll üblich sein unter Bloggern. Vielleicht geht's bald mal wieder weiter. Vielleicht nicht. Wer weiss das schon. Und wen interessiert's. :-)

Sonntag, 5. Mai 2013

Meine Familie hat keine Ahnung.

Was in der Beschreibung zu diesem Blog steht stimmt haargenau. Und der skeptische Betrachter, der da erwähnt ist, bin ich schon lange. Mit lange meine ich Jahre. Ich würd' sagen, dass ich ziemlich genau  vor drei Jahren den Wechsel vom "gleichgültigen Mitläufer" zum "skeptischen Betrachter" und gar "aktiven Blogger" vollzog.

Mit meinen Eltern und anderen frommen Menschen habe ich bislang nicht darüber gesprochen. Bei Freunden deswegen, weil ich keinen Anlass sah. Beim frommen Teil der Familie hingegen, weil ich die wohl unweigerlich nachfolgenden Diskussionen scheue.

Ich war lange genug "dabei". Ich kenne die Denkmuster, ich kenne die Argumente. Und ich weiss, dass die, die glauben wollen, um nichts in der Welt davon abzubringen sind (was ja eigentlich auch nicht mein Ziel ist). Und ich kenne vor allem alle die billigen Standard-Pseudo-Erklärungen für all' diejenigen Dinge, die man ohne Standard-Pseudo-Erklärungen niemals erklären kann.

Aber irgendetwas in mir sagt mir, dass 2013 das Jahr sein wird, in dem sich ein paar Dinge klären. Unter anderem auch die irrtümlich Meinung meines Umfeldes, ich wäre schon noch irgendwie 'auf dem Weg mit Gott'. :-)

Und jetzt frag' ich mich gerade, warum ich das hier überhaupt schreibe. Hm.

Dienstag, 30. April 2013

Sprüche und Zitate

Früher betete ich für ein Fahrrad. Bis ich bemerkte, dass Gott so nicht funktioniert. Also habe ich eines geklaut und bat ihn um Vergebung.
--Autor unbekannt.

Donnerstag, 25. April 2013

Mormonen-Porno?

Sagt mir, dass das nicht wahr ist...

Findige Mormonen wollen einen Weg gefunden haben, wie auch Mormonen eine Art Porno konsumieren dürfen, was ihnen eigentlich nicht gestattet ist. Wie? In dem man Bilder von bekleideten Frauen so abbildet, dass sie aussehen, als wären sie eben nicht bekleidet.


Samstag, 20. April 2013

Neue Medien

"Ich ernenne euch nun zu Mann und Frau. 
Sie können nun Ihren Facebook-Status aktualisieren."

Montag, 15. April 2013

Atheistischer Pfarrer

Ah, da kommt ein spannendes Buch auf den (deutschen) Markt: Der Niederländer Klaas Hendrikse ist Pfarrer in einer reformierten Kirche. Und er glaubt nicht an Gott. Momen, doch, er glaubt an Gott. Aber er glaubt nicht, dass er existiert. Hä?

Jawohl, es ist genau so. Klaas ist der Meinung, dass es kein übernatürliches Wesen gibt, das die Welt erschaffen hat und seine Schäfchen leitet. Er ist waschechter Atheist.

Gleichzeitig glaubt er aber an Gott (ja, an den, der nicht existiert). Er sieht Gott nämlich nicht als Wesen, sondern mehr als zwischenmenschliche Ereignisse, Beziehungen etc.

Ja, wohl nicht ganz einfach zu erklären, deshalb hat der Herr Hendrikse ja auch ein Buch darüber geschrieben (das ich übrigens unbedingt lesen muss). Aber ich bin mir ziemlich sicher, dass ich genau weiss, was er meint. Weil ich ähnlich denke und fühle. (Nachtrag: Nach der Lektüre hat sich gezeigt, dass wir doch nicht gleich denken).

Beim Theologischen Verlag Zürich gibt's eine Leseprobe seines Buches. Und auf einem Schweizer Radiosender eine kleine Reportage.

Aktuell hat das Werk bei Amazon zwei vernichtende Bewertungen. So wie ich die Frommen kenne, könnte es aber auch gut sein, dass die beiden das Buch gar nicht gelesen haben. :-)

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Mittwoch, 10. April 2013

Stop praying

Ja, die lieben Gebete. Manchmal wirken Sie, manchmal nicht. Und manchmal gibt's halt Gebetskonflikte, weil der eine dies, der andere jenes erbittet. Darüber habe ich schon mal geschrieben.

Heute habe ich ein tolles Bild zum Thema gefunden. Auch wenn die Sache mit dem Schnee jetzt erstmal wieder für eine Weile vorbei ist, musste das jetzt sein.
"Wer auch immer für Schnee betet... bitte hör auf."

Freitag, 5. April 2013

Umtriebige Päpste

Noch nie war mir die katholische Kirche geheuer. Obschon das kirchliche Umfeld, das ich mich gewohnt bin bzw. war, streng genommen von eben dieser abstammt. Aus der katholischen wurde die reformierte und aus der die evangelikalen Freikirchen. Von daher müsste doch emotional zumindest ansatzweise eine Sympathie da sein. Oder haben sich die Kirchen in den paar hundert Jahren schon zu weit auseinander gelebt?

Manchmal tut es gut (oder auch nicht), sich an seine Wurzeln und Vergangenheit zu erinnern. Dann allerdings erinnert "man" sich auch an die düstere, sehr düstere Vergangenheit der katholischen Kirche (und nicht nur dieser). Eigentlich unfassbar, dass diese Organisation es geschafft hat, die ganzen Skandale, Reformationen und Aufklärungen zu überleben. Ein Wunder, dass eine Sekte mit solcher Vergangenheit nicht längst demontiert wurde.

Scheinbar ist der Mensch so sehr süchtig nach Sinn und Ideologie, dass er dafür in Kauf nimmt, für Macht und Luxus des Kirchen-Regimes zu blechen.

Der kürzlich auf 20min veröffentlichte Artikel "So toll trieben es die Päpste" liefert derart haarsträubende Informationen, dass man schon fast meint, in einem zweitklassigen Geschichtsroman zu sein. Was werden wohl in 50 oder 100 Jahren für Enthüllungen über die Päpste der heutigen Zeit bekannt?

Samstag, 30. März 2013

Die ganze Bibel in einem Jahr

Ich habe mir im Herbst 2012 vorgenommen, noch einmal die Bibel von vorne bis hinten durch zu lesen. Damals habe ich mir bewusst kein Ziel gesetzt, bis wann ich damit fertig sein will, weil ich einfach nicht jeden Tag dazu aufgelegt bin, mich in biblische Texte zu vertiefen.

Die Online-Bibel, die ich nutze, bietet jedoch sogenannte Lesepläne. Zwei davon zielen darauf ab, dass man innerhalb eines Jahres die Bibel gelesen hat. Aus besagten Gründen ist das mit den 365 Tagen nichts für mich. Einen der beiden Pläne habe ich mir jetzt aber dennoch mal abonniert. Und das nur aus dem einfachen Grund, weil diese Pläne nicht von 1. Mose bis Offenbarung der Reihe nach gehen, sondern jeweils aus allen Bereichen der Bibel ein, zwei Kapitel aufführen pro Tag.

Das hilft mir vielleicht doch etwas, vor lauter Langeweile das Projekt aufzugeben. Denn ich tue mich wahnsinnig schwer damit, mich zu motivieren, im Alten Testament der Reihe nach alle Geschichtchen zu lesen...

Montag, 25. März 2013

Oje, Franziskus

Der neu ernannte Boss der grössten Sekte soll in seiner ersten Messe davor gewarnt haben, nicht dem 'Weltlichen', sondern dem 'Göttlichen' nachzustreben. "Wer nicht zu Gott betet, betet zum Teufel."

Ja ja, klar. Und wer nicht tut, was die ach so gute katholische Kirche will, der ist ebenfalls des Teufels. Und wer kritisch über die Machenschaften der Kirchenobersten denkt, der ist der grössten Versuchung des Teufels erlegen.

Ich bete seit längerer Zeit nicht mehr zu Gott. Dank dem tollen Franziskus weiss ich jetzt, dass ich dann wohl zum Teufel bete. Auch, und das find' ich ja richtig spannend, wenn ich gar nicht bete.

Interessant.

*gähn*

Mittwoch, 20. März 2013

Begriffe erklärt: Konklave

Ich hab's ja seit jeher nicht so mit der katholischen Lehre. Die wenigen Male, die ich mich wegen einer Kommunion oder sonstigen Messe in einer katholischen Kirche aufgehalten habe, waren mir immer irgendwie beklemmend vorgekommen. Alles so streng nach Ritual, seltsame Gesänge, eine Sprache, die kaum einer der Anwesenden versteht.

Naja, jedenfalls kam man die letzten Wochen nicht darum herum, ein paar Begriffe aus dem Umfeld der weltgrössten Sekte zu lesen. Das zentrale Mysterium war der Begriff 'Konklave'. Und der wird in diesem Video nett und unterhaltsam erklärt. Für dieses Mal etwas spät, aber wird ja nicht der letzte Papa sein.


Freitag, 15. März 2013

Arche-Internetz

Irgendwie bin ich heute auf die Seite "Arche-Internetz" (mit dazugehörigem Forum) gestossen. Unglaublich, wieviel Zeit da gewisse Leute in so ein Satireprojekt zu stecken bereit sind.

Kennst du noch andere vergleichbare Seiten?

Montag, 11. März 2013

Beschneide dich oder stirb

Ich verstehe vieles nicht, was in der Bibel steht. Aber einige Verse sind nicht nur schwer zu verstehen, sie scheinen komplett bekloppt. Ich nenne sie 'Gaga-Verse'. Einer davon ist dieser:

9Doch auch du, Abraham, musst dich bei unserem Bund zu etwas verpflichten, und deine Nachkommen sollen sich ebenfalls daran halten: 10-11Alle Männer unter euch sollen an der Vorhaut ihres Gliedes beschnitten werden — als Zeichen dafür, dass ich mit euch einen Bund geschlossen habe. 12-13Bei allen männlichen Neugeborenen soll die Beschneidung am achten Tag durchgeführt werden. Das gilt auch für Sklaven, die ihr von den Ausländern gekauft habt, und für Sklaven, die bei euch geboren wurden. So tragt ihr an eurem Körper das Zeichen des Bundes, der nie aufhören wird. 14Wer sich nicht beschneiden lassen will, der muss aus dem Volk ausgeschlossen werden und sterben, denn er hat den Bund mit mir gebrochen.«
1. Mose 17, 9

Es geht hier um den Bund, den Gott angeblich mit Abraham schliesst und der geforderten Gegenleistung in Form der männlichen Beschneidung.

Ich lese folgendes aus diesen Versen:

  1. Gott hat aus irgendeinem unerfindlichen Grund die Idee, dass ihm der (von ihm erschaffene!) Mensch besser gefällt, wenn er beschnitten ist. Verstümmelung in Gottes Namen. War der Mensch denn vorher nicht gut genug?
  2. Es scheint in Gottes Augen normal, dass seine damaligen Gläubigen Sklaven hatten. Er hatte nichts dagegen. Also war er Befürworter der Sklaverei. Und es war für Gott ok, dass es Menschen zweiter Klasse gab, denn auch Kinder, die Sklaverei geboren wurden, waren Sklaven.
  3. Wer nicht beschnitten werden will (das kann dann ja nur ein Erwachsener sein, da die Kinder sich dagegen ja noch nicht wehren können), soll sterben. Entweder Vorhaut ab oder Kopf ab. Cooler Gott. 
Ich kann mir bei aller Fantasie nur eine Erklärung für diese Verse vorstellen. Nämlich die, dass da irgend ein Alpha-Tierchen (heute würde man ihn wohl Guru oder Sektengründer nennen) ein Ritual einführen wollte, das das Gefühl des zusammen Gehörens, des Dabeiseins vermitteln und festigen wollte. 

Kommt ein derart überirdisches Wesen, wie es Gott sein müsste, wirklich auf die Idee, zwecks irgend eines Bundes den Menschen eine Verstümmelung des gottgegebenen Körpers aufzubrummen? Klingt so die Idee eines Gotteswesens oder vielleicht doch eher die eines menschlichen Wesens, das scharf war auf Regeln?

Für mich ist der Fall ziemlich klar. 

Sonntag, 10. März 2013

Sorry, ich nenn' sie Gaga-Verse

Nach dem die sehr märchenhaften Geschichten von der Schöpfung über Adam, Kain, Noah und der Babel-Turm hinter mir liegen, geht's mit dem Lesen etwas flotter voran. Denn mit der Geschichte von Abraham und seinen Nachfolger bis Josef ist es etwas speziell. Die Geschichten erinnern zwar da und dort stark an frei erfundene Heldengeschichten, könnten aber weitestgehend auch wahr sein.

Um hier etwas schlüssiger argumentieren oder entscheiden zu können, müsste man archäologische und bibelferne Geschichtsbücher konsultieren und tief in die Materie abtauchen. Dazu habe ich einerseits keine Lust, andererseits ist mir die Zeit dafür zu schade. So kann ich komme ich zum Schluss, dass die Geschichten vielleicht wahr sind was die rein irdischen Geschehnisse anbelangen, vielleicht nicht. Ich sehe da aber auch mehr Mythos für das Volk Israel als schlaue Weisheiten für nichtjüdische Religionen.

Was mir zwischen Babel und Josef lediglich aufgefallen ist, sind einige Verse, die auf jeweils eigene Art völlig seltsam anmuten, komplett fehl am Platz erscheinen oder bei mir nur Kopfschütteln produzieren. Ich will niemanden verletzen, aber selbst nach langen Überlegungen ist mir kein schlauerer Name eingefallen als 'Gaga-Verse'. So nenne ich sie nun, die Verse, die ich nicht nur nicht verstehe, sondern die darüber hinaus einfach irgendwie total plemplem sind.

Den ersten schauen wir uns morgen an.

Dienstag, 5. März 2013

"Man muss nur beten..."

Da erzählt eine mittelaltrige Tante in der Kinderstunde davon, dass sie kürzlich krank war und "einfach nicht mehr richtig gesund werden wollte". Natürlich wollte sie schon, aber der Körper nicht. Weiter erzählt sie, dass sie nach Tagen (so wie sie erzählte klang's nach Wochen) endlich daran dachte, doch mal zu Gott zu beten, ihm ihre Situation hinzulegen und für Genesung zu beten. Und siehe da, am Folgetag fühlte sie sich schon besser.

Bei solchen Geschichten muss ich mich echt zusammen reissen. Nichts nahe liegender als das, dass sie sich wohl am Folgetag ohnehin besser gefühlt hätte, weil die Grippe einfach ausgestanden war.

Was mich aber komplett wütend macht: Im Kreise der Kinder, die ihr zuhörten, war mindestens ein mir bekanntes Mädchen, deren Mutter schwer erkrankte. Dieses Mädchen hat seit Wochen oder gar Monaten vermutlich nicht nur gebetet, sondern zu Gott gefleht, er möge ihre Mutter wieder gesund machen. Stattdessen wird sie vermutlich demnächst an den Folgen der Krankheit sterben.

Wie bescheuert muss man sein, wenn man die Kinder dahingehend "gehirnwäscht", dass ein Gebet alles richten kann, ohne eine Antwort parat zu haben, warum es halt auch Ausnahmen gibt. Und die gibt es nämlich zuhauf, ungefähr in 50% der Fälle. Das waren dann halt die Fälle, wo Gott einen anderen Weg vorgesehen hat, klar. Wieder die alte Geschichte....

Es gibt Tage, da wundere ich mich besonders, dass ich selber mal regelmässig und in voller Überzeugung, dass das was bewegt, gebetet habe.

Dienstag, 26. Februar 2013

Verwirrende Sprachverwirrung, Teil 2

<<hier geht's zum 1. Teil

Im fünften Vers der Babel-Geschichte wird in meinen Augen der klare Hinweis erbracht, dass es sich bei der Geschichte um eine antike Kindergeschichte handelt, die erklären sollte, warum die Menschen verschiedene Sprachen reden.

Da kam der Herr vom Himmel herab, um sich die Stadt und das Bauwerk anzusehen, das sich die Menschen errichteten.
-- 1. Mose 11, 5

Es mutet schon fast lächerlich an, wenn man sich das vorstellt: Der allwissende Gott über allem klettert die Strickleiter vom Himmel runter um sich vor Ort mal ein Bild von den Geschehnissen zu machen. So jedenfalls stell' ich mir das vor, wenn ich diesen Vers lese.

In den nächsten beiden Versen ist die Rede davon, dass Gott irgendwie "Schiss" zu haben schien.

6Er sagte: »Sie sind ein einziges Volk mit einer gemeinsamen Sprache. Was sie gerade tun, ist erst der Anfang, denn durch ihren vereinten Willen wird ihnen von jetzt an jedes Vorhaben gelingen! 
-- 1. Mose 11, 6

"Was sie tun, ist erst der Anfang." Da liest man ernsthafte Bedenken heraus. Was hätte das Nächste nach dem mächtigen Turm sein können? Geht für Gott eine Bedrohung von einem solchen Turm aus? Vielleicht ja, aber nur nach dem Verständnis der damaligen Zeit. Denn man sollte bedenken, dass man sich damals klar war, dass die Erde eine Scheibe sei und der Himmel in einer bestimmten Distanz zu ihr sein muss. Nach diesem Verständnis wäre es natürlich zumindest in der Theorie denkbar, dass die Turmspitze zu Gott hoch reicht.

Nun wissen wir heute aber, dass das Humbug ist. Denn so hoch wie die aktuellsten Rekordhäuser war der Turm von Babylon mit ziemlicher Sicherheit nicht. Und schon ganz sicher nicht so hoch wie Flugzeuge fliegen oder gar Space Shuttles hingleiten. Wäre ein von Menschenhand gebauter Turm eine ernsthafte Bedrohung für Gott, dann hätten wir ihn mittlerweile wohl antreffen müssen auf einer der vielen Mond-, Weltall- oder Marsmissionen.

Das ist aber nicht der Fall. Also konnte auch der Turm keine Gefahr sein. Also kann die Geschichte eigentlich nur der Fantasie eines damaligen Geschichtenschreibers entsprungen sein, dem das Wissen, das heute als selbstverständlich gilt, eben noch nicht haben konnte.  Denn heute gelingen uns Vorhaben, von denen die Menschen von damals noch nicht einmal zu träumen wussten.

Wie uns die Geschichte erzählt, ist daraufhin Gott mit noch jemandem, der nicht weiter beschrieben ist, hinuntergestiegen und hat ihre Sprachen verwirrt. Auch hier könnte man sich natürlich wiederum fragen, weshalb ein allmächtiger Gott hierfür runtersteigen muss, während er die Welt mit seinem blossen Wort geschaffen hat. Aber vermutlich klingt es einfach besser.

Oder das Kind, dem diese Gutenacht-Geschichte erzählt wurde, konnte es besser verstehen.

Montag, 25. Februar 2013

Verwirrende Sprachverwirrung, Teil 1

Die Erzählung rund um den Turmbau zu Babel ist wohl eine der bekanntesten biblischen Geschichten. Geschichte ist dabei schon übertrieben, sind es doch gerade mal neun Verse. Und alle bergen sie für den kritischen Leser Fragezeichen, während sie eigentlich nichts aussagen. Doch schauen wir sie der Reihe nach an.

1Damals sprachen die Menschen noch eine einzige Sprache, die allen gemeinsam war.
-- 1. Mose 11, 1


Nun, man darf davon ausgehen, dass die Geschichte vom Turmbau nach Noah und der Sintflut stattfand. Hätte sie vorher statt gefunden (was rein von der biblischen Einordnung nicht logisch wäre), wäre die Sprachverwirrung ja durch die Vernichtung aller ausser Noahs Familie hinfällig geworden. Also, der babylonische Turm war nach Noah. 

Blättern wir nur eine hauchdünne Seite in der Bibel zurück, lesen wie davon, dass sich die drei Noah-Söhne Sem, Ham und Japhet mit ihrem Nachwuchs zu Völker entwickelten. Und - Achtung - ein jedes seine Sprache hatte. 

Mittwoch, 20. Februar 2013

Noachidische Gebote

Irgendwie machen es die Juden clever, zumindest was die Religion und Heilsgewissheit angeht. Während sie selbst ziemlich arg dran sind, sprich einen ganzen Haufen von Gesetzen und Geboten zu beachten haben, müssen nach ihrem Verständnis die Nicht-Juden lediglich eine handvoll Gebote einhalten um gerettet zu sein.

Die Noachidischen Gebote sind zudem noch fast alle so formuliert, dass sie in funktionierenden Gesellschaften mit einem Funken Ethik und Moral ohnehin verlangt werden:

  • Verbot von Mord 
  • Verbot von Diebstahl 
  • Verbot von Götzenanbetung 
  • Verbot von Unzucht 
  • Verbot der Brutalität gegen Tiere 
  • Verbot von Gotteslästerung 
  • Einführung von Gerichten als Ausdruck der Wahrung des Rechtsprinzips
Natürlich, über die Punkte betreffend Gotteslästerung bzw. Götzenanbetung müsste man noch vertieft diskutieren. Und ich bin mir sicher, dass das die Gelehrten des jüdischen Glaubens auch längst getan haben. Und die haben bestimmt auch schon geregelt, was unter "Brutalität gegen Tiere" fällt. Die Schächtung ist da bekanntlich nicht dabei. 

Worauf ich allerdings hinaus will: Nach Ansicht der Juden können nicht nur Juden errettet werden, sondern auch jeder Andersgläubige, der zumindest eben diese Noachidischen Gebote einhält. Somit haben die Juden nicht den bescheuerten Zwang, die ganze Welt zu ihrem Glauben bekehren zu müssen. 

Leider funktioniert das bei den Christen nicht. Denn hier kann ja auch denen vergeben werden, die gesündigt (gemordet, gestohlen, betrogen, ...) haben. Aber, und jetzt kommt eben das "Problem", man muss es ihnen sagen. Denn von alleine wissen die ja vielleicht nicht, dass "Jesus auch für ihre Sünden gestorben ist". Man ist also zur 'Mission' im weiteren Sinne gezwungen. 

Wie gesagt, die Juden machten das irgendwie cleverer. :-)

Quelle u.a.: Wikipedia


Freitag, 15. Februar 2013

Weisheiten aus den Weltreligionen

Auch wenn ich je länger je mehr davon überzeugt bin, dass Religion mit Märchen und Fantasy im gleichen Atemzug genannt werden sollte, bin ich sehr wohl der Meinung, dass ein Funken Wahrheit bzw. Weisheit dabei ist. Das gilt für die Religionen genauso wie für die Märchen und Fantasy-Geschichten.

Sehr bezeichnend hierfür deshalb ein Buch, das ich kürzlich in einer Buchhandlung entdeckte:

"Weisheitsgeschichten aus den Weltreligionen - Antworten auf die Fragen des Lebens"

Ob darin dann auch wirklich die Lebensfragen allesamt beantwortet werden, sei dahin gestellt. Aber das Buch ist ein schönes Symbol dafür, dass vermutlich jede Religion ihre Daseinsberechtigung oder zumindest ihre Begründung hat und demjenigen etwas zu lehren vermag, der sich dafür öffnet.

Interessanterweise hat das Buch eine (christliche) Nonne geschrieben.

Ich habe mir das Buch nicht gekauft, weil ich zu Hause von besagtem Buchladen noch einen Gutschein rumliegen habe. Wenn ich nächstes Mal mit Gutschein bewaffnet dort bin und das Buch noch verfügbar ist, werde ich zuschlagen.

Hier kann man sich das Buch bei Thalia Schweiz, Thalia Deutschland oder Amazon bestellen.

Sonntag, 10. Februar 2013

Nochmals Noah...

Wir kennen heute mehr als eine Million Tierarten. Seit Noahs Zeiten dürften einige zusätzliche ausgestorben sein, müssten aber auch auf der Arche vertreten gewesen sein. Ich habe zu wenig mathematische Ambitionen, das auszurechnen, aber gefühlsmässig würd' ich sagen, dass nicht annähernd soviel Tiere auf der Arche Platz hatten, zumal unter den damals lebenden Tieren ja auch einige äusserst wuchtige, heute ausgestorbene Lebewesen gewesen sind.

Einige Tiere dieses Planeten sind stark auf die klimatischen Umstände empfindlich. Befand sich die Arche in einer Multi-Klima-Zone oder war es einfach Glück, die kälteliebenden Tiere ebenso überlebten wie die Hitzetierchen?

Einige Tiere in Noahs Arche standen auf dem Speiseplan anderer ebenfalls anwesender Tiere. Da musste Noah wohl da und dort mehr als nur ein Paar mitnehmen, um die hungrigen Mäuler zu stopfen.

Nach der Sintflut waren alle Tiere, ausser die in der Arche, vernichtet. Wie nochmals haben danach Eisbären selbständig zum Pol, Bisions in die Prärie oder Krokodile und Affen in den Dschungel gefunden? Und wie schafften es die beiden Gazellen bis Afrika, ohne unterwegs von den Löwen mit gleicher Destination gefressen zu werden?

Dienstag, 5. Februar 2013

Noah

Es ist eine Weile her, seit ich zum letzten Mal an meinem Projekt, noch einmal die Bibel zu lesen, vorwärts gemacht habe. Dazwischen gab's ein paar Erlebnisse und Gedanken, die mir einen Blogeintrag waren. Aber gerade habe ich wieder etwas weiter gelesen. Inzwischen bin ich bei Noah angelangt.

Noah und seine Arche - eine Geschichte, die wohl entstanden ist, weil ein alter Mann versuchte, seinem Enkel zu erklären, woher der Regenbogen kommt. Ich kann mir vorstellen, dass damals noch nicht bekannt war, warum er Regenbogen in den schönsten Farben erscheint und sich eben wie ein Bogen über die Welt spannt. Heute ist das physikalisch erklärt. Und wenn es VOR der Sintflut keinen Regenbogen gab, dann müssten davor andere physikalische Grundgesetze geherrscht haben.

Versuche ich, der Geschichte um Noah und seine Familie etwas mehr Gewicht zuzustehen, dann tauchen unverzüglich viele Fragen auf. Einige davon sind äusserst wesentlich, andere lediglich erstaunt. So zum Beispiel die Tatsache, dass auf der ganzen Welt, wirklich überall, kein einziger Mensch zu finden war, der Noah in Sachen Gottesfurcht, Glaube etc. auch nur das Wasser hätte reichen. Natürlich, rein theoretisch nicht unmöglich, aber doch sehr erstaunlich, nicht?

Einen eher wesentlichen Punkt hingegen sprechen die Verse in 1. Mose 6, 5-7 an:

5Der Herr sah, dass die Menschen voller Bosheit waren. Jede Stunde, jeden Tag ihres Lebens hatten sie nur eines im Sinn: Böses planen, Böses tun. 6Der Herr war bekümmert und wünschte, er hätte die Menschen nie erschaffen. 7»Ich werde die Menschen und mit ihnen die Tiere wieder vernichten!«, sagte er. »Es wäre besser, ich hätte sie gar nicht erst erschaffen.«

Das ist also das Werk eines allmächtigen, perfekten, genialen, über-allem-stehenden Gott? Einer, der sein Werk bereut, sich wünschte, uns nie geschaffen zu haben. Ein Pfuscher? Sicher jedenfalls kein geniales Werk, wenn ihr mich fragt.

Mittwoch, 30. Januar 2013

Neues Buch: Schwer zu glauben

Ein Senior aus Hamburg hat ein Buch geschrieben, das glatt in ein paar Jahren von mir hätte sein können. In "Schwer zu glauben! Gott, unser fiktives Leittier." provoziert er bewusst und gezielt dazu, die eigenen Glaubensmuster zu hinterfragen.

Laut Autorenprofil schätze ich mal, dass Herr Kröger ähnlich aufgewachsen ist, wie ich. Immer um Christen rum, von klein auf sozusagen auf Christ geimpft, aber immer mit leisen Zweifeln im Hinterkopf... Ja ja.

Das Buch muss ich haben.

Sonntag, 27. Januar 2013

Wünsch' dir was von Gott II

Nachdem der letzte Wunsch an Gott kläglich in die Hose ging, habe ich einen zweiten Versuch gewagt und die ProChrist-Beter nochmals um ein Gebet gebeten. Mein Wunsch an Gott ist diesmal inspiriert von verschiedenen Vorkomnissen im alten Testament, bei denen Männer einen klaren Beweis für Gott oder einen Auftrag Gottes wünschten. Es waren allemal Wünsche, deren Erfüllung keinesfalls zufällig sein konnte und deshalb ein klarer Wink Gottes sein mussten. So in die Richtung geht mein Wunsch:
Ich wünsche mir endlich einen eindeutigen Beweis für Gottes Existenz. Keinen emotionalen oder philosophischen, einen handfesten, der keinen anderen Schluss zu lässt, als dass da ein Gott ist.
An sich müsste man meinen, dass dies für einen allmächtigen Gott kein Problem darstellen sollte. Und mir ist auch kein Grund klar, weshalb er einen solchen Beweis nicht erbringen sollte. Aber eben, es wäre kein Wunsch, wenn er's schon getan hätte.

Hier die Antwort von Manfred, Beter im Auftrag von ProChrist:

Freitag, 25. Januar 2013

Fehlt dem Papst Gottvertrauen?


Ja, warum eigentlich muss sich der Papst mit zentimeterdickem Panzerglas schützen? Von sehr viel Gottvertrauen zeugt das nicht gerade.

Übersetzung: Weil nichts dein Vertrauen in Gott so gut zeigen kann wie zehn (?) Zentimeter dickes Panzerglas.