Dienstag, 15. Januar 2013

Warum einige Gebete "erhört" werden.

Wenn zwei Bauern für das Wetter nächste Woche beten und sich der eine Regen, der andere eine trockene Woche 'wünscht', ist die Chance gross, dass zumindest einer der beiden eine Gebetserhörung erlebt. Das ist dann einer, der am nächsten Sonntag in der Kirche nach vorne geht und ein sogenanntes Zeugnis gibt, wie Gott sein Gebet erhörte. Die Gemeinde frohlockt: "Halleluja, gross ist der Herr, er erhört unsere Gebete."

Zwei Punkte werden dabei missachtet:

  1. Der andere Bauer hat für gegenteiliges Wetter gebetet. Warum wurde er nicht erhört? Das bedarf eigentlich einer Erklärung. Weil der zweite Bauer aber schweigt, erfährt die Gemeinde nur die erhörten Gebete.
  2. Es fehlt der Beweis dafür, dass ohne Gebet das Wetter anders geworden wäre. Dieser Beweis ist nicht zu erbringen. In unserem Beispiel wäre hingegen die Tatsache, dass jemand anders um etwas Gegenteiliges gebetet hat, wohl ein klarer Hinweis dafür, dass es eben Zufall bleibt und nichts mit den Gebeten zu tun hat. 
Natürlich ist das ein fiktives Beispiel, um zu veranschaulichen, warum man oftmals von Gebetserhörung spricht, dabei aber eigentlich einfach Glück gehabt hat. 

Skydaddy geht das Thema auch noch von einer spannenden Seite an. Sein Beitrag hat mir so gut gefallen, dass ich ihn hier in meinen eigenen Worten auch noch unterbrachte.

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