Dienstag, 5. Februar 2013

Noah

Es ist eine Weile her, seit ich zum letzten Mal an meinem Projekt, noch einmal die Bibel zu lesen, vorwärts gemacht habe. Dazwischen gab's ein paar Erlebnisse und Gedanken, die mir einen Blogeintrag waren. Aber gerade habe ich wieder etwas weiter gelesen. Inzwischen bin ich bei Noah angelangt.

Noah und seine Arche - eine Geschichte, die wohl entstanden ist, weil ein alter Mann versuchte, seinem Enkel zu erklären, woher der Regenbogen kommt. Ich kann mir vorstellen, dass damals noch nicht bekannt war, warum er Regenbogen in den schönsten Farben erscheint und sich eben wie ein Bogen über die Welt spannt. Heute ist das physikalisch erklärt. Und wenn es VOR der Sintflut keinen Regenbogen gab, dann müssten davor andere physikalische Grundgesetze geherrscht haben.

Versuche ich, der Geschichte um Noah und seine Familie etwas mehr Gewicht zuzustehen, dann tauchen unverzüglich viele Fragen auf. Einige davon sind äusserst wesentlich, andere lediglich erstaunt. So zum Beispiel die Tatsache, dass auf der ganzen Welt, wirklich überall, kein einziger Mensch zu finden war, der Noah in Sachen Gottesfurcht, Glaube etc. auch nur das Wasser hätte reichen. Natürlich, rein theoretisch nicht unmöglich, aber doch sehr erstaunlich, nicht?

Einen eher wesentlichen Punkt hingegen sprechen die Verse in 1. Mose 6, 5-7 an:

5Der Herr sah, dass die Menschen voller Bosheit waren. Jede Stunde, jeden Tag ihres Lebens hatten sie nur eines im Sinn: Böses planen, Böses tun. 6Der Herr war bekümmert und wünschte, er hätte die Menschen nie erschaffen. 7»Ich werde die Menschen und mit ihnen die Tiere wieder vernichten!«, sagte er. »Es wäre besser, ich hätte sie gar nicht erst erschaffen.«

Das ist also das Werk eines allmächtigen, perfekten, genialen, über-allem-stehenden Gott? Einer, der sein Werk bereut, sich wünschte, uns nie geschaffen zu haben. Ein Pfuscher? Sicher jedenfalls kein geniales Werk, wenn ihr mich fragt.

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