Freitag, 5. April 2013

Umtriebige Päpste

Noch nie war mir die katholische Kirche geheuer. Obschon das kirchliche Umfeld, das ich mich gewohnt bin bzw. war, streng genommen von eben dieser abstammt. Aus der katholischen wurde die reformierte und aus der die evangelikalen Freikirchen. Von daher müsste doch emotional zumindest ansatzweise eine Sympathie da sein. Oder haben sich die Kirchen in den paar hundert Jahren schon zu weit auseinander gelebt?

Manchmal tut es gut (oder auch nicht), sich an seine Wurzeln und Vergangenheit zu erinnern. Dann allerdings erinnert "man" sich auch an die düstere, sehr düstere Vergangenheit der katholischen Kirche (und nicht nur dieser). Eigentlich unfassbar, dass diese Organisation es geschafft hat, die ganzen Skandale, Reformationen und Aufklärungen zu überleben. Ein Wunder, dass eine Sekte mit solcher Vergangenheit nicht längst demontiert wurde.

Scheinbar ist der Mensch so sehr süchtig nach Sinn und Ideologie, dass er dafür in Kauf nimmt, für Macht und Luxus des Kirchen-Regimes zu blechen.

Der kürzlich auf 20min veröffentlichte Artikel "So toll trieben es die Päpste" liefert derart haarsträubende Informationen, dass man schon fast meint, in einem zweitklassigen Geschichtsroman zu sein. Was werden wohl in 50 oder 100 Jahren für Enthüllungen über die Päpste der heutigen Zeit bekannt?

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