Donnerstag, 20. Juni 2013

Erst fördern, dann töten

Es deutet ja, so sagen die Studierten, einiges darauf hin, dass die Mose-Bücher von verschiedenen Autoren geschrieben und ergänzt wurden im Laufe der Zeit.

Der Typ, der den Teil mit der Regelung, dass Unbeschnittene sterben müssen, geschrieben hat, ist wohl auch für den Gaga-Vers von heute zuständig. Vermutlich ihm beim Lesen der Mose-Legende aufgefallen, dass der ja als Ägypter aufwuchs und somit wohl nicht beschnitten war. Geht ja gar nicht, dass Gott ausgerechnet so einen schickt, die Israeliten zu retten. Also hat besagter Autor wohl zur Feder (oder was auch immer) gegriffen und drei Verse eingefügt.

Drei Verse, die mir in meinen vielen Jahren als Christ nie jemand zu erklären versucht hat. Weil man die wohl mit Menschenverstand gar nicht erklären kann.
24Als Mose und seine Familie unterwegs in einer Herberge übernachteten, fiel der Herr über Mose her und wollte ihn töten. 25Da nahm Zippora rasch einen scharfen Stein, schnitt die Vorhaut am Glied ihres Sohnes ab und berührte damit Moses Füße. Dann sagte sie zu ihm: »Du bist mein Blutsbräutigam!« 26Da verschonte Gott Moses Leben. Zippora hatte Mose »Blutsbräutigam« genannt, weil sie ihren Sohn beschnitten hatte.
2. Mose 4, 24-26
 

Man stelle sich das mal vor: Gott hat gerade eben etwas mühsam Moses davon überzeugen können, dass er nach Ägypten und mit dem Pharao reden soll. Kaum ist Moses endlich soweit, dass er damit einverstanden ist, kommt Gott und versucht, ihn zu töten. Sehr einleuchtend, oder?

Glücklicherweise schnallt Zippora, Moses Frau, um was es geht. Geistesgegenwärtig zupft sie den Sohn aus dem Bett, hält seinen Schniedelwutz und - ritsch-ratsch - schneidet mal schnell mit einem Stein die Vorhaut ab.

Ich bin mir nicht sicher, aber ich denke, das tut ganz schön weh. Von Narkose liest man nämlich nichts,  Propofol wird auch nicht grad rumgelegen sein. Der verstümmelte Kleine wird also schreien wie am Spiess und Schmerzen leiden während das Blut von seinem Penis tropft.

Mit der blutigen Vorhaut, die sie eben abgeschnitten hat, geht Zippora zu den Streithähnen, von denen einer angeblich Gott war. Sie hält Mose die abgeschnittene Vorhaut an die Füsse und sagt, er wäre ihr Blutsbräutigam (was immer damit gemeint ist, muss ich mal nachforschen).

Schon klar, da kann Gott natürlich gar nicht mehr anders als von seinem Vorhaben, Moses umzubringen, abzukommen.

Doch, ich muss sagen, je länger ich darüber nachdenke, diese Verse machen absolut Sinn... nicht! Gaga-Verse par excellence.

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