Mittwoch, 25. September 2013

Erich von Däniken ist peinlichkeitsresistent

Eine blühende Fantasie und eine grosse Klappe genügen hierzulande offenbar, um sich "einen Namen zu machen". Einen schlechten allerdings, würde man vermuten. Doch das ist bei Erich von Däniken nur bedingt der Fall. Zwar gibt es wohl grosse Teile der Bevölkerung, die über den selbsternannten "Ufo & Co" Experten nur schmunzeln können. Aber die Medien, die sich der Auflagen willen selber gerne etwas vorlaut und reisserisch geben, nehmen Herrn von Dänikens "fundiertes Fachwissen" gerne immer wieder in Anspruch.

Ein Mischwesen soll es sein, die Mumie, die im deutschen Diepholz gefunden wurde. Ganz eindeutig, meinte Erich von Däniken. Halb Mensch, halb Tier. Vielleicht sogar etwas dämonisches:

Freitag, 20. September 2013

Die Kirche löst sich selber auf

Gerade habe ich einen Text gelesen, der nebenbei von der katholischen Kirche fordert, eine Frau als Papst zu wählen. Der Schreiber dieses Textes vermutet, dass es nie soweit kommen wird. Ich persönlich bin da anderer Meinung.

Auch die Kirche kann sich der aufklärenden Entwicklung der allgemeinen Menschheit nicht komplett verschliessen (auch wenn sie das gerne täte). Die Vergangenheit zeigt dies deutlich im Grossen und Kleinen. So ist es noch gar nicht so lange her dass die Kirche behauptete (und jeden anders Denkenden verfolgte), die Erde wäre eine Scheibe und der Mittelpunkt des Universums. Auch hat die Kirche vor nicht langer Zeit noch Menschen verfolgt, verhaftet, gefoltert und getötet, die vom Glauben weg kamen oder andersgläubig waren.

Die Kirche hat sich also entwickelt (wenn auch nicht besonders schnell) und sich neuen Situationen angepasst. Ich kann mich erinnern, dass in der Freikirche, in der ich "zu Hause" war, elektrisch verstärkte Musik verdammt wurde. Schlagzeug sowieso. Heute klingt der Worship-Teil eines Gottesdienstes häufig rockiger als früher die verbotene Musik. Eine Frau, die predigt? Vor zwanzig Jahren undenkbar, heute zwar noch selten aber immerhin mehrmals vorgekommen.

Sonntag, 15. September 2013

Ich bin.. äh... also, hm... Atheist (Teil 2)

Im ersten dieses zweiteiligen Beitrags habe ich meinen Weg vom Christen über den Agnostiker zum Atheisten in Kurzform erzählt. Dabei habe ich die Bedenken (ich habe auch das Wort Angst erwähnt), mich offenkundig zu distanzieren. Das hat ausschliesslich soziale Gründe; Kontakte, die ich an sich mag, könnten abbrechen.

Doch da gibt's noch etwas anderes, was man als Angst oder Unsicherheit bezeichnen könnte. Obschon ich tief in mir drin überzeugt bin, ein Atheist zu sein, fällt es mir schwer, mich öffentlich als einen solchen zu bezeichnen. Jedes Mal, wenn ich sage oder denke: Ich bin Atheist, habe ich ein ganz seltsames Gefühl.

Freitag, 6. September 2013

Angstmacherei

5Wirf dich nicht vor solchen Götterfiguren nieder, bring ihnen keine Opfer dar! Denn ich bin der Herr, dein Gott. Ich dulde keinen neben mir! Wer mich verachtet, den werde ich bestrafen. Sogar seine Kinder, Enkel und Urenkel werden die Folgen spüren! 6Doch denen, die mich lieben und sich an meine Gebote halten, bin ich gnädig. Über Tausende von Generationen werden auch ihre Nachkommen meine Liebe erfahren.
-2. Mose 20, 5-6

Fairplay wurde wahrlich nicht von Gott erfunden. Dass diejenigen, die ihm nicht die gewünschte Aufmerksamkeit erbringen, bestraft werden, mag verständlich sein.

Dass aber nicht nur er, sondern auch seine unbeteiligten Kinder bestraft werden, mutet schon seltsam an. Aber dabei bleibt es nicht: Auch die Enkel und sogar noch die Urenkel sollen darunter leiden, wenn jemand Gott verachtet.

Wenn man sich mal vor Augen führt, was man normalerweise in Sekunden überliest, dann sollten schon ein paar Runzeln auf der Stirn auftauchen. Da sollen aufgrund des Fehlverhaltens eines Einzelnen Menschen leiden, die zum Zeitpunkt des Fehlverhaltens möglicherweise noch nicht einmal leben.

Eine solche Aussage kann nur den Grund haben, den Gläubigen der damaligen Zeit Angst zu machen. Angst ist ein bewährtes Mittel, um (Leicht-)Gläubige zu beeinflussen. Mit der Theorie eines liebenden Gottes hat dies jedenfalls nichts zu tun.


Sonntag, 1. September 2013

Interview mit Richard Dawkins

Bleiben wir noch kurz bei Dawkins... Die Schweizer Sendung Sternstunde hatte im 2010 den Herrn Dawkins im Studio. Die hübsche Moderatorin schafft es dabei zwar nicht, beim Thema, dem damals erschienenen Buch 'Die Schöpfungslüge' zu bleiben, und wirkt auch sonst manchmal etwas unbeholfen. Die Souveränität von Dawkins macht das aber wett. Der Typ ist schon beeindruckend, in welcher Ruhe und rhetorischer Sicherheit er seine Statements bringt. Hut ab.