Samstag, 5. Oktober 2013

Ironie im Kinderheft?!

Aus dem gleichen Heft wie im vorherigen Post stammt das Beispiel für den zweiten Tag der Kinderwoche. Beim Durchlesen stellt man sich unweigerlich die Frage, ob da Ironie im Spiel. Natürlich kaum. Sondern nur wieder eine Super-Fantasie, die irgendwie den Rank findet und das negative Beispiel zu einem positiven werden lässt.

Rein objektiv betrachtet klingt diese Seite schon sehr zynisch:

Unter dem Titel "Gott lässt mich nicht im Stich" steht folgender Text:

20»Nennt mich nicht länger Noomi «, erwiderte sie, »nennt mich Mara, denn Gott, der Allmächtige, hat mir ein schweres Schicksal auferlegt: 21Als ich von hier fortzog, hatte ich alles, was man sich nur wünschen kann. Jetzt lässt mich der Herr mit leeren Händen zurückkehren. Warum nennt ihr mich also noch Noomi? Der Herr hat sein Urteil gegen mich gesprochen; er, der Allmächtige, hat mir bitteres Leid zugefügt.« 22Als Noomi mit ihrer moabitischen Schwiegertochter Ruth nach Bethlehem kam, begann gerade die Gerstenernte. 
Rut 1, 20-22

Na, wenn das mal nicht ein toller Beweis ist, dass Gott mich nicht im Stich lässt...

Der Vollständigkeit halber wollen wir auch hier noch die Wiederholungsfrage, die übrigens jeden Tag erscheint, beantworten.

Frage: Was bedeutet das für mich?

Antwort: Es zeigt mir, dass ich mich keinesfalls 100% auf Gottes Hilfe unterstützen kann. Er hat Noomi nicht nur im Stich gelassen, sondern ihr auch Leid zugefügt. Wie kann ich von so einem Gott erwarten, dass er ausgerechnet mich nicht im Stich lässt? Oder ist der Text etwa nicht wörtlich zu nehmen?


Keine Kommentare:

Kommentar veröffentlichen