Donnerstag, 28. November 2013

Was hilft das Gebet?

Ich möchte nochmals auf einen Beitrag von letzter Woche zurück kommen, und zwar auf die Sache mit der Gebetserhörung. Wer weniger religionsafin ist, wird das dazugehörige Diagramm kurz gelesen und vielleicht mit einem Lächeln quittiert haben. Christen, wie diejenigen aus meinem Umfeld, sollte sich das aber ein zweites und drittes Mal genau anschauen.

Für mich war die Erkenntnis, dass das Nicht-Eintreten einer Gebetserhörung mit der erwähnten Standardbegründung abgetan wird, mit einer der wesentlichen Gründen, mir mal etwas differenzierter Gedanken über meinen Glauben zu machen.

Die Tatsache, dass trotz dutzendfachem oder gar hundertfachem Gebet ein Kranker nicht geheilt, eine junge Frau nicht schwanger oder jemand arbeitslos bleibt, ist zuallererst mal der Beweis, dass Gebet nicht einwandfrei funktioniert.

Gleichzeitig werden Gebete nicht erhört, wenn sie nicht Gottes vorbereitetem Weg entsprechen. Denn damit erklären Christen ja das Scheitern ihrer Gebete. Die Enttäuschung ist natürlich riesig und so richtig erklären kann es sich niemand, dass Gott jetzt tatsächlich nicht hingehört hat und kein Wunder geschah. Irgendeine Erklärung muss hin. Es bleibt nur die Möglichkeit, dass Gott etwas anderes vorhat.

Es ist natürlich schön, wenn sich damit jemand ernsthaft trösten kann. Aber es bedeutet, dass wir uns jegliche Gebete ersparen können. Wenn ein Gebet nicht wirkt, wenn es nicht deckungsgleich mit Gottes Weg ist, dann braucht es kein Gebet. Es geschieht einfach Gottes Wille.

Dem Freund, dem ich als erster erzählt habe, dass ich mit Religion und Gott abgeschlossen habe, habe ich dieses Beispiel erzählt. Er hat nur nachdenklich genickt ohne auch nur ansatzweise zu widersprechen.

Ich bete hoffe, dass er den Gedanken weiter denkt.

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