Freitag, 15. November 2013

Wie man mit seiner Tochter Geld verdient

Denken wir mal kurz an die gute alte Zeit. Die ganz alte Zeit, meine ich. Die Zeit, als das, was im alten Testament steht, entstanden war. Es war eine düstere Zeit. Jedenfalls für Frauen. Alles drehte sich um Männer. Ist schon nicht so toll, wenn man ausgerechnet in einer solchen männerdominierten Kultur eine Tochter als Nachwuchs bekommt.

Um das Leiden des Vaters in einem solchen Fall etwas zu lindern, hat Gott einen Trostpreis in sein heiliges Wort eingebaut. Wenn der Papa schon die Schmach ertragen muss, eine Tochter zu haben, dann soll er wenigstens finanziell etwas davon haben. 

Man musste lediglich dafür sorgen, dass die eigene Tochter von einem Typen verführt wurde und er mit ihr schläft. Laut Bibel muss er sie dann nämlich heiraten und den Brautpreis bezahlen. 

Noch besser ist's, wenn der Vater sich weigert, dem Typen seine Tochter zur Frau zu überlassen. Dann muss der arme Kerl nämlich trotzdem bezahlen. So geht das. 

Ist man eigentlich schon Zuhälter, wenn man nur einmal... Ach, lassen wir's. *kopfschüttel*

15»Wenn ein Mann ein Mädchen, das noch nicht verlobt ist, verführt und mit ihr schläft, muss er den Brautpreis für sie bezahlen und sie heiraten. 16Falls sich ihr Vater aber weigert, sie ihm zur Frau zu geben, muss der Mann ihm dennoch den Brautpreis bezahlen, der einer Jungfrau angemessen ist.«
2. Mose 22, 15+16



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