Montag, 30. Dezember 2013

Etwassismus: Ich nicht

Es ist genau ein Jahr her, da habe ich davon geschrieben, dass ich mich irgendwo zwischen Etwassismus und Atheismus sehe. Stimmt heute nicht mehr.

Ich bin heute davon überzeugt - so sehr man eben von etwas überzeugt sein kann, das man letztlich nicht 100% abschliessend sagen kann - dass es da draussen nichts gibt, das uns, die Welt, den Lauf der Dinge bestimmt und kreiert hat.

Ich sehe mich heute als Atheisten, meinetwegen mit agnostischen Tendenzen. Ich kann, so klein und dumm ich bin, nicht abschliessend sagen, ob irgendwo nicht doch noch irgendetwas ist. Aber ich sehe, dass so ziemlich alles, was ich verstehe, dagegen spricht. Die agnostische Zusatzbezeichnung lasse ich also mehr aus Fairness den Theisten und Kreationisten gegenüber.

Schliesslich war ich lange einer von ihnen. Bis ich anfing zu denken. ;-)

Freitag, 27. Dezember 2013

Erhole dich oder stirb!

14Darum achtet den Sabbat als einen heiligen Tag! Wer ihn entweiht, muss sterben. Jeder, der am Sabbat irgendeine Arbeit verrichtet, soll aus meinem Volk ausgestoßen und getötet werden.
2. Mose 31, 14

Der Vorläufer der heutigen Kirche, die Sektengemeinschaft um Moses gerade erst entwickelten Israeliten-Gott, hatte offenbar schon damals ein Problem: Die Menschen schenkten der ganzen Sache um Gott zu wenig Aufmerksamkeit. Die gerade erst ins Leben gerufene monotheistische Theorie um den Schöpfergott, der Israel als sein Volk auserwählt haben will, läuft Gefahr, wieder zu verwässern.

Da muss man natürlich Massnahmen ergreifen. Die dürfen auch mal etwas, sagen wir drastisch sein.

Donnerstag, 26. Dezember 2013

Krippe


Frohe Weihnachten, auch denen, die nicht aus religiösen Gründen besinnlich werden oder einfach die Festtage geniessen, weil sie arbeitsfrei sind. 

Der Tag, an dem die Geburt des Jesus gefeiert wird, ist ohnehin willkürlich gewählt, also scheissegal, was ihr heute tut. Tut es einfach besinnlich. :-) 

Mittwoch, 25. Dezember 2013

Es geht seit je ums Geld

Frohe Weihnachten. Danke an die Kirche, für die zwei arbeitsfreien Festtage. Die allerdings in vielen Familien mehr Stress bringen als eine volle Arbeitswoche. Weil sich irgendwann der Scheiss mit den Geschenken eingebürgert hat. Die Geschäfte machen tollen Umsatz, brauchen aber Unmengen an personellen Ressourcen und logistischem Aufwand, um allein die Umtauschaktionen in den folgenden Tagen zu bewerkstelligen.

Umsatz und Geld sind gute Stichworte für das, was ich heute kurz festhalten möchte. Darum ging es nämlich von Beginn an. Mose, der langjährige Boss über das Volk, hat sich ein prima Konstrukt erbaut, das ihm zu einem guten Leben verhalf, ohne dass er sich dafür anstrengen musste.

Dienstag, 24. Dezember 2013

Weihnachtsbaum, politisch korrekt

Man sagt nicht mehr 
Weihnachtsbaum.
Es heisst jetzt:
Extrem beleuchtetes
Nadelgehölz mit
Religionshintergrund.

Frohe Weihnachten allen da draussen.

Freitag, 20. Dezember 2013

Gottes Rat gibt's noch heute. Offenbar.

Noch wenige Tage bis Weihnachten. Ursprünglich hatte ich geplant, zu dieser Zeit auch bei meinem Projekt ungefähr hier angelangt zu sein. Stattdessen schlage ich mich noch immer mit den Büchern Moses rum. Doch das hat seine Gründe: Zum Einen hab' ich viel Zeit damit verbracht, im Projekt nicht vorwärts zu machen. Zum Andern hätte ich im Traum nicht daran geglaubt, dass da so viel wirres Zeugs steht. Verse, Aussagen, Gedanken - ich muss das einfach hier festhalten. So dauert's halt noch etwas länger, bis ich im Neuen Testament oder gar am Ende der Bibel angelangt bin.

So habe ich heute entdeckt, dass das, was die Israeliten nach dem Auszug aus Ägypten als Stimme Gottes bezeichneten, heute noch existiert. Wir nennen es Zufall. Wer es charismatischer mag, möge Schicksal sagen. Ich spreche von diesem Vers:

Mittwoch, 18. Dezember 2013

Auf der Suche nach Büchern

Habe gerade in der Bibliothek in unserer Gegend nach Büchern gesucht, die Religion allgemein und das Christentum im Speziellen kritisch behandeln. Sozusagen als Wunschliste haben mir dabei die Buchempfehlungen auf dem Atheist Media Blog (AMB) gedient. Leider weitgehend Fehlanzeige. Gerade mal ein Buch (Nein und Amen) habe ich ausfindig machen können (und sogleich reserviert).

Die nächsten Tage hole ich das ab. Bin gespannt.

Die übrige Lektüre muss ich mir dann halt wohl doch kaufen statt leihen. Bin schon ein bisschen enttäuscht von der fehlenden Vielfalt in unserer Bibliothek.

Sonntag, 15. Dezember 2013

Fragen und Antworten

Der Glaube gibt dir 
keine Antworten. 

Er sorgt nur dafür, 
dass du keine Fragen 
mehr stellst. 

Freitag, 13. Dezember 2013

Zitat des Tages

Die abrahamitischen Religionen sind grundsätzlich mit Demokratie und den Menschenrechten nicht kompatibel.
-- Reta Caspar, news.ch

Donnerstag, 12. Dezember 2013

Götter, an die kein Christ glaubt

Aesir, Agasaya, Agdistis, Ah chuy kak, Ah cun can, Ah hulneb, Ah puch, Ahulane, Ahura mazda, Aine, Airmid, Aizen-myoo, Aji-suki-taka-hi-kone, Akea, Alberich, Ama-no-minaka-nushi, Ama-tsu-mara, Amaethon, Amaterasu, Amatsu, Amatsu-kami, Ame-no-mi-kumari, Ame-no-wakahiko, Amidaam-no-tanabata-hime, An, Anahita, Anat, Anath, Andhrimnir, Andraste, Andvari, Angrboda, Angu og, Ankt, Annapurna, Anouke, Anshar, Anu, Aphrodite, Apollo, Apsu, Apukohai, Arawn, Aray, Ares, Arianrhod, Artemis, Artio, Asclepius, Asherah, Ashur, Astarte, Astrild, Athena, Athirat, Athtart, Atla, Atlas, Audhumla, Ba'al hadad, Baal, Baal-hammon, Baalat, Babd catha, Bacchus, Badb, Baku, Balder, Balor, Balrama, Bast, Ba xian, Beg-tse, Bel, Belatu-cadros, Bellona, Belobog, Benten, Benzai-ten, Bergelmir, Berstuk, Bes, Beyla, Bhuvaneshwari, Bimbogami, Binzuru-sonja, Bishamon, Bixia yuanjin, Blodeuwedd, Borghild, Bosatsu, Bragi, Brahma, Bran, Branwen, Brighid, Brigit, Bris, Brono, Buddha, Bugid y aiba, Buluc chabtan, Burijas, Butsu, Bylgia, Camalus, Camaxtli, Camulus, Cariocienus, Caswallawn, Ceres, Ceridwen, Cernunnos, Cerridwen, Cerunnos, Chac, Chalchiuhtlicue, Charun, Chemosh, Cheng-huang, Chien-shin, Chiamata-no-kami, Chup-kamui, Crnobog,Cupid, Cybele, Cyhiraeth, Dagda, Dagon, Dagur, Daibosatsu, Daikoku, Dainichi, Damkina, Danu, Davlin, Dawn, Dazbog, Demeter, Dev, Dewi, Dhanwantari, Dhumavati, Diana, Diancecht, Di cang, Dionysus, Disen, Don, Donar, Dosojin, Dozoku-shin, Druantia, Durga, Dylan, Dziewona, Ea, Ebisu, Eir, Ekchuah, Ekibiogami, El, Elaine, El elyon, Elli, Emma-o, Enki, Enlil, Enyalius, Enyo, Eos, Epona, Ereskigal, Erra, Eshara, Eshmun, Farbauti, Faunus, Fenrir, Flidais, Flins, Flora, Forseti, Freya, Freyr, Frigg, Fudo, Fujin, Fukurokuju, Funadama, Futsu-nushi-no-kami, Gala, Gama, Ganesha, Ganga, Garuda, Gauri, Geb, Gefion, Gekka-o, Geong si, Gerd, Giobhniu, Gu, Guan-di, Gun, Gwydion, Gwynn ap nudd, Hachiman, Hades, Hadur, Hal, Haniyasu-hiko, Haniyasu-hime, Hanuman, Hathor, Haulili, Haya-jl, Heimdall, Hel, Helios, Heng-o, Hephaestus, Hera, Hermes, Hermod, Hestia, Hiaka, Hilakawawahilani, Hinakuluiau, Hiruko, Hod, Hoderi, Holler, Hoori, Hors, Horus, Hoso-no-kami, Hotel, Hsi-wang-mu, Huitzilopochtli, Hygeia, Ictinike, Ida-ten, Idun, Ika-zuchi-no-kami, Iki-ryo, Inanna, Inari, Indra, Inti, Irmin, Ishtar, Isis, Isora, Ixtab, Izanagi, Izanaki, Izanami, Janus, Jarilo, Jarovit, Jinushigami, Jizo, Jord, Jormungand, Juichimen, Juno, Jupiter, Jurojin, Juthrbog, Juturna, Kagutsuchi, Kalaipahoa, Kali, Kaluannuunohonic, Kamado-gami, Kamapua'a, Kami-kaze, Kaminari, Kamohoali'i, Kamooalii, Kanaloa, Kanayamo-hiko, Kanayama-hime, Kane, Kane-hekilli, Kapo, Kapohoikahiola, Karewit, Kari, Kartikeya, Karttikeya, Kathirat, Kaupe, Kawa-no-kami, Kemosch, Kenro-ji-jin, Keoahikamakaua, Keuakepo, Khepri, Ki, Kiha, Kingu, Kinich ahau, Kishar, Kishi-bojin, Kishijoten, Kishimo-jin, Ko-no-hana, Kojin, Koleamoku, Korrawi, Koshin, Kothar, Koya-no-myoin, Krishna, Ku, Kuahana, Kukailimoku, Kukaoo, Kukulcan, Kukunochi-no-kam, Kuni-toko-tachi, Kura-okami, Kurma, Kuula, Kvasir, Laamaomao, Labraid, Lada, Lado, Laga, Laka, Lakakane, Lakshmi, Laran, Lares, Libintia, Lie, Liza, Llyr, Lofn, Loki, Lono, Lonomakua, Lotan, Lugh, Luna, Macha, Maeve, Magna mater, Magni, Mahulu, Maia, Manannan, Mani, Manua, Marduk, Margawse, Marisha-ten, Marowit, Mars, Maru, Marzanna, Matangi, Math ap mathowny, Matka gabia, Matka ziemia, Maui, Mawaya-no-kami, Maya, Mebd, Madb, Melqart, Menhit, Menthu, Mentu, Mercury, Mextli, Mider, Mikaboshi, Milkom, Milu, Miming, Mimir, Minerva, Miro, Mithras, Mixcoatl, Miyazu-hime, Moaalii, Modi, Mokosh, Mokualii, Moloch, Monju-bosatsu, Mooaleo, Morrigan, Mot, Mummu, Murukan, Musubi-no-kami, Myrrdin, Nacon, Nai-no-kami, Naka-yama-tsu-mi, Nammu, Nanaja, Nanna, Nanse, Neith, Nemain, Nemesis, Nephtys, Neptune, Nergal, Niamh, Nikko-bosatsu, Ninazu, Ninhurzag, Ninigi-no-mikoto, Nintu, Ninurta, Njord, Nominosukune, Norns, Nott, Nut, Nyoral, Oanomochi, Odin, Ogoun, Ohkuninushi, Oho-yama, Ohonamochi, Ohyamatsumi, Okuni-nushi, Ops, Orgelmir, Oro, Osiris, Ostara, Ouli, Owatatsumi, Oyamatsumi, Pales, Pan, Papa, Parvati, Pele, Perperuna, Persephone, Perun, Phaethon, Phoebe, Phoebus apollo, Pilumnus, Pluto, Podaga, Poliahu, Pomona, Porewit, Poseidon, Proserpine, Puea, Qadeshtu, Quetzalcoatl, Radegast, Raiden, Ram Rama, Ran, Re, Resef, Reshep, Resheph, Rhea, Rod, Rugiviet, Ryo-wo, Sabazius, Sae-no-kami, Saga, Sakhmet, Sambo-kojin, Samulayo, Sarasvati, Sarutahiko ohkar, Saturn, Segomo, Selene, Sengen, Septu, Seshat, Seth, Seti, Shachar, Shaka, Shakti, Shalim, Shamash, Shamayim, Shapsu, Shemesh, Shen yi, Shichi fujukin, Shinda, Shine-tsu-hiko, Shiva, Shoden, Shoki, Shu, Si-wang-mu, Siebog, Sif, Simargl, Sin, Sirona, Sita, Siwa, Siofn, Skadi, Sleipnir, Sol, Stribog, Suijin, Suitengu, Sukuna-biko, Surya, Susanoh, Susanowa, Svantetit, Svarog, Svetovid, Svetoivit, Syn, Takami-musubi, Takemikadzuchi, Taki-tsu-hiko, Tatsuta-hime, Tawaret, Tefnut, Tehwom, Tenjin, Teutates, Tezcatlipoca, Thanatos, The zorya, Thor, Tiamat, Tialoc, Tonatiuh, Toyo-uke-bime, Toyo-uke-omikami, Triglav, Tsuki-yumi, Tu, Tu matauenga, Turris, Tyche, Tyr, Uba, Uga-Jin, Uga-no-mitama, Ukanipo, Ukemochi, Ulaulekeahi, Uli, Ull, Utu, Uzume, Vali, Valkyries, Vamana, Vanir, Var, Veles, Venus, Vertumnus, Vesta, Vidar, Vishnu, Volturnus, Vulcan, Wakahiru-me, Wata-tsu-mi, Wewawet, Wurukatte, Xipe, Xi wang-mu, Xochipilli, Xochiquetzal, Yabune, Yam, Yam-nahar, Yama-no-kami, Yamato, Yarikh, Ymir, Yu-huang, Yuki-onna, Yum kimil, Zababa, Zaria, Zedek, zeus, Zirnitra, Zislbog, Zizilia, Zrova

Bei den Atheisten ist es lediglich einer mehr: Yahweh.

Dienstag, 10. Dezember 2013

Ach, leck mich doch!

Gott erklärt Mose, wie der Altar im 'heiligen Zelt' (das er vorher mindestens ebenso ausführlich beschrieb) gebaut werden sollte. Ganz schön penibel, der liebe Gott, wie ich finde. Wozu braucht der das eigentlich? Konnte man denn früher nicht einfach mal die Hände falten und beten? Wozu das ganze Tamtam?

Ich als Moses hätte wohl nach der Hälfte der Forderungen gesagt: "Ach, leck mich doch!"

1»Lass einen Altar aus Akazienholz anfertigen; er soll quadratisch sein: zweieinhalb Meter lang und ebenso breit. Die Höhe beträgt eineinhalb Meter. 2An den vier oberen Ecken sollen Hörner hervorragen. Die Hörner dürfen nicht aufgesetzt, sondern müssen Teil der Seitenwände sein. Der ganze Altar soll mit Bronze überzogen werden. 3Auch die dazugehörigen Gefäße und Werkzeuge müssen aus Bronze sein: die Aschenkübel, Schaufeln, Fleischgabeln, Feuerbecken und Schalen zum Auffangen des Blutes. 4Lass einen Gitterrahmen aus Bronze anfertigen, und bring an den vier Ecken je einen Ring aus Bronze an. 5Der Gitterrahmen soll unter dem Altar befestigt werden können und ihn ringsum bis zur halben Höhe umschließen. 6Dazu müssen noch Akazienholzstangen angefertigt werden, die mit Bronze überzogen sind. 7Die Stangen sollen für den Transport durch die Ringe an beiden Seiten des Altars gesteckt werden. 8Der Altar soll ganz aus Holz sein, aber innen hohl. Die Handwerker müssen ihn genau so bauen, wie ich es dir hier auf dem Berg zeige.«
2. Mose 27, 1-7


Sonntag, 8. Dezember 2013

Wenn Grossfamilien nerven

Kinder sind etwas Tolles! Ich liebe meine. Über alles. Als Eltern hat man grosse Verantwortung seinen Kindern gegenüber. Dazu gehört auch die finanzielle Verpflichtung, für den Nachwuchs zu sorgen. Es ist von Vorteil, wenn man sich vor der Zeugung überlegt, ob man diese Verantwortung übernehmen will und auch kann.

Während man beim ersten Kind zugegebenermassen noch keine grosse Ahnung haben kann, sieht das beim zweiten schon ganz anders aus. Erst recht beim dritten, vierten oder gar fünften Kind. Von einem Vater, der bereits zwei Kinder hat, darf man wohl erwarten, dass er ungefähr weiss, wie stark ein drittes, viertes und fünftes Kind die Haushaltskasse belastet.

Wer trotz knappen Mitteln weiterhin Kinder zeugt, ist entweder egoistisch, religiös oder einfach dumm. Wenn solche Familien dann in Bettelbriefen z.B. von Jugend & Familie auftauchen, dann krieg' ich echt eine Wut.

Samstag, 7. Dezember 2013

Wallis: Die Kirche verliert Mitglieder

Im schweizerischen Kanton Wallis - da, wo schweizweit angeblich am meisten Sonnentage herrschen - habe sich in den letzten vierzig Jahren die Zahl der Konfessionslosen verdoppelt. So schreibt es eine Schweizer Zeitung der Blick. 95 % waren in den Siebzigern in einer Kirche. Wo waren dann die restlichen 5 % Prozent? Denn Konfessionslose soll es laut dem gleichen Bericht damals null Prozent gegeben haben? Egal.

Jedenfalls sind mittlerweile 11 % konfessionslos. Und Blick weiss - wie fast immer - auch die Gründe dafür: Geld sparen. Denn in der Schweiz zahlen nur diejenigen Kirchensteuer, die auch Mitglied einer Landeskirche sind. So sind es dann, wieder laut Blick (man muss das leider immer wieder betonen), zu einem grossen Teil Arbeitslose und Grossverdiener, die sich von der Kirche abmelden. Und damit eben Steuern sparen.

Hier treffen sich also die kaum Lohn und die mit ganz viel Lohn. Beide mit gleicher Absicht, nur in anderen Dimensionen.

Geld zu sparen ist natürlich durchaus eine Motivation, sich von Mitgliedschaften zu trennen. Viel erfreulicher wäre allerdings, man würde Aufklärung und Überzeugung als Gründe nennen.

Denn ich behaupte jetzt mal, dass diese Leute nicht plötzlich wieder in einer Kirche auftauchen, wenn die Kirchensteuer abgeschafft würde. Viel mehr gingen die vermutlich schon lange nicht mehr zur Kirche, waren aber zu bequem oder fühlten sich traditionell verpflichtet und gaben deshalb nicht den Austritt. Behaupte ich mal.

Quelle: Blick

Donnerstag, 5. Dezember 2013

Zeltmission

Früher war alles besser. Alles? Nein. Denn früher gab es noch diese Grossevangelisationen im riesigen Festzelt, bei denen eine volle Woche lang, Abend für Abend den Besuchern die christliche Heilsbotschaft vermittelt wurde. Beim ersten Mal (ja, ich war da als Christ, der ich war, mehrmals dabei) war ich fasziniert von der Grösse, der Technik, der Infrastruktur. Beim zweiten Mal haben mich die vorhersehbaren Vorträge und die schwülstig-kitschigen Bekehrungslieder beunruhigt.

Die Programmpunkte waren stets die selben: Vortrag, Musik/Singen, Gebet, Erlebnisberichte (je extremer, desto besser). Und am Ende der Aufruf, dass diejenigen, die Gott als Erlöser in ihr Leben lassen wollen, doch während dem nächsten Lied nach vorne kommen mögen. Das "nächste Lied" war dann meist mit melancholischer Melodie und "Nutz-die-Chance-es-könnte-die-letzte-sein"-Texten versehen. Und gerne wurde der Chorus auch zwei, drei, vier, fünf Mal gesungen. "Ich spüre, dass noch welche da sind, die zögern, lasst uns noch einmal singen". Ein Beispiel eines solchen Liedes findet sich in unten stehendem Video. Ich kann mich noch erinnern...

Sonntag, 1. Dezember 2013

Die zwei Gruppen von Esoterikern

"Es gibt zwei Gruppen von Esoterikern. Die eine ist ein Fall für den Psychologen, die andere für den Staatsanwalt.“
--Colin Goldner