Mittwoch, 25. Dezember 2013

Es geht seit je ums Geld

Frohe Weihnachten. Danke an die Kirche, für die zwei arbeitsfreien Festtage. Die allerdings in vielen Familien mehr Stress bringen als eine volle Arbeitswoche. Weil sich irgendwann der Scheiss mit den Geschenken eingebürgert hat. Die Geschäfte machen tollen Umsatz, brauchen aber Unmengen an personellen Ressourcen und logistischem Aufwand, um allein die Umtauschaktionen in den folgenden Tagen zu bewerkstelligen.

Umsatz und Geld sind gute Stichworte für das, was ich heute kurz festhalten möchte. Darum ging es nämlich von Beginn an. Mose, der langjährige Boss über das Volk, hat sich ein prima Konstrukt erbaut, das ihm zu einem guten Leben verhalf, ohne dass er sich dafür anstrengen musste.

12»Wenn du die wehrfähigen Männer in Israel zählst, sollen alle Gemusterten mir, dem Herrn, ein Lösegeld für ihr Leben geben, damit ich sie nicht durch eine Seuche sterben lasse.
2. Mose 30, 12

Angst und Druck als Motor auf der einen Seite, die materielle Gabe an den "Guru" auf der anderen Seite - so funktionieren noch heute Kirchen, Sekten und absurde Clans. Die Belohnung für die, die treu geben: Die Erlösung (in diesem Fall die Verhinderung, von der Seuche dahin gerafft zu werden).

16Dieses Geld sollst du für den Dienst im heiligen Zelt verwenden. Dann werde ich stets an euch Israeliten denken und euer Leben bewahren.«
2. Mose 30, 16

Mose war, verglichen mit heutigen Sektenführern, noch verhältnismässig zurück haltend und naiv. Während moderne Gurus mit einer Belohnung im Jenseits winken, das im Hier und Jetzt weder überprüft noch widerlegt werden kann, hat Mose sich noch auf das irdische Leben beschränkt.

Kein Wunder, kam in den leichtgläubigen Kreisen um ihn und seine Nachfolger herum die Meinung auf, dass Krankheiten eine Strafe Gottes wären. Aber davon lesen wir sicher später noch mehr.

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