Samstag, 7. Dezember 2013

Wallis: Die Kirche verliert Mitglieder

Im schweizerischen Kanton Wallis - da, wo schweizweit angeblich am meisten Sonnentage herrschen - habe sich in den letzten vierzig Jahren die Zahl der Konfessionslosen verdoppelt. So schreibt es eine Schweizer Zeitung der Blick. 95 % waren in den Siebzigern in einer Kirche. Wo waren dann die restlichen 5 % Prozent? Denn Konfessionslose soll es laut dem gleichen Bericht damals null Prozent gegeben haben? Egal.

Jedenfalls sind mittlerweile 11 % konfessionslos. Und Blick weiss - wie fast immer - auch die Gründe dafür: Geld sparen. Denn in der Schweiz zahlen nur diejenigen Kirchensteuer, die auch Mitglied einer Landeskirche sind. So sind es dann, wieder laut Blick (man muss das leider immer wieder betonen), zu einem grossen Teil Arbeitslose und Grossverdiener, die sich von der Kirche abmelden. Und damit eben Steuern sparen.

Hier treffen sich also die kaum Lohn und die mit ganz viel Lohn. Beide mit gleicher Absicht, nur in anderen Dimensionen.

Geld zu sparen ist natürlich durchaus eine Motivation, sich von Mitgliedschaften zu trennen. Viel erfreulicher wäre allerdings, man würde Aufklärung und Überzeugung als Gründe nennen.

Denn ich behaupte jetzt mal, dass diese Leute nicht plötzlich wieder in einer Kirche auftauchen, wenn die Kirchensteuer abgeschafft würde. Viel mehr gingen die vermutlich schon lange nicht mehr zur Kirche, waren aber zu bequem oder fühlten sich traditionell verpflichtet und gaben deshalb nicht den Austritt. Behaupte ich mal.

Quelle: Blick

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