Montag, 27. Januar 2014

Gesetze über Gesetze

Mose war ein elender Spielverderber! Mit seinen beschissenen Gesetzen und Regeln machte er es den Israeliten nicht leicht, ihr Leben überhaupt noch geniessen zu können. Ich bin aktuell im dritten Buch Mose (Levitikus) und sehe nur Gesetze, Gesetze, Gesetze. Und zwar nicht von der Sorte nicht töten, nicht rauben und dergleichen. Viel abstruseres. Wen's interessiert, kann's gerne ab hier nachlesen.

Ich sehe mal völlig davon ab, dass tausende Jahre alte Gesetze für ein Volk in der Wüste, kaum mehr für uns gelten können. Ich weiss aber sehr wohl, dass im Gegensatz zu den Christen, die Juden sich nah wie vor sehr viel aus den Moses-Büchern (auch wenn die sie anders nennen) machen.

Scheinbar vertrat Moses die Ansicht: Je mehr Gesetze aufgestellt werden, desto grösser die Wahrscheinlichkeit eines Verstosses. Und desto stärker wird die psychische Abhängigkeit von einem Gott, der im Gegensatz zu einem selbst, stark ist. Und natürlich desto häufiger wird Opfer gebracht. Und davon fällt, so will es Gott, immer auch was für die Priesterschaft ab. Ein Schelm, wer Böses denkt.

Wer immer wieder scheitert an angeblich von Gott gegebenen Vorschriften, der wird psychisch immer kleiner, resigniert irgendwann. Schönes Leben.

Kommentare:

  1. Die Juden haben nachgezählt und sind auf insgesamt 613 Gebote gekommen. Dabei recht praktische Angelegenheiten wie "Wer keinen Zaun um sein Dach baut, ist schuld wenn einer runter fällt" und "Nicht mehrere Sorten Stoff in ein Kleid einnähen, das läuft sonst ein!"

    Offenbar werden hier alte Gesetzes- und Regelsammlungen in einem gemeinsamen Text zusammen gefasst, der dann weitergetragen, ergänzt wird - und schließlich zum unveränderlichen Wort Gottes erhoben. Schon immer eine beliebtes Vorgehen konservativer Menschen, die ihre Umwelt zum Einhalten der von ihnen selbst als richtig empfundenen Regeln zwingen wollen.

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    1. Okay, das war mein Kommentar. Warum das System den "Anonym" veröffentlicht hat, weiß ich nicht. Sorry.

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