Freitag, 10. Januar 2014

Wo bleibt die Konsequenz?

Ich kenne Paare, die wünschen sich seit langem (z.T. Jahren) ein Baby, bekommen aber keines. Die Gründe kenne ich nicht, ich bin ja weder Gynäkologe oder Urologe, noch kenne ich deren Krankengeschichte.

Einige sehen kein Problem darin, sich mit Hormonen und anderen medizinischen Eingriffen nachhelfen zu lassen, während andere die Kinderlosigkeit als gottgewollt zu akzeptieren versuchen und jedes "künstliche" Nachhelfen ablehnen.

Impfungen, Bluttransfusionen, Blinddarmentfernungen, Medikamente und Arztbesuche bei Grippe, chirurgische Eingriffe nach Unfällen etc. sind aber trotzdem meistens kein Problem. Wo ziehen diese Leute in ihrer Moral die Grenze, wann werden die Folgen der medizinischen Forschung und des damit verbundenen Fortschritts moralisch bedenklich?

Scheinbar hat da jeder seine eigenen Ansichten. Und jeder findet, seine Ansichten diesbezüglich seinen ok. Müsste es, wenn Gott da irgendwie seine Bedenken hätte, nicht irgendwo eine klare Instruktion geben? Schon seltsam, wenn die linke Hand etwas verteufelt, was die rechte Hand in ähnlicher Form annimmt.

Da passt dieser Witz irgendwie grad dazu.

Ein Araber steigt in ein Taxi ein. Kaum Platz genommen ersucht er den Taxifahrer das Radio auszuschalten. 

"Ich möchte diese Musik nicht hören. Unsere Religion verbietet das und in der Zeit des Propheten gab es noch keine Musik, vor allem diese Westenmusik ist nur für euch Ungläubige."

Der Taxifahrer schaltete darauf das Radio aus, blieb stehen und öffnete die hintere Tür. Der Araber schaut ihn an und sagte: "Wieso bleibst du stehen?“ 

Der Taxifahrer antwortete: "In der Zeit des Propheten gab es noch kein Taxi, also verpiss dich und warte auf ein Kamel."

Wenn man sich dem Fortschritt verweigern will, aus was für Gründen auch immer, dann bitte wenigstens konsequent. Meinetwegen akzeptiert Krankheiten wieder als Strafe Gottes und lasst sie unbehandelt*. Aber es kann nicht sein, dass man in der einen Situation seine Hoffnung auf die Chirurgen und Ärzte setzt, die gerade das verunfallte Kind zu retten versuchen, und andererseits verteufelt man die medizinische Forschung in Sachen Nachhilfe zur Schwangerschaft (gibt sicher einen Fachbegriff dafür).

*natürlich nur, wenn es nicht Dritte betrifft!

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