Freitag, 28. Februar 2014

Islam und Malware

Ich will mal eben kurz die Seite www.islam.ch besuchen und erhalte diese Warnung. Ich frage mich: Hat das jetzt einen tieferen Sinn oder nicht?

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Donnerstag, 27. Februar 2014

Gott ist für Sklaverei

44Sklaven und Sklavinnen könnt ihr von den umliegenden Völkern kaufen, 45ebenso die im Land geborenen Kinder der Fremden, die bei euch leben. Sie sind dann euer Eigentum, 46und ihr könnt sie euren Kindern als bleibenden Besitz vererben. Fremde dürft ihr als Sklaven erwerben, aber die Israeliten — Menschen aus eurem eigenen Volk — dürft ihr nicht zu Sklaven machen!
3. Mose 25, 44-46

Kein Wunder, hat sich die Kirche (insbesondere die katholische) so lange schwer getan, die Sklaverei abzuschaffen. Steht in Levitikus doch eindeutig und einwandfrei verständlich, dass Gott grundsätzlich nichts gegen Sklaverei hat.

Wenn der Grossteil der Weltbevölkerung zum Schluss kam (und wohl auch heute kommen würde), dass Sklaverei als eine extreme Form der Benachteiligung Einzelner zu verabscheuen ist, dann haben wir damit einen Schluss gezogen, zu dem Gott offensichtlich eine andere Meinung hat. Seltsam. Sind wir empfindlicher als Gott was Menschenrechte anbelangt?

Mittwoch, 26. Februar 2014

Beschäftige dich... mit zwei Religionen

Gerade habe ich auf der Facebook-Seite der deutschen Atheismus-Bewegung einen spannenden Spruch gefunden:

Beschäftige dich mit einer Religion 
und sie wird dich womöglich überzeugen.

Beschäftige dich mit zwei Religionen 
und du wirst lachen. 

Als ehemaliger Christ habe ich mich bislang nur mit einer Religion, dem Christentum, beschäftigt. Und ich bin damit noch länger nicht fertig. Trotzdem ahne ich jetzt schon, wie wahr diese Aussage wohl ist.

Wobei: Ich glaube, man lacht schon, wenn man sich nur mit einer Religion beschäftigt, dafür aber intensiv.

Montag, 24. Februar 2014

Wenn Jesus Gott widerspricht

Bei der Festlegung jeder Strafe sollt ihr euch nach dem Grundsatz richten: Auge um Auge, Zahn um Zahn, Knochenbruch um Knochenbruch. Was jemand einem anderen angetan hat, muss ihm selbst zugefügt werden.
3. Mose 24, 20

Wenn jemand dir eine Ohrfeige gibt, dann halte die andere Wange auch noch hin. Wenn dir einer den Mantel wegnimmt, dann weigere dich nicht, ihm auch noch das Hemd zu geben.
Lukas 6, 29


Ja, was denn jetzt? Hebt der eine Vers den anderen auf? Was im 3. Mose steht kommt angeblich von Gott, was Lukas schreibt hat Jesus gesagt (so wird behauptet). Was hat mehr Gültigkeit? Das, was Gott sagt, oder die widersprüchliche Weisung von Jesus?

Ach, ich verstehe, die Kirche oder der Gläubige entscheidet von Fall zu Fall, was jetzt angebracht ist. Klar, so muss es sein.

Freitag, 21. Februar 2014

Wir brauchen keinen Gott (Michel Onfray)

Mal noch einen kurzen Text über ein Buch, das ich gerade gelesen habe. Der Franzose Michel Onfray scheint ja kein unbekannter zu sein unter den zeitgenössischen Philosophen und Atheisten. Nun, das mag für viele so sein, für mich war er sehr wohl unbekannt. Entsprechend ging ich vorurteilslos und neugierig daran, sein Werk aus dem Jahre 2005 zu lesen.

Onfray teilt das Buch grob in zwei Teile: Im ersten (längeren) Teil demontiert er die monoteheistischen Religionen, allen voran die christliche. Im zweiten formuliert er sozusagen ein Plädoyer für eine religionsfreie Zukunft. Was sich deutlich einfacher schreiben als umsetzen lässt. Dessen dürfte er sich aber durchaus bewusst sein.

Dienstag, 18. Februar 2014

Mach den Scheiss doch selbst, Gott!

Ich muss mich heute gerade ziemlich zusammen reissen, um hier nicht drauf los zu fluchen. Einfach aus Protest dieser lächerlichen Episode aus dem - wie ich bereits geschrieben habe - höchst langweiligen Buch Levitikus.

Da ist die Rede von einem Mann, der flucht, Gott verhöhnt, sich über ihn lustig macht oder so was in der Art. Genau steht das nicht geschrieben. Die auf blutrünstige Strafaktionen getrimmte Gesellschaft brachte ihn zu Mose und der zögerte nicht lange (vermute ich zumindest). Es steht da zwar, dass Gott zu Mose sagte, ich glaube aber eher, dass Moses zum Volk sprach:

14»Führe den Mann, der mich verhöhnt hat, aus dem Lager hinaus! Alle Zeugen, die sein Fluchen gehört haben, sollen ihm die Hand auf den Kopf legen. Dann müssen alle Versammelten ihn steinigen. 15Sag den Israeliten: Jeder, der seinen Gott verflucht, muss die Folgen seiner Sünde tragen: 16Wer den Namen des Herrn verhöhnt, muss mit dem Tod bestraft werden.
3. Mose 24, 14-16

Montag, 17. Februar 2014

Bissige Angelegenheit: Snake Handling

Man sollte nicht mit dem Feuer spielen heisst ein verbreitetes Sprichwort. Mit der Schlange auch nicht, besonders dann nicht, wenn sie giftig ist. Doch genau dies tun offenbar zahlreiche fundamentalistische Christen in den USA, wie ich heute zum ersten Mal erfahren habe. (Video siehe unten).

In den Medien gibt heute ein Fall zu sprechen, bei dem ein Pastor einer solchen Snake Handler Church nach einem Biss gestorben ist. Wenn man sich vor Augen führt, was bei diesen Snake Handlers abgeht, ist das noch nicht einmal besonders erstaunlich. Die Christen solcher Gemeinden berufen sich auf die biblische Verheissung Jesu, dass die seinen unter anderem Schlangen aufheben können, ohne an deren Bissen zu sterben. So ähnlich nachzulesen in Markus 16.

Mittwoch, 12. Februar 2014

Todesfall

Kürzlich hatten wir einen Todesfall in unserer Familie. Die verstorbene Person war aus der Verwandtschaft meiner Frau und mir deshalb nicht ganz so nah, aber ich habe dennoch wieder mal konkret mitbekommen, wie von jemandem der Liebsten Abschied genommen wird.

Wohl die meisten meiner nächsten Verwandten sind Christen. Sie gehen dementsprechend auch mit Ihrer Trauer, dem Tod und der Gestaltung der Bestattungszeremonie um. Mir ist in dieser Zeit aufgefallen, dass Glaube halt eben schon eine Stütze sein kann.

Nicht, dass ich persönlich wanke und meine atheistische Ansicht in Frage stelle. Aber wenn jemand aufrichtig und voller Überzeugung glaubt, dass er den verstorbenen Liebsten eines Tages wieder sieht, dass dieser jetzt bei Gott im herrlichen Himmelreich ist und es "nur noch gut hat", dann glaube ich schon, dass das Mut macht und massiv Trost spendet. Auch wenn die Geschichte mit Gott nicht wahr ist und auch nicht durch als real wahrgenommenen Trost wahr wird.

Sonntag, 9. Februar 2014

Das ist ein anderer Gott als die Kirche predigt

Ich lese immer noch im 3. Mose-Buch. Seit Jahren, so kommt es mir jedenfalls vor. Das Buch ist so was von langweilig, es ist kaum zu glauben. Gesetz folgt auf Vorschrift folgt auf Verbot folgt auf Gesetz. Ich hab's ja schon geschrieben: Es taucht echt die Frage auf, warum Gott nicht einfach abschliessend aufzählt, was erlaubt ist. Das wäre wohl übersichtlicher geworden.

Ich stelle auf jeden Fall fest, dass es durchaus seine Berechtigung hat, dass der Gott aus dem alten Testament kaum je in Sonntagspredigten auftaucht. Er ist einfach nicht überzeugend, nicht einladend, nicht sympathisch. Er ist ein Spielverderber, ein gewalttätiger und blutrünstiger Eifersüchtiger, ganz klar ein Mördertyp. Seine Vorschriften deuten auf einen fantasievollen Psychopathen hin, der seinem Volk möglichst viele Fallen aufstellt. Einer, der Angst verbreitet und damit Druck erzeugt.

Donnerstag, 6. Februar 2014

Tod den Wahrsagern. Mit Ausnahmen.

Ein Totenbeschwörer oder Wahrsager muss getötet werden, ganz gleich, ob Mann oder Frau. Man soll sie steinigen, sie sind selbst schuld an ihrem Tod.
3. Mose 20, 27

Totenbeschwörer und Wahrsager, das wissen heute aufgeklärte und einigermassen informierte Menschen, sind entweder Betrüger oder Trickkünstler (wobei das eine das andere nicht zwingend ausschliesst). Schon möglich, dass in einer weniger aufgeklärten Welt besonderes clevere Individuen es fertig brachten, eine grössere Menge zu täuschen und den Eindruck zu erwecken, es würden tatsächlich übernatürliche Dinge geschehen oder verstorbene Seelen Kontakt aufnehmen. Humbug. 

Mose fand, dass die sterben müssen. Logisch, er hatte den angeblich direkten Draht zu Gott. Alles, was nicht von Gott kam, musste von Satan kommen. Wobei der damals noch gar nirgends erwähnt wird, weil wohl erst später erfunden. Zu Zeiten Moses schienen weniger satanische Kräfte als die anderen Götter (Baal, Moloch, etc.) ein Problem darzustellen. 

Wie auch immer: Lustig finde ich, dass hier ganz klar Wahrsager zum Tode verurteilt werden, während gerade in diese Kategorie passende Menschen vor und nach Mose eine entscheidende Rolle im Namen des HERRN spielten. So fallen mir spontan Joseph ein, der dem Pharao Träume deutet und damit auch die Geschehnisse in der Zukunft voraussagt, sowie Daniel, der einem König, dessen Namen ich wohl nicht auswendig richtig schreiben kann, ebenfalls mittels Träume die Zukunft voraussagt. Beides hoch geachtete, als Vorbilder geltende und mit göttlicher Weisheit ausgerüstete Männer. Ganz abgesehen von vielen weiteren Propheten, auf deren VORHERsagen schliesslich auch wesentliche Teile des christlichen Glaubens beruhen... Seltsam.

Da scheinen Regeln im Spiel zu sein, die nicht ganz durchsichtig sind, lieber Gott. 

Montag, 3. Februar 2014

Poe's Law

Kürzlich wurde im Atheist Media Blog ein Video präsentiert, in dem angeblich zwei christliche Mädchen eine hinduistische Freundin von ihrem Glauben überzeugen wollten. Das Video ist auf den ersten Blick ziemlich surreal. Wer filmt schon seine Bekehrungsgespräche mit Freunden und stellt das auch noch auf YouTube? Der Verdacht, es handle sich um einen Fake bzw. Satire, tauchte schnell auf.

Ähnlich schnell waren aber auch vereinzelt Kommentatoren zur Stelle, die den Film für bare Münze nahmen und sich sicher waren, dass es tatsächlich solche... seltsamen Typen gibt, die so was tun könnten.

Mittlerweile ist klar, dass es sich um Satire handelt. Glaube ich zumindest. :-)

Interessant fand' ich aber ein Hinweis eines AMB-Lesers auf das Poe'sche Gesetz (Poe's Law). Dieses besagt nämlich:

Without a winking smiley or other blatant display of humor, it is impossible to create a parody of Fundamentalism that SOMEONE won't mistake for the real thing.

Zu Deutsch, frei nach meiner Schnauze: Ohne einen Smiley oder ein anderer eindeutiger Hinweis ist es nicht möglich, Fundamentalismus zu parodieren, ohne dass nicht mindestens einer das Ganze für echt hält.

Wer der englischen Sprache mächtig ist, kann sich hier ein paar Beispiele zu diesem Thema anschauen.