Donnerstag, 27. Februar 2014

Gott ist für Sklaverei

44Sklaven und Sklavinnen könnt ihr von den umliegenden Völkern kaufen, 45ebenso die im Land geborenen Kinder der Fremden, die bei euch leben. Sie sind dann euer Eigentum, 46und ihr könnt sie euren Kindern als bleibenden Besitz vererben. Fremde dürft ihr als Sklaven erwerben, aber die Israeliten — Menschen aus eurem eigenen Volk — dürft ihr nicht zu Sklaven machen!
3. Mose 25, 44-46

Kein Wunder, hat sich die Kirche (insbesondere die katholische) so lange schwer getan, die Sklaverei abzuschaffen. Steht in Levitikus doch eindeutig und einwandfrei verständlich, dass Gott grundsätzlich nichts gegen Sklaverei hat.

Wenn der Grossteil der Weltbevölkerung zum Schluss kam (und wohl auch heute kommen würde), dass Sklaverei als eine extreme Form der Benachteiligung Einzelner zu verabscheuen ist, dann haben wir damit einen Schluss gezogen, zu dem Gott offensichtlich eine andere Meinung hat. Seltsam. Sind wir empfindlicher als Gott was Menschenrechte anbelangt?

Vermutlich wäre die Sklaverei schon hunderte von Jahren früher abgeschafft worden, wenn die Thora (vom Koran weiss ich es nicht) bzw. das Alte Testament nicht gewesen wären. Und wir hätten heute, weitere hunderte Jahre später, vielleicht sogar eine noch bessere Welt? Wer weiss das schon.

Aber wenn die Heilige Schrift den Freipass zur Unterdrückung anderer Völker gibt und das mein Leben komfortabler macht, erstaunt es natürlich nicht, dass das einfache Gemüt der Menschheit das noch so gerne für sich in Anspruch zu nehmen versuchte. Zumeist erfolgreich, wie wir heute wissen.

Und ja, ich weiss, dass auch heute noch Sklaverei durchaus ein Thema ist in bestimmten Ländern bzw. Regionen. Etwas, das mich wie kaum etwas anderes, mit Wut erfüllt.

Keine Kommentare:

Kommentar veröffentlichen