Dienstag, 18. Februar 2014

Mach den Scheiss doch selbst, Gott!

Ich muss mich heute gerade ziemlich zusammen reissen, um hier nicht drauf los zu fluchen. Einfach aus Protest dieser lächerlichen Episode aus dem - wie ich bereits geschrieben habe - höchst langweiligen Buch Levitikus.

Da ist die Rede von einem Mann, der flucht, Gott verhöhnt, sich über ihn lustig macht oder so was in der Art. Genau steht das nicht geschrieben. Die auf blutrünstige Strafaktionen getrimmte Gesellschaft brachte ihn zu Mose und der zögerte nicht lange (vermute ich zumindest). Es steht da zwar, dass Gott zu Mose sagte, ich glaube aber eher, dass Moses zum Volk sprach:

14»Führe den Mann, der mich verhöhnt hat, aus dem Lager hinaus! Alle Zeugen, die sein Fluchen gehört haben, sollen ihm die Hand auf den Kopf legen. Dann müssen alle Versammelten ihn steinigen. 15Sag den Israeliten: Jeder, der seinen Gott verflucht, muss die Folgen seiner Sünde tragen: 16Wer den Namen des Herrn verhöhnt, muss mit dem Tod bestraft werden.
3. Mose 24, 14-16

Es gibt zweierlei dazu zu sagen. Dem armen Kerl, so es ihn wirklich gegeben hat, hilft das leider nicht mehr. Der wurde wohl gefesselt (oder gar bis zur Schulter vergraben) und von unzähligen Männern mit Steinen gegen den Kopf beworfen, bis er nach langen schmerzvollen Qualen durch den Tod erlöst wurde.
  1. Wer unter euch ohne Sünde ist, werfe den ersten Stein. So sagt es die Bibel in Johannes 8, 7. Ihr Arschlöcher, so ergänze ich
  2. Wenn Strafaktionen Gottes gegen eine Minderheit (hier gegen einen Einzelnen) durch Menschen ausgeführt werden müssen, dann ist das ein deutlicher Hinweis darauf, dass es sich entweder nicht um eine göttliche Aktion handelt oder es ein sehr un-allmächtiger Gott sein dürfte. 
Umso lächerlicher erscheint diese Sache, wenn man sich den 17. Vers desselben Kapitels auch noch zu Gemüte führt. Hahaha, ich muss echt gerade kopfschüttelnd daran denken, dass es Menschen gibt, die diese Ansammlung von dämlichen Geschichten und Versen als Gottes cleveres Handbuch betrachten. 

Hier also Vers 17. Wohlverstanden, der Vers, der unmittelbar, ohne Pause oder sonst was an obige Geschichte anknüpft. Hahaha. Zu bescheuert. 

Wer einen anderen Menschen umbringt, muss ebenfalls sterben.
3. Mose 24, 17


Wer's nicht glaubt, soll's nachlesen. Ganz zu schweigen vom fünften Gebot "Du sollst nicht töten". Wie kann man so etwas ernst nehmen? Wie konnte ICH das jahrelang ernst nehmen?

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