Freitag, 18. April 2014

C.S. Lewis: Pardon, ich bin Christ

Ich halte nichts von Fantasy-Geschichten wie Herr der Ringe oder Chronik von Narnia. Insofern war C.S. Lewis in einem Genre tätig, das mich nicht berührt.

Der Herr Lewis hat aber auch Bücher über seinen, den christlichen, Glauben geschrieben. Davon ist "Mere Christianity" eines der am meist bekannten. Auf Deutsch hiess das erst "Christentum schlechthin", später dann "Pardon - ich bin Christ". Die erste Titelübersetzung war ok, die zweite find' ich schon eher seltsam, kenne aber die Hintergründe, die zu dieser Änderung führten nicht. Komplett schlecht ist allerdings der Untertitel "Meine Argumente für den Glauben".

Der berühmte Schriftsteller erzählt zu Beginn zwar ansatzweise, warum er der Meinung ist, dass das Christentum der richtige Weg ist. Seine Argumente sind jedoch rasch nicht mehr wirklich nachvollziehbar und umso mehr vom Glauben verdrängt. Wenn Lewis feststellt, dass Jesus entwedere ein Irrer oder Spinner war oder eben die Wahrheit sprach, dann ist diese Auswahl an Alternativen schon nicht vollends nachvollziehbar. Noch weniger seine Aussage: "Ich glaube nicht, dass er ein Irrer oder Spinner war." Schön, aber warum, das verheimlicht er uns.

Kein Wunder, sieht Lewis den Glauben doch als eine Tugend. Zweifel sind immer Angriffe des Teufels. Der ideale Christ beschäftigt sich, wenn es nach Lewis geht,  sowieso möglichst täglich mit Gebet, Bibellesen und Gemeinschaft mit anderen Christen. Da werden Zweifel nicht mit der Suche nach Antworten beseitigt, sondern mit einfach noch mehr Glauben.

Wie gesagt, im grossen Teil des Buches schildert der prominente Autor seine Sicht des christlichen Glaubens. Er erklärt, oft mit seltsamen und umständlich konstruierten Vergleichen, wie er die Sache versteht. Das ist nicht per se langweilig, aber halt nicht das, was der Untertitel vielversprechend erhoffen lässt. Insgesamt also - gerade wegen des Untertitels - eher eine ernüchternde Lektüre (um das Wort Enttäuschung zu vermeiden).

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