Freitag, 2. Mai 2014

Wehe dir, wenn du nicht feierst!

Man soll die Feste feiern, wie sie fallen. Irrtum! Man hat sie gefälligst so zu feiern, wie sie von Moses Gott angeordnet werden. So steht es geschrieben. Und nicht nur dass Gott da ziemlich klare Vorstellungen darüber hat, wann welches Fest auf welche Weise gefeiert werden soll. Er beseitigt auch gleich alle Unklarheiten darüber, wie wichtig ihm die irdischen Feste sind.

13Aber wenn jemand das Fest im 1. Monat nicht feiert, obwohl er rein ist und sich auch nicht auf Reisen befindet, soll er getötet werden. Er hat mir, dem Herrn, sein Opfer nicht zur festgelegten Zeit dargebracht und muss die Folgen dieser Sünde tragen.
4. Mose 9, 13


Wenn ich davon ausgehe, dass Moses sozusagen der Gründer einer neuen (monotheistischen) Religion war und  dafür sorgen musste, dass um jeden Preis eine verschworene Gemeinschaft entstand, die durch den Glauben an den eigenen Gott so was wie ein "Wir sind unbesiegbar"-Gefühl entwickeln musste, dann machen solche Anordnungen meiner Meinung nach Sinn.

Sonst nicht. Niemals.

Wenn ich mir eine Figur vorstellen muss, die sich dermassen darüber aufregt, dass jemand ein Fest nicht feiert, dass derselbe gleich sterben muss, bleibt mir nur ein Adjektiv: lächerlich.

Ausserdem deutet die Formulierung "soll er getötet werden" darauf hin, dass die Aufgabe des Tötens den Israeliten übergeben wird. Ich finde, wenn Gott jemanden sterben lassen will, dann soll er das gefälligst selbst erledigen. Kann ja nicht so schwer sein für ihn, oder etwa doch?

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