Sonntag, 15. Juni 2014

Gott ist Fleischfresser

»Achtet darauf, dass ihr mir meine Opfer zur richtigen Zeit darbringt. Sie sind meine Speise und erfreuen mich.
4. Mose 28, 2


Das Bringen von Opfer durch Verbrennung war in der damaligen Zeit weit verbreitet und taucht in fast allen alten Religionen auf. Ich vermute, dass das damals so verbreitet war, dass Mose gar nichts anderes übrig blieb, als diesen Brauch zu übernehmen.

Wenn man sich aber mal vor Augen führt, wie viel Nutztiere und letztlich auch Essen durch diese Opfer drauf ging, wird einem schwindelig.

Sonntag bis Freitag:
2 fehlerlose, einjährige Lämmer
3 kg Mehl
2 Liter bestes Olivenöl
2 Liter Wein

Samstags: 
4 fehlerlose, einjährige Lämmer
6 kg Mehl
4 Liter Wein

Anfangs Monat zusätzlich zum Tagesopfer: 
2 junge Stiere
1 Schafbock
7 fehlerlose, einjährige Lämmer
21 kg Mehl, mit Öl vermischt
12,5 Liter Wein
1 Ziegenbock (als Sündopfer)

Aufs Jahr gerechnet ergeben das beachtliche Menge an Lebensmittel, die für Gott verbrannt (!) werden.

916 Lämmer
24 Stiere
12 Schafböcke
12 Ziegenböcke
1,500 kg Mehl
628 Liter Olivenöl
986 Liter Wein

Und die Opfer anlässlich besonderer Feste wie dem Passa- oder Erntefest sind da noch nicht einmal eingerechnet.

Hauptsache, er hat seine Freude daran.

Keine Kommentare:

Kommentar veröffentlichen