Freitag, 20. Juni 2014

Schlachtbefehl: alle Männer, Frauen und Buben

Das 31. Kapitel im 4. Mose zeugt mal wieder (einmal mehr) von der blutrünstigen Seite Gottes. Aber nicht nur das. Es zeigt noch eine Seite, die nach gesundem Menschenverstand vollkommen unfair ist. Und eine weitere, die deutlich macht, wie viel weniger Wert die Frau ist.

Gottes auserwähltes Volk hat gerade gegen die Midianiter Krieg geführt und, so sagt es die Bibel, alle Männer, die fünf Könige sowie den Propheten Bileam getötet. Der Mord an letzterem ist übrigens ein deutliches Zeichen dafür, dass der nicht der war, wie ihn die Bibel ein paar Kapitel früher geschildert hat. Aber das lassen wir mal ausser acht.

Das Volk kommt mit der Beute und den gefangenen Frauen und Kindern zurück. Und worüber beschwert sich Moses? Dass man die Frauen am Leben gelassen hat. Das solle man sofort korrigieren und nicht nur das, auch alle männlichen Kinder soll man doch bitte eliminieren. Nur die unberührten Mädchen sollen die Israeliten für sich behalten.

Von den unberührten Mädchen hatte es laut Bibel 32'000. Man muss annehmen, dass die Frauen und männlichen Kinder insgesamt in mindestens ähnlicher Anzahl vorhanden waren. Die wurden dann also nieder gemetzelt. Auf ausdrücklichen Wunsch Moses, der ja Sprachrohr Gottes ist.

Die 32'000 Jungfrauen, die vermutlich gerade erleben mussten, wie ihre Väter und kurz darauf Mütter und Brüder geschlachtet wurden, wurden dann verteilt unter dem Volk und zu einem gewissen Prozentsatz an die Priester.

Während Gott anderswo noch ernsthaft darüber nachdenkt, ob er sein Volk nun hart bestrafen soll, weil es sich mit Frauen anderer Völker paarte, hat er offenbar nichts dagegen, wenn man sich eine erbeutete Jungfrau als Harem-Erweiterung hielt.

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