Freitag, 11. Juli 2014

Gebet ad absurdum

Einige posten derzeit im Zusammenhang mit dem bevorstehenden Finalspiel in Brasilien dieses Bild und kommentieren dazu, wer wohl den besseren Draht nach oben hätte. Irgendwo habe ich auch die Bildlegende gelesen: Beni ist eingeschlafen und Franz hat Zahnweh.

In meinen Augen ist das Bild, das natürlich nicht unbedingt die wahren Gedanken der beiden Päpste wiedergibt, aber ein tolles Sinnbild dafür, dass Gebete nichts bewirken. Oder was sollte ein Gott, wenn es einen gäbe, tun, wenn zwei für das jeweilige Gegenteil beten? 

Der Wunsch von einem der beiden wird in Erfüllung gehen. Aber nicht, weil Gott ihn erhört (auch wenn in der Praxis dann jeweils genau das behauptet wird), sondern weil die entsprechende Mannschaft mindestens ein Tor mehr schiesst. Der andere würde im echten Leben vermutlich sagen, dass es halt nicht Gottes Wille war, dass sein Gebet in Erfüllung ging. Auch das ist falsch. Die Mannschaft hat einfach schlechter gespielt oder Pech gehabt. 

Es wäre so einfach. Ganz ohne Magie und Übernatürliches. 

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