Samstag, 6. September 2014

Geschieden ist geschieden

Allein unsere Milchstrasse hat schätzungsweise zwischen 100 und 300 Milliarden (!) Sterne. Es mutet schon sehr seltsam an, wenn man davon ausgeht, dass der Gott, der das alles geschaffen hat, sich allen Ernstes darum kümmert, wer hier unten mit wem poppt.

Akzeptiert man die Bibel jedoch als Wort Gottes, tut er genau dies. Allerdings im Fall von 5. Mose 24 nicht ganz überzeugend. Die Stelle, die ich gleich zitiere, weckt nämlich den Eindruck, dass der Schreiber sich das nicht ganz zu Ende gedacht hat. Es geht dabei darum, dass jemand, der sich von seiner Frau geschieden hat, diese später nicht mehr heiraten darf, wenn sie zwischenzeitlich einen anderen Mann hatte. Egal, ob dieser zwischenzeitliche Partner verstarb oder die Frau ebenfalls in die Wüste schickte.

In beiden Fällen kann der erste Mann die Frau nicht wieder heiraten. Sie ist unrein für ihn, weil sie mit einem anderen geschlafen hat. So etwas verabscheut der Herr.
5. Mose 24, 4a

Dass die Frau aber auch aus der Sicht des zweiten Mannes schon unrein war, weil sie ja mit dem ersten schlief, daran hat man nicht gedacht. Darf denn nach dieser Logik ein dritter Mann diese Frau heiraten, wie sie der zweite durfte? Obwohl dann ja bereits zwei Männer vor ihm die Frau verunreint hätten? Macht doch keinen Sinn, selbst mit gutem Willen nicht.

Übrigens: Es scheint, dass Gott mit der Tatsache, dass ein Mann eine Frau irgendwann nicht mehr attraktiv findet und sich von ihr scheiden lässt (laut Bibel geht das ganz unkompliziert), überhaupt kein Problem hat. Ganz im Gegensatz zu der gängigen Ansicht der Kirchen. Und kommt noch dazu, dass sich nur die Frau unrein macht, der Mann nicht. Hallo, wo bleiben die Feministinnen in der Kirche?


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