Samstag, 20. September 2014

Tschüss Moses. Hallo Josua.

Ein neues Buch: Josua. Moses ist tot. Was bin ich froh. Nicht, weil Moses tot ist, sondern weil die ersten fünf Bücher Moses irgendwie unendlich erschienen. Ich bin froh, dass in meinem Projekt, die Bibel nochmals von A bis Z zu lesen, mal endlich etwas Neues kommt (auch wenn's zu Beginn erst mal ähnlich weiter geht).

Endlich dürfen die Israeliten einziehen in das Land, das Gott ihren Vorfahren vor gut vierzig Jahren versprochen hatte. Endlich stehen sie kurz davor, sesshaft zu werden und eine Basis zu finden, eine Heimat. Doch zuerst müssen diejenigen vertrieben (und gerne auch gleich vernichtet) werden, die dummerweise zur Zeit hier wohnen.

Ihnen wird mit Gewalt und Brutalität das weggenommen, was sie besitzen, damit das auserwählte Gottesvolk sich niederlassen und in Frieden - ich betone den Frieden - leben kann. Frieden: Das, was die Israeliten versprochen bekommen, selber aber nicht mitbringen.

›Der Herr, euer Gott, will euch dieses Land östlich des Jordan geben, damit ihr hier in Frieden leben könnt.‹
Josua 1, 14


Aber natürlich kann Gott auch nichts dafür, dass ausgerechnet da, wo er SEIN Volk haben will, schon andere Völker leben. Andere Völker, die aus Menschen bestehen, die letztlich von Adam abstammen und damit Gottes Geschöpfe sind.

Dumm für die bisherigen Bewohner, dass Gott SEIN Volk ein bisschen mehr liebt als die übrigen Menschen, die er geschaffen hat. Take it easy.

Keine Kommentare:

Kommentar veröffentlichen