Dienstag, 25. November 2014

Vergewaltigt meine Tochter, aber lasst meinen Gast in Ruhe

Liebe Kinder, heute lesen wir eine hübsche Gutenacht-Geschichte aus dem alten Testament.

Ein Levit hat Streit mit seiner Nebenfrau, weshalb diese weg zieht. Der Levit möchte sie aber zurück erobern und geht ihr nach. Ein deutliches Zeichen, dass er sich nicht damit abgeben will, sie zu verlieren.

Auf der Rückreise finden Sie in Gibea Unterschlupf bei einem Fremden. In der Nacht will eine Meute, die nicht genauer beschrieben ist, den Leviten haben. Damit, so steht es in Richter 19, Vers 22, sie ihn vergewaltigen können.

Der Gastgeber fleht die Meute an, seinen Gast in Ruhe zu lassen und - jetzt kommt's - stattdessen seine eigene Tochter (!) und die Frau des Gastes zu nehmen. Er bietet den sexhungrigen Psychopathen draussen tatsächlich seine eigene Tochter an.

"Vergewaltigt sie, und macht mit ihnen, was ihr wollt. Aber meinem Gast dürft ihr so etwas Fürchterliches nicht antun!"

Na, da würd' ich mich als Tochter bedanken. Aber was tut man nicht alles für seine Gäste.

Im weiteren Verlauf ist nicht mehr erwähnt, was mit der Tochter wirklich passierte, ob sie raus gegeben wurde oder nicht. Der Levit hingegen bringt seine Nebenfrau tatsächlich nach draussen, nachdem die Meute keine Ruhe gab. Die ganze Nacht, so die Bibel, wurde sie daraufhin vergewaltigt und starb am frühen Morgen an den Folgen.

Der Levit sah sie, als er am Morgen aufstand und nach draussen ging. Der hat also easy sein Nickerchen gemacht, während die Psychos draussen sich an seiner Nebenfrau vergingen, wegen der eben noch eine weiss-ich-wie-lange Reise unternahm.

Was für verdammte Feiglinge müssen diese zwei Typen gewesen sein, der Levit und der Gastgeber, dass die nur schon auf die Idee kamen, ihre Frau bzw. Tochter den sexhungrigen Typen vorzuwerfen. Doch es kommt noch kranker!

Der Levit zerstückelte seine Frau in zwölf Teile (ja, so steht das da!) und schickte jedem Stamm ein Teil. Sozusagen als Beweis für die Schandtat. Als ob eines von zwölf Leichenteilen eine Tat auch nur ansatzweise erklären oder beweisen könnte. Da könnten die zwölf Stämme ja nur draus schliessen, dass der Levit psychische Störungen hat und seine Frau zerstückelte.

So, liebe Kinder, wie es in dieser Geschichte weiter geht, erfahrt ihr morgen. Gute Nacht.

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