Montag, 26. Januar 2015

Ausrottung der Amalekiter befohlen

Ich finde es ja auch langweilig, des öfteren gleiche oder zumindest ähnliche Blog-Einträge schreiben zu müssen. Aber ich habe nun mal beschlossen, die Bibel noch einmal komplett durch zu lesen. Und ich habe mir vorgenommen, mir dabei Notizen zu machen. Die landen zu 90% hier im Blog. Und wenn sich die Bibel wiederholt, tue ich das halt sozusagen automatisch auch. Wer Wiederholungen nicht so mag, der soll darüber hinweg lesen.

Wie gesagt, Völkermord in Gottes Namen bzw. auf Gottes ausdrücklichen Befehl gab es laut Bibel schon mehrmals. Mit unverständlicher Brutalität wurden dabei nicht einfach nur alle Soldaten umgebracht, sondern ausdrücklich auch Frauen, Greise und Kinder. Selbst Tiere wurden oftmals nicht verschont.

Und jetzt sind also die Amalekiter dran. Weil sie vor vielen, vielen Jahren, vielleicht sogar Generationen, das Volk Israel auf der Flucht aus Ägypten nicht durch ihr Land ziehen liessen. Das taten sie damals meines Erachtens sogar aus nachvollziehbaren Gründen. Doch wer sich indirekt Gott in den Weg stellt, dem geht's an den Kragen.

Darum sollst du nun gegen dieses Volk in den Kampf ziehen. Du sollst es restlos auslöschen! Verschone nichts und niemanden, sondern töte Männer und Frauen, Kinder und Säuglinge, Rinder und Schafe, Kamele und Esel.‹«
1. Sam., 15, 3

Nochmals: Es ist sehr wahrscheinlich, dass die heute da lebenden Männer und Frauen, ganz sicher aber die Säuglinge noch nicht einmal lebten, als der Vorfall mit der nicht bewilligten Durchreise stattfand. Doch Gott scheint ein nachtragender Gott zu sein. Oder waren es nur die Menschen, die vorgaben, einen direkten Draht zu ihm zu haben? Ich denke eher zweites. 

Es gab und gibt wohl keinen Gott. Man braucht (und missbraucht) lediglich ihn und seinen Namen, um eigene politische, kriegerische oder wirtschaftliche Ziele zu erreichen. So gesehen macht das wieder ein bisschen Sinn (wenngleich es nicht weniger brutal ist). 

Die christliche Kirche täte wirklich gut daran, sich vom Alten Testament zu distanzieren. Wie sollen denn die von Gott angeblich geliebten Menschen zum Glauben an Gott und damit ins ewige Himmelreich kommen, wenn der Gott, der sie angeblich liebt, durch Saul eliminieren lässt? Es geht einfach nicht auf. 

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