Donnerstag, 15. Januar 2015

Vers für Vers zerpflückt

Wenn ich meine bisherigen Blog-Beiträge so betrachte, dann tendiere ich schon dazu, hier Vers für Vers oder zumindest Kapitel für Kapitel auseinander zu nehmen und zu kommentieren. Kürzlich hat mir jemand geraten, mich nicht auf dieses Niveau zu begeben und die Bibel Vers für Vers zu zerpflücken. Viel mehr soll ich die Hauptbotschaft der Bibel, Gottes Liebe zu uns Menschen, erkennen und mich daran orientieren.

Dem voraus gegangen war eine Diskussion, bei der ich zahlreiche Beispiele aus dem Alten Testament erwähnte, die etwas über Gottes Charakter aussagen und alles andere als erfreulich, schon gar nicht im Sinne des Neuen Testaments sind.

Diese erwähnte Person fand es nicht fair, insbesondere das Alte Testament auf diese Weise zu demontieren und überall diese Verse heraus zu picken, die irgendetwas ausdrücken, das sich nicht mit der angeblich allgegenwärtigen, bereits erwähnten Kernbotschaft der Liebe deckt. Auf diese Weise könne jedes Werk beliebig zerpflückt werden. Stimmt.

Natürlich kann man, wenn man gezielt danach sucht, immer Schwachstellen und Mängel entdecken. Das ist wohl normal und tatsächlich bei jedem Literaturwerk der Fall. Doch so lange die Christen behaupten, die Bibel wäre das Wort Gottes und somit heilig und allein gültig, so lange betrachte ich sie in meinem Studium auch mit anderen Augen. Ein menschliches Werk kann Fehler und Ungereimtheiten enthalten. Ein Buch allerdings, das den Anspruch erhebt, von Gott persönlich eingegeben zu sein, das sollte nach meinem bescheidenen Verständnis diesbezüglich etwas mehr zu bieten haben.

Wenn die Christen aufhören, die Bibel als heiliges Wort Gottes zu bezeichnen, höre ich damit auf, alles schwarz auf weiss zu nehmen und auf die Goldwaage zu legen.

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