Dienstag, 24. Februar 2015

Die Bibel berichtet: Yahweh ist nicht gerecht

Wenn man behauptet, der Gott, der laut christlichem Glauben für Gerechtigkeit schlechthin steht, sei nicht gerecht, dann läuft man wohl Gefahr, mindestens verbal eine Tracht Prügel zu bekommen.

Bevor jetzt aber jemand auf mich eindrischt (sündige nicht in deinen Gedanken, liebe Leserin, lieber Leser), lasst mich bitte erklären, was ich meine.

Erstens mal beziehe ich mich auf Gerechtigkeit, wie wir sie heute im Allgemeinen sehen und anerkennen. Gut möglich, dass vor dreitausend Jahren ein anderer Sinn für Gerechtigkeit herrschte. Aber wenn man sich auf diese Möglichkeit abstützt, sollte man gleichzeitig nicht vergessen, dass die Bibel das Wort Gottes sein soll. Warum sollten dann Dinge drinstehen, die wir heute nicht mehr so ohne weiteres deuten und verstehen können?

Zweitens stimmt meine im Titel genannte Behauptung natürlich nur, wenn der nachfolgende, aus der Bibel zitierte Text der Wahrheit entspricht. Da ich persönlich das nicht so sehe, meine ich auch nicht allen Ernstes, Yahweh wäre ungerecht.*

Nun aber zum Text aus 2. Samuel 24

Warum Davids Idee einer Volkszählung keine gute war, erschliesst sich mir nicht, ist aber auch nicht weiter wichtig. Mir geht's viel mehr darum, wie Gott dieses Fehlverhalten, das ich nicht als solches erkennen kann, bestrafte.

Irgendwie finde ich es noch witzig, dass Gott via Mittelsmann die Wahl zwischen drei Strafen anbot. Wobei natürlich keine wirklich attraktiv war, David jedoch die zeitlich am kürzesten dauernde wählte. Allen dreien war gemein, dass sie nicht direkt David, den Schuldigen, bestraften, sondern stattdessen sein Volk. Einmal mehr müssen Unschuldige für Fehler anderer den Kopf (oder was auch immer) hinhalten und sterben.

Man stelle sich vor, Angela Merkel würde sich in den Augen Gottes irgendeinen gröberen Schnitzer leisten und das deutsche Volk würde als Strafe zu Zehntausenden an einer Krankheit sterben. Wäre das etwas, was wir als Gerechtigkeit bezeichnen würden? Mit Sicherheit nicht. Deshalb habe ich diese Behauptung im Titel aufgestellt und deshalb ist sie auch richtig.

Übrigens: Einmal mehr - das nimmt wirklich langsam beängstigende Dimensionen an - müssen Menschen sterben um Gott wieder gnädig zu stimmen. Es erstaunt wirklich nicht, dass aus dieser Religion die Idee hervorkam, Jesus als ultimatives Opfer am Kreuz sterben zu lassen.

*Ich meine viel mehr, Yahweh ist gar nicht existent.


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