Mittwoch, 18. März 2015

Irrtum unser (Peter Henkel)

Hm, ich hab's ein bisschen verpennt, meine Meinung zu diesem Buch nieder zu schreiben. Deshalb muss ich jetzt grad etwas tiefer graben in meinen grauen Zellen, um einen halbwegs vernünftigen Text hinzubekommen.

Was mir noch in Erinnerung ist: Der Herr Henkel, soviel ich weiss als Journalist tätig, schreibt anspruchsvoller als Romanautoren es tun. Da gibt es schon hier und da verschachtelte Säte mit vielen Kommas und Formulierungen, die ich zweimal lesen musste.

Inhaltlich aber überaus interessant, abwechslungsreich, spannend und überzeugend. Peter Henkel kritisiert nicht einfach nur, sondern versucht zumindest zu verstehen, warum es Menschen gibt, die einer Überzeugung nachgehen, die seiner Meinung nach (und meiner auch) keinen Sinn ergibt. Gemeint ist übrigens der christliche Glaube, für die, die's noch nicht gemerkt haben.

Seine Gedanken zum sogenannten Oasen-Dilemma erscheinen schlüssig. Und auch seine weiteren Thesen, warum Glaube blendet, eine falsche Sicherheit gibt und letztlich verstockt macht, leuchtet völlig ein und überzeugt. Leider halt nur die, die vermutlich ohnehin schon gleicher Meinung sind in den Kernpunkten von Henkels Buch. Ein Christ aus dem evangelikalen Umfeld, wo ich her komme, muss schon sehr weit sein mit seinen Zweifeln, ehe er sich ein Buch wie "Irrtum unser" antut. Leider.

Dafür, soviel ist sicher, werde ich das Buch gelegentlich nochmals lesen. Dann aber mit einem Notizbuch in Griffnähe. Denn der Autor hat so manches schlaues Argument in sein Werk gepackt, da lohnt sich auch die mehrmalige Lektüre und das Notieren von gewissen Ideen und Aussagen.

Das Buch ist perfekt geeignet für skeptische Gläubige (bitte, bitte lesen) und natürlich auch alle interessierten Skeptiker und religionsaffine Atheisten.

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