Donnerstag, 21. Mai 2015

Psalm 24

»Wer darf auf den Berg des Herrn gehen und seinen heiligen Tempel betreten?« »Jeder, der kein Unrecht tut und ein reines Gewissen hat. Jeder, der keine fremden Götter anbetet und keinen falschen Eid schwört. (‭Psalmen‬ ‭24‬:‭3-4‬ HFA)

Ja, wer darf denn jetzt? Der Psalmist, König David, jedenfalls sicher nicht. Er, der er ganze Sippen umbrachte, weil sie seinen Männern nichts zu Essen gaben. Er, der ganze Völker ausrottete, weil er gegen sie Krieg führte. Er, der den Mann von Bathseba an die Front stellte, damit er umkommt und David seine Frau schnappen kann. Er heuchelt da einen runter, dass man fast wütend werden könnte.

Überhaupt hat das Christentum ja die Erbsünde erfunden. Nach der ist ohnehin niemand voller Recht und mit reinem Gewissen. Also darf auch niemand den Berg des Herrn und den heiligen Tempel betreten. Niemand.

Aber ihr müsst jetzt nicht traurig sein. Da drin seht ihr ohnehin nichts anders als das, was irgendwer irgendwann da hingestellt hat. Es stellt sich nur noch die Frage, was mit denen ist, die nicht dürfen, aber trotzdem reingehen?

Die müssen vermutlich, typisch Bibel, sterben. Wer aber den Tempel betritt, obwohl er nicht dürfte, der muss sich nicht vor Gott fürchten, der ihm nach dem Leben trachtet. Er muss sich vor Gottes Bodenpersonal fürchten. Vor fundamentalistischen Gläubigen, die meinen, Gottes Handlanger zu sein, wenn sie das umsetzen, was sei meinen, es wäre Gottes Wille.

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