Dienstag, 9. Juni 2015

König Davids Einstellung ist zum Kotzen

Der rachesüchtige Köndig David ist wieder am Werk. Im Beitrag über den Psalm 36 habe ich noch die vielleicht leicht provokante Aussage gemacht, dass Verse wie die von David im 36. Psalm die Grundlage sein können für Genozide und Kriege. Heute liefert uns David mit dem Psalm 53 (auch hier weiss ich natürlich nicht, ob der Autor wirklich David war, passen würde es aber) den Beweis für eben diese Aussage.

Eingangs beschwert er sich über die zahllosen Gottlosen, ihren offenbar wachsenden Einfluss auf die Bevölkerung und darüber, dass sie es wagen, seinen Gott in Frage zu stellen.

Dann, im Vers 6, dringt der von Rache geleitete David voll durch und er prophezeit den damaligen Atheisten baldiges Verderben:

Aber schon bald werden sie in Angst und Schrecken fallen, wie sie es vorher noch nie erlebt haben. Denn Gott wird die Feinde seines Volkes vollkommen vernichten, und ihre Gebeine werden achtlos liegen bleiben. Gott hat sie verworfen und wird sie darum scheitern lassen. (‭Psalmen‬ ‭53‬:‭6‬ HFA)

Es braucht wenig Fantasie um zu erahnen, wie das vonstatten ging. Mit Sicherheit kam keine strahlende Götterfigur vom Himmel runter, schwang das überdimensionierte Superheldenschwert und vernichtete mit übersinnlicher Gewalt alle Zweifler.

Viel eher scharte David mit seinen Weggefährten irgendwann genügend Gleichgesinnte und zog mit Waffengewalt, von Hass getrieben, gegen eben diese Ungläubigen. Es wird gewesen sein, wie immer: Man predigt, Gott würde alle Ungläubigen vernichten, kommt ihm dann aber zuvor und führt die Drecksarbeit gleich selbst aus.

Am Ende hat alles der Mensch getan, Gott gar nichts. Um den eigenen Glauben zu stärken, wird es aber ihm zugeschrieben und als positive Tat vermarktet. Für frühere Zeiten gilt, was auch für die heutige Zeit gilt: Es ist zum Kotzen.

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