Dienstag, 15. Dezember 2015

Die Ausrottung der Ungläubigen

Die christliche Seite jesus.ch präsentiert auf Facebook mehr oder weniger täglich einen "mutmachenden" Bibelvers, der den Gläubigen sozusagen als Motivationsspritze und Inspiration dienen soll. Gemäss dem hpd haben die Verantwortlichen kürzlich aber in die Scheisse gegriffen.

Wie bitte? Kann man überhaupt Scheisse finden, wenn man in "Gottes" Wort sucht? Oh ja, kann man. Sogar haufenweise.



Wer beim Lesen das Hirn einschaltet, merkt beim Lesen dieser Zeilen sofort: Da ist ganz viel Hass, Schadenfreude und Mordlust dabei. Wie sonst ist zu erklären, dass das Zusehen beim Ausrotten als Belohnung für Treue und Durchhaltewille präsentiert wird.

Würde so was aus dem Koran zitiert, würden alle laut aufschreien, wie brutal und unmenschlich das Buch doch ist. Wenn solche Scheisse in der Bibel steht, kümmert's keine Sau.

Offensichtlich haben die Verantwortlichen auch noch gemerkt, dass man mit diesem biblischen Vers irrtümlich nicht ganz die Art von Christentum zeigt, die man zeigen möchte. Der Vers ist jedenfalls nicht mehr online. Man hat es offenbar vorgezogen, über solche fragwürdigen Informationen in der Bibel zu schweigen statt eine Diskussion in Kauf zu nehmen. Typisch! Dank dem hpd gibt's aber diesen Screenshot.

Vielleicht sollten sich diejenigen, die die Facebook-Seite von jesus.ch aktualisieren, nicht mehr selbständig Verse aus der Bibel auswählen und sich stattdessen auf die einschlägigen christlichen Kalenderblätter, Buchzeichen und Losungskarten beschränken. Da steckt jahrelange Erfahrung drin und es sind garantiert nur noch positive, mutmachende, aufmunternde, hoffnungsvolle und friedliche Verse enthalten.


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