Montag, 30. Mai 2016

Jona: Kapitel 2

Jona überlebt drei Tage im Fisch
Das Kernelement der Geschichte, jedenfalls aus dramaturgischer Sicht. Es ist der Teil der Jona-Story, die sie einzigartig, unvergesslich und gleichzeitig auch extrem seltsam macht. Es gibt meines Wissens keine andere Geschichte, die ähnliches schildert.

Die Frage, die über allem steht: Geht sowas überhaupt? Das stellt sich auch die christliche Seite jesus.ch: "Glauben Sie die Geschichte von Jona und dem Wal wirklich?" (1).

Josh McDowell, der den Beitrag auf jesus.ch schrieb, stellt sich vernünftige Fragen. Aber er beantwortet sie nicht, oder zumindest nur unzureichend. Wenn die Antwort auf die Frage nach der Glaubwürdigkeit aller unglaublich wirkenden oder gar wissenschaftlich nicht belegbaren Vorkomnisse lautet "Gott ist nichts unmöglich", dann hilft das vielleicht demjenigen, der um jeden Preis glauben will. Alle anderen dürften darüber aber nur ungläubig den Kopf schütteln.

Freitag, 27. Mai 2016

Jona: Kapitel 1

Ich setze hier mal voraus, dass die Geschichte Jonas bekannt ist. Sie ist eine der ganz besonderen Geschichten, weil sie sehr einprägsame Bilder benutzt und auf ihre Art spannend und kurzweilig ist. Kaum ein Kind aus kirchlichen Kreisen, das die Geschichte von Jona im Walfisch nicht kennt (obwohl gar nie die Rede von einem Walfisch ist, aber das ist letztlich nebensächlich). 

Gerade weil die Geschichte eine starke Bildsprache besitzt und sehr konkrete Geschehnisse schildert, ist sie es wert, genauer betrachtet zu werden. Denn während sich der Skeptiker damit abfindet, dass es sich hier um eine Art Märchen handelt, und somit Ungereimtheiten stehen lassen kann, ist der Christ gezwungen, sie als bare Münze zu nehmen. Würde er das nicht und stattdessen bei einzelnen oder allen nachfolgend erwähnten Punkten davon ausgehen, dass es sich um eine übertriebene Bildsprache handelt, würde er damit letztlich die Bibel zumindest teilweise als Tatsachenbuch in Frage stellen. Und tut er dies bei der Jona-Geschichte, muss er auch akzeptieren, dass möglicherweise alle biblischen Texte nicht wörtlich zu verstehen und der Wahrheit entsprechend geschrieben sind. Das kann und darf man natürlich, nur kann dann die Bibel nicht mehr als das bezeichnet werden, was sie in kirchlichen Kreisen ist: Die Wahrheit, und nichts als die Wahrheit.

Zudem würde sich dann die Frage stellen, weshalb Jesus ihn gemäss Matthäus-Evangelium angeblich als historisch betrachtet und seine unglaubliche Geschichte in einen seiner Vergleiche einbaut: "Denn wie Jona drei Tage und drei Nächte im Bauch des Fisches war, so wird auch der Menschensohn drei Tage und drei Nächte im Innern der Erde sein (...)." (Matthäus 12, 40)

Samstag, 21. Mai 2016

Fakten zur Hölle

Die Hölle ist der Ort, an dem 
die Engländer kochen, 
die Italiener den Verkehr regeln und 
die Schweizer Fernsehunterhaltung machen.