Mittwoch, 15. Juni 2016

Gott sei Dank

Vermutlich handelt es sich bei diesem meist als Ausdruck der Erleichterung verwendeten Spruch um einen der meistbenutzten frommen Floskeln. Benutzt wird sie aber beileibe nicht nur von frommen Menschen. Obwohl Gott deutlich darin genannt wird, sind sich dessen anscheinend viele gar nicht so richtig bewusst, wenn sie die Floskel im mündlichen Sprachgebrauch einsetzen.

Selbst mir, der ich mittlerweile Atheist bin, rutscht dieses "Gott sei Dank" noch da und dort über die Lippen. Obwohl ich's natürlich überhaupt nicht wörtlich meine, nervt mich das jeweils trotzdem. Aber noch mehr nervt es mich, wenn Christen den Ausdruck anscheinend bewusst verwenden. Wie der Herr in unten stehendem Bild, der nach einer Reifenpanne in Frankreich meint: "Gott sei Dank für die super Pannendienste in Saint-Maio."



Dass er Christ ist weiss ich von der Person, die mir den Screenshot schickte. Und dass Gott mit ziemlich grosser Wahrscheinlichkeit nicht dafür verantwortlich ist, dass da unten ein Pannendienst existiert, bin ich mir ebenfalls recht sicher. 

Das geht für mich in die gleiche Kategorie, wie der Fall, wo sich Christen bei Gott für einen gelungenen chirurgischen Eingriff bedanken und dabei scheinbar völlig übersehen, dass da Chirurgen einen schweisstreibenden Job verrichteten. Da kann ich echt nur den Kopf schütteln. 

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